Clovr-Studie: Mediale Aufmerksamkeit stark von Bitcoin-Kurs abhängig

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Quelle: Shutterstock

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Clovr, ein Start-up, das im Bereich des eSport operiert, veröffentlicht eine umfangreiche Studie zur medialen Berichterstattung über Kryptowährungen. Die Autoren der Studie gehen darin unter anderem auf die Zusammenhänge zwischen dem Bitcoin-Kursverlauf und der medialen Präsenz von Kryptowährungen ein. Ferner geht der Trend laut Bericht eindeutig in Richtung einer ausgewogenen Berichterstattung. Die Ergebnisse im Überblick.

Bitcoin-Kurs und mediale Aufmerksamkeit. Im ersten Abschnitt nehmen die Autoren den Zusammenhang zwischen Bitcoin-Kurs und Häufigkeit der medialen Erwähnung unter die Lupe. Das Ergebnis ist wenig überraschend. Die Menge der Beiträge zum Thema Kryptowährungen ist proportional abhängig vom Kurs. Dieser augenscheinliche Zusammenhang wird anhand der folgenden Grafik deutlich:


Wie fein diese Abhängigkeit tatsächlich ist, ist indes erstaunlich. Selbst kleine Kursschwankungen gehen sichtbar mit einer Reaktion seitens der medialen Aufmerksamkeit einher.

Lediglich nach dem Crash vom Januar 2018 zeigt sich ein antiproportionales Bild: Entgegen des Kursverlaufs schießt die Zahl der Berichte über Bitcoin in dieser Zeit in die Höhe.

Dieses Phänomen können wir übrigens aktuell wieder beobachten.

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Positive vs. negative Berichterstattung

In diesem Abschnitt vergleichen die Autoren den Anteil der positiven Berichterstattung mit dem der negativen. Das Ergebnis: Wie in der Grafik zu sehen, ist seit 2013 ist eine abnehmende Polarisierung zu beobachten. Während die Berichterstattung zu Beginn der Untersuchung im Jahr 2013 entweder positiv oder negativ war, wich dieser Trend einer ausgewogeneren medialen Aufmerksamkeit.

Dies erklären die Autoren mit einem wachsenden technischen Verständnis der Medien:

„Wenn die Technologie bekannt wird, könnten Schwankungen von Lob und Kritik weniger häufig werden.“

Wie die Medienhäuser ihren Fokus gesetzt haben, ist laut Studie allen voran von der Zielgruppe abhängig. Zeitschriften wie Forbes oder der Business Insider sprechen ein junges technologie-affines Publikum an und tendieren dazu, positiv über Bitcoin & Co. zu berichten.

CNBC habe indes ein recht ausgewogenes Verhältnis zwischen positiver und negativer Berichterstattung an den Tag gelegt: Etwa 53 Prozent der Artikel zeichneten ein positives Bild, während 47 Prozent der Artikel eine negative Haltung vertreten.

Auf der anderen Seite existieren laut der Studie Medienhäuser, die Bitcoin gegenüber eine äußerst kritische Haltung einnehmen:

„Wieder andere Medien tendierten dazu, mit größerer Skepsis (‚The Wall Street Journal‘, ‚Gizmodo‘) oder offener Kritik zu berichten: ‚Breitbart News‘ und ‚Raw Story‘, zielen auf polarisierende Gegensätze innerhalb des amerikanischen politischen Spektrums ab und liefern zusammen für 91 negative Artikel nur einen einzigen positiven Beitrag“,

heißt es in der Studie.

Fazit: Wem man Glauben schenkt, entscheidet jeder selbst

Am Ende weisen die Autoren darauf hin, dass die Studie allen voran eines zeigt: Jedes Phänomen kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Welche Haltung man selbst einnimmt, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Medien man konsumiert. Daher ist eine kritische Reflexion der medialen Berichterstattung unabdingbar.

Um eine ausgewogene Haltung zum Thema Kryptowährungen zu entwickeln, ist ein verantwortungsvoller Medienkonsum wichtig. BTC-ECHO ist dafür ein guter Start.

Disclaimer: Bilder und Zahlen mit freundlicher Genehmigung von clovr. Die gesamte Studie im Original findet ihr hier.

BTC-ECHO


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