Chinesischer Schiffsbaugigant CSIC setzt auf Blockchain-Lieferketten – Peking beansprucht Führungsrolle

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Shutterstock

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Der chinesische Schiffsbaugigant CSIC will bei seinen Lieferketten künftig auf Blockchain-Technologie setzen. Gemeinsam mit der Shanghai Bank will der Konzern eine entsprechende Finanzplattform ins Leben rufen. Derweil untermauert die Regierung in Peking mit Blick auf das landesweite Blockchain-Ökosystem ihre globale Führungsrolle. Laut Staatsmedien befindet sich gleich ein Viertel der weltweiten Blockchain-Initiativen innerhalb der chinesischen Landesgrenzen. 

Mehr als 150.000 Angestellte, über 90 Firmenstandorte, eine jährliche Produktionsmasse von 15 Millionen Tonnen – die China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC) ist einer der beiden größten Schiffsbauer im Reich der Mitte und damit der Welt.

Seine Produktion will der Konzern künftig effizienter gestalten und setzt auf Blockchain-Technologie. Wie die chinesischen Staatsmedien People’s Daily am vergangen Mittwoch, dem 27.März, berichteten, ist der Schiffsriese nun eine strategische Partnerschaft mit der Shanghai Bank eingegangen. Gemeinsam will man nun eine blockchainbasierte Finanzplattform ins Leben rufen, die die Lieferketten des Konzerns verwaltet und absichert.

Künftig soll die Plattform Zulieferungen innerhalb der zehn Produktionsbereiche abdecken. Zu diesen gehören neben dem Schiffsbau auch die Konstruktion von Hafenanlagen, Motoren und Batteriesystemen.

Während dies für CSIC der erste Versuch ist, im Zuge des landesweiten Booms rund um Distributed-Ledger-Technologien Fuß zu fassen, kann die Shanghai Bank bereits auf erste Blockchain-Erfahrungen zurückgreifen. Im Oktober vergangenen Jahres hatte diese den Startschuss ihrer Lieferketten-Plattform Uplink e-Chain verkündet. Diese soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Management unterstützen. Nun kommt mit CSIC ein Industrieriese dazu.

Peking untermauert Führungsanspruch bei Blockchain-Projekten

Bereits seit mehreren Jahren erlebt die Blockchain-Industrie im Reich der Mitte eine wahre Explosion. Ob Handelsriese Alibaba, Google-Konkurrent Baidu, Social-Media-Anbieter Tencent oder auch die Staatsfirmen wie der Raumfahrtkonzern CASIC – sie alle wollen die Wachstumspotentiale der dezentralen Systeme für sich nutzen. Allein in der ersten Jahreshälfte 2018 soll sich die Zahl der Unternehmen mit Blockchain im Namen in China versechsfacht haben.

Besonders die Regierung in Peking prescht mit Blick auf den Fortschritt der neuen Technologien dieser Tage entschieden voran. Nachdem die Blockchain-Entwicklung bereits 2016 ihren Weg in den sogenannten Fünfjahresplan der Xi-Regierung gefunden hat, widmet diese der Forschung und Entwicklung derzeit nicht nur Milliarden. Allen voran präsentiert sich Peking als globaler Vorreiter.

So untermauert die Regierung erst in dieser Woche ihren Führungsanspruch im Bereich der neuen Technologien: Wie die regierungsnahe Zeitung China Daily an diesen Dienstag, dem 2. April, berichtete, will China die weltweit meisten Blockchain-Projekte beherbergen. Laut Angaben des Dienstleisters Blockdata sollen sich ganze 263 Projekte und damit ein Viertel der weltweiten Initiativen innerhalb der chinesischen Landesgrenzen befinden. Wie es in dem Artikel zudem heißt, soll ein Großteil davon im Finanzsektor aktiv sein und anders als beim Hauptkonkurrenten USA bereits Anwendung finden.

Das entschlossene Vorgehen der chinesischen Regierung spiegelt sich zudem in der Zahl eingereichter Patentanträge. Wie die Financial Times berichtet, belief sich die Zahl der Patentanträge des großen Drachen im Jahr 2017 auf 225 Anträge. Der Konzern Alibaba allein soll 2018 nicht weniger als 57 Patentanträge gestellt haben.

Europa & Deutschland holen auf

Vor den eindrucksvoll erscheinenden Zahlen Chinas müssen sich Europa und Deutschland jedoch nicht verstecken. Daten der offiziellen Beobachtungsstelle der Europäischen Kommission zufolge, sind in den Mitgliedsstaaten derzeit 384 Blockchain-Projekte in der Entwicklung, in Pilotversuchen oder bereits in der Anwendung. Dabei bekleiden die Finanzhauptstädte Paris (40), Amsterdam (38) und London (36) die Spitzenplätze.

Aber auch Deutschland muss sich im europäischen Rennen nicht geschlagen geben. Für Berlin macht die EU-Beobachtungsstelle derzeit 17 aktive Blockchain-Projekte aus.

Aktuelle Studien sehen das deutsche Blockchain-Ökosystem jedoch weitaus lebendiger. Angaben des offiziellen Verbands der deutschen Blockchain-Industrie Bundesblock zufolge, sind derzeit 86 Unternehmen und Start-ups hierzulande aktiv. Eine Umfrage von BTC-ECHO aus dem vergangenen Jahr kommt sogar auf 180 aktive Unternehmen. Hiervon gibt die Hälfte der Studienteilnehmer Berlin als ihren Unternehmensstandort an.


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