Chinesische Studie: Blockchain-Vorhaben überleben im Schnitt nur knapp ein Jahr

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/fails-building-tower-concept-challenge-fail-1098165035

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Eine chinesische Studie attestiert weltweiten Blockchain-Projekten eine niedrige Lebenserwartung: Nur knapp 15 Monate überlebe das durchschnittliche Blockchain-Vorhaben. Des Weiteren seien nur noch acht Prozent der weltweit angelaufenen Unternehmungen heute noch aktiv, so ein Report der Akademie für Informations- und Kommunikationstechnologie CAICT. Während die Blockchain-Adaption im Reich der Mitte boomt, ruft das Institut nun zu mehr Standardisierung auf, um das Überleben der Projekte zu sichern.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2019 08:07 Uhr von Andre Winterberg

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Derzeit erlebt die Technologie einen regelrechten Boom. Um die Vorzüge der Blockchain zu nutzen, hatte ein Forschungsinstitut des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie im März einen Index auf den Weg gebracht. Wohl mit Blick auf die heimische Industrie sollte dieser verschiedene Software-Formate anhand der Kriterien Technologie, Anwendbarkeit und Innovation bewerten. Sicherheit und Standards sollen künftig jedoch vor allem das Überleben neuer Projekte sichern.

„Wir haben überprüfbare Blockchain-Programme in China auf den Weg gebracht. Und 200 private Unternehmen haben Interessen angemeldet, beizutreten. Dies wird der Blockchain-Technologie und der Industrie helfen, transparenter und offener zu werden“,


lobte He die Vorstöße des Ministeriums in Guizhou City.

Abseits dessen boomt die Blockchain besonders im Buche chinesischer Banken. So hat etwa die Bank of China bereits im Februar ein Patent zur Blockchain-Skalierung eingereicht. Zudem versucht die Staatsbank derzeit, seiner Entwicklungsinitiative für unter Armut ächzende Provinzen unter die Arme zu greifen. Erst vergangene Woche war ein entsprechendes Pilotprojekt für die Himalaya-Region Tibet angelaufen.

Blockchain-Kritik: Zum Scheitern verurteilt?

Während weltweit immer mehr Blockchain-Start-ups aus dem Boden schießen, wächst jedoch weiterhin Kritik an der euphorischen Stimmung gegenüber den Technologien.

Als jüngste Gegenstimme fand Wall-S treet-Analyst und Blockchain-Investor Spencer Bogart in dieser Woche kritische Worte vor allem gegenüber Kryptowährungen. Diese hätten zwar vielversprechendes Potential, würden aber derzeit noch unter ihren Möglichkeiten bleiben. Daher rate er von Investments ab. Damit ergänzt Bogart die lange Liste der Krypto- und Blockchain-Skeptiker mit seinem Namen um ein weiteres Mitglied.

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