Chinesische Behörden spüren das Feuer von Bitcoin

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © chungking, Fotolia

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Chinesische Behörden haben nun seit längerer Zeit ein Interesse an Bitcoin gezeigt. Die Versuche die Kontrolle über die inländische Bitcoin-Bewegung zu erlangen werden immer aggressiver, während der Renminbi weiter an Wert verliert.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Im Jahr 2016 sprach die Zentralbank Pekings mit mehreren bekannten Personen aus der Bitcoin Community, um Betonung auf die Regelungen der Anti-Geldwäsche und anderen Vorschriften zu setzen.

Der Trend hält auch im Jahr 2017 an. Die State Administration of Foreign Exchange (SAFE) untersucht und studiert eine Anzahl von Bitcoin-Plattformen, um ihre Betriebsweise zu verstehen.

Die Achterbahnfahrt, die der Bitcoin-Preis nun durch macht, brachte den Shanghai Zweig der Zentralbank dazu, sich mit den Top drei Baidu Krytowährungsplattformen auseinander zu setzen. In den Gesprächen wurden mögliche Risiken erörtert und die Plattformen wurden zur Selbst-Analyse und zu Nachbesserungen angehalten.

Vor kurzem wurde eine öffentliche Stellungnahme des Hauptsitzes der Zentralbank in Shanghai und seines Businessmanagements herausgebracht. Das Datum der Veröffentlichung ist der 6. Januar. In der Stellungnahme ist zu lesen, dass die Gespräche mit the Coin, OKCoin und Bitcoin China (BTCChina) zum Verständnis der Betriebsweise der Plattformen beigetragen hat. Außerdem seien mögliche Risiken und Vorschläge zur Verbesserung erörtert worden. Es bedarf einer strikten Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulationen. Damit dies gewährleistet sei, sollten Selbst-Analysen und damit einhergehende Verbesserungen am eigenen System angestellt werden.

Einschränkung der Marketing-Aktivitäten

China ist einer der bekanntesten Player im Bezug auf Bitcoin-Transaktionen. BTC China (BTCC) ist eine der drei größten Bitcoin-Börsen bezogen auf ihr Volumen. Unter den neuen spezifischen Erfordernissen der chinesischen Behörden, werden aber manche Netzwerke ihre ursprünglich geplanten Aktivitäten abbrechen müssen.

Die Nachbesserungen sind plattform-spezifisch, auch wenn zwei unterschiedliche Plattformen von der gleichen Größenordnung sind. Beispielsweise haben zwei Handelsplattformen in Peking, coins und Money Lines (OKCoin), in ihrer Werbung nicht von der Entwertung des Yuans gesprochen. Außerdem sind nun Offline-Werbungen verboten.

Der Status des Bitcoin als neue Anlageklasse hat die Behörden verunsichert, während der Yuan an Kaufkraft verlor. Bitcoins Fähigkeit, den Menschen die Freiheit über ihre Finanzen selbst zu überlassen, zog weiteres behördliches Interesse auf sich. In Zeiten finanzieller Krisen und Unruhen, steht diese Eigenschaft dem Staat im Weg.

Die Zentralbank wird Bitcoin immer noch widerwillig den Status einer legalen Währung zurechnen und ihn als virtuelles Gut ansehen. Die Pflicht liegt wieder bei Institutionen und individuellen Investoren, die einen vernünftigen Blick auf virtuelle Güter und Währungen werfen müssen. Sie müssen ein rationales Investment auf eigenes Risiko tätigen, ihren eigenen Besitz erhalten und ein stimmiges Konzept für Geld und Investment-Ideen entwickeln.

Es gibt noch einen weiteren Schritt, der zur Regulierung von der Zentralbank eingesetzt wurde. Ausländische Investoren müssen nun durch die Plattform reguliert werden, wenn sie einen Account öffnen. Diese Regulation erfordert eine Authentifizierung mit einem echten Namen und eine strikte Zusammenarbeit mit den erforderlichen regulatorischen Vorschriften.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Neha Thakur via newsbtc

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