Chinas größten Bitcoin Börsen äußern sich zur NY BitLicense

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Die drei größten chinesischen Bitcoin Börsen OKCoin, BTC China und Huobi haben sich zusammengeschlossen um Benjamin Lawsky, Leiter des New York Department of Financial Services (NYDFS), ein Statement zum jüngsten BitLicense Entwurf, zukommen zu lassen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

trong>BTC China und Huobi haben sich zusammengeschlossen um Benjamin Lawsky, Leiter des New York Department of Financial Services (NYDFS), ein Statement zum jüngsten BitLicense Entwurf, zukommen zu lassen.

In einem neu veröffentlichten offenen Brief haben sie dem Staat New York empfohlen die große Reichweite der Regelung zu überdenken und sagten, es sollten nur Unternehmen berücksichtigt werden, die in einer direkten Verbindung zum US-Bundesstaat New York stehen.


In dem von den Geschäftsführern Bobby Lee (BTC China), Lim Li (Huobi) und Mingxing Xu (OK Coin) unterzeichneten Brief steht:

“Auch wenn unsere Unternehmen unter dem Gesetzt der Volksrepublik China operieren, sehen wir es nicht nur als angemessen, sondern als dringend notwendig an, dass wir unsere Bedenken zu dem von ihnen vorgeschlagenen BitLicense Vorschlag zum Ausdruck bringen, weil die Blockchain dezentralisiert ist, weil Regulierungen in New York schon lange große Ehrerbietung genießen und von Regulatoren aus der ganzen Welt nachmodelliert wurden und weil der BitLicense Vorschlag, so wie er derzeit besteht, auch uns betrifft.“

In einem vorherigen Interview hatten die drei Börsen bereits in einem Interview mit Coindesk einblicken lassen, welchen Einfluss das mögliche Gesetz vom US Staat New York auf globaler Ebene haben könnte.

Bisher hat jedoch nur OKCoin andeuten lassen, eine formelle Stellungnahme einzureichen.

Die Regulierung geht zu weit

Unter dem jetzigen BitLicense Vorschlag ist jedes Unternehmen, was Kunden im US-Bundesstaat New York bedient, von dem Gesetzesentwurf betroffen. Egal in welchem Zusammenhang diese Beziehung besteht. Das würde der  NYDFS erlauben sich Zugang zu den Büchern und Aufzeichnungen beider Unternehmen zu verschaffen, dem betroffenen Unternehmen selbst und dem Partnerunternehmen, selbst wenn das Partnerunternehmen in keinem Zusammenhang mit dem Staat New York oder digitalen Währungen steht. Das ist keine Voraussetzung für Währungs- oder Geld-Dienstleistungsunternehmen.

Es zwingt ausländische Unternehmen

Die vorgeschlagene Richtlinien kommen genau in einer Zeit, in der die in China ansässigen Börsen zunehmend versuchen, in den globalen US-Dollar Markt vorzudringen. Ein Markt der selbst schon genügend regulatorische Hürden mit sich bringt.

Ein Sprecher de Bitcoin Börse BTC China sagt in einem Interview, dass das Unternehmen „einen sehr triftigen Geschäftsfall vorweisen müsste, um eine Bewerbung für die Bitcoin BitLicense rechtfertigen zu können“

Die drei Börsen sagten außerdem:

„Es ist extrem schwierig den vorgeschlagenen Regulierungen gerecht zu werden und es könnte uns zwingen, Personen im US Bundesstaat New York oder gar in der ganzen USA zu meiden. Unsere größte Sorge ist es, dass weitere Regulatoren in der USA und auf der ganzen Welt dem Ansatz des US-Bundesstaates folgen. Das würde der Branche großen Schaden zufügen.“

Wenn die BitLicense unverändert in Kraft tritt, würde sie das Interesse an Geschäften mit der USA mindern und das würde folglich viele Geschäftsbeziehungen mit US-Unternehmen kosten.

Die Anforderungen seien “extreme schwer” zu erfüllen geht aus einem Statement der Bitcoin-Börse Huobi hervor.

„Der Grund warum wir uns dazu verpflichtet fühlen ein Statement abzugeben ist der, dass Huobi eine internationale Plattform ist und die Regulierung definitiv auch unsere Pläne in die USA zu expandieren, direkt betrifft. Außerdem gehen wir davon aus, dass auch die chinesische Regulierung betroffen sein wird, da die chinesische Regierung die Entwicklung in NY genau beobachtet. Huobi möchte unbedingt das legitime Geschäft in der USA ausbauen, benötigt dazu jedoch auch eine flexible Bitcoin-Umgebung.“

Sollte der Vorschlag unverändert in Kraft treten, werde sich Huobi von New York distanzieren und sich nicht für eine BitLicense bewerben.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von via Coindesk.com

Image Source: Fotolia


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