Anzeige
China: Zentralbank will ausländische ICOs „zerstören“

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-vector/ico-decline-ban-china-illegal-initial-717593089?src=4aDhPqbHWQ99UsM20VyCDA-1-3

China: Zentralbank will ausländische ICOs „zerstören“

Auf einer Sitzung sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zentralbank, dass man alle neuen nicht autorisierten Finanzprodukte zerstören wird, sobald sie für die chinesischen Anleger sichtbar werden. Die Verwarnung war sowohl an die eigene Bevölkerung als auch an die Unternehmen im Ausland und in Hongkong gerichtet, wo die Emission von ICOs noch immer erlaubt ist.

Die Zentralbank erließ im September 2017 ein Verbot für den Handel mit Kryptowährungen und jeglichen ICOs, woraufhin zahlreiche Unternehmen wie Binance, Huobi oder OKCoin ins nahegelegene Hongkong abgewandert sind. Die dortige Regierung hat sich dem Verbot der PBoC nicht angeschlossen.

Der Vizegouverneur der People’s Bank of China (PBoC), Pan Gongsheng, fand harsche Worte für den Handel mit ausländischen ICOs. Gongsheng verwarnte alle Firmen und Personen, die „weggelaufen“ seien, um dennoch Geschäfte mit den Einwohnern Chinas zu tätigen. Man müsse wachsam bleiben. Sobald neue Finanzprodukte oder anderweitige Formate auftauchen, die sich nicht an die gültige Rechtsprechung halten, müsse man diese „zerschmettern“, sagte Gongsheng gegenüber den staatlichen Medien.

Auf dem Arbeitstreffen sollte geklärt werden, wie man diese Form der unregulierten Geldsammlung für Unternehmen verhindern kann. Der dezentrale Aufbau der Tokens erlaubt aber keinerlei Einflussnahme von außen. Offenbar werden die Inhalte von Chats, die über Messenger durchgeführt werden, auf einige Schlüsselworte untersucht. Man will damit die Händler und Käufer auf frischer Tat ertappen. Auch einige einheimische Foren wurden bis letzten Herbst zum Informationsaustausch genutzt. Doch auch diese werden nun von den Behörden überwacht. Dazu kommt die Blockade unzähliger ausländischer Webseiten, die für Chinesen aufgrund der technischen Firewall der Regierung unsichtbar bleiben.

China: Überwachungsmaßnahmen sollen den Handel unmöglich machen

Die bisherigen Überwachungsmaßnahmen bei WeChat & Co. haben zuzüglich zu den Verboten und Androhungen von Strafen immerhin dazu geführt, dass China im letzten Herbst seinen führenden Rang als Handelsplatz für den Bitcoin eingebüßt hat. Laut der Pekinger Zentralbank ist der Yuan, die staatliche Währung Chinas, nur noch an rund einem Prozent aller Bitcoin-Transfers beteiligt. Offenbar hat die Regierung der Volksrepublik zu viel Angst vor der Macht dezentraler Währungen, die sie nicht kontrollieren können. Einzig das Kryptomining ist noch in China erlaubt, obwohl es im Frühjahr zu einzelnen Beschlagnahmungen der Hardware kam. Doch auch die Betreiber der Mining-Farmen werden vermehrt dazu gedrängt, ihre Tätigkeit nach und nach einzuschränken.

BTC-ECHO

Anzeige

Ähnliche Artikel

SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Regulierung

Wie am Freitag, dem 16. November bekannt wurde, haben sich zwei weitere ICOs nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) gehalten und eine formale Registrierung versäumt.

Podcast: Bitcoin doch kein Finanzinstrument? Kammergericht Berlin versus BaFin
Podcast: Bitcoin doch kein Finanzinstrument? Kammergericht Berlin versus BaFin
Regulierung

Das Oberlandesgericht Berlin entschied Ende September 2018 zugunsten des Betreibers von bitcoin-24.com.

thinkBLOCKtank: Experten wollen Rechtssicherheit für europäische Blockchain-Projekte schaffen
thinkBLOCKtank: Experten wollen Rechtssicherheit für europäische Blockchain-Projekte schaffen
Regulierung

Führende europäische Blockchain-Experten vermelden die Gründung des thinkBLOCKtank. Die luxemburgerische Non-Profit-Organisation will die Expertise von einer Vielzahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringen.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Das ICO-Trilemma
Das ICO-Trilemma
ICO

Eine von der kanadischen Regierung finanzierte Studie hat die Probleme ausgemacht, mit denen sich ICOs konfrontiert sehen.

Geopolitik revisited: Russische Experten unterstützen Irans Krypto-Wirtschaft
Geopolitik revisited: Russische Experten unterstützen Irans Krypto-Wirtschaft
Regierungen

Die Russische Vereinigung für Kryptowährungen und Blockchain (RACIB) will den Iran künftig dabei unterstützen, ein Bezahlsystem für Digitalwährungen einzurichten.

SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
SEC-Bericht: Auch Paragon und Airfox von Strafzahlungen gegen ICOs betroffen
Regulierung

Wie am Freitag, dem 16. November bekannt wurde, haben sich zwei weitere ICOs nicht an die Vorgaben der US-amerikanischen Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) gehalten und eine formale Registrierung versäumt.

Ist Bitcoin tot? Das sagt die Szene
Ist Bitcoin tot? Das sagt die Szene
Szene

Man muss es so deutlich sagen: Der heutige Dienstag war brutal.

Angesagt

KPMG-Bericht sieht in Bitcoin & Co. enormes Potenzial
Invest

„Krypto-Assets haben Potenzial“. So leiten die Autoren ihren neuen Bericht über die Institutionalisierung von Krypto-Wertanlagen ein.

Podcast: Bitcoin doch kein Finanzinstrument? Kammergericht Berlin versus BaFin
Regulierung

Das Oberlandesgericht Berlin entschied Ende September 2018 zugunsten des Betreibers von bitcoin-24.com.

Bitcoin-Kurs crasht unter 5.000 US-Dollar
Märkte

Das Kursmassaker an den Kryptomärkten geht weiter. Nachdem am 19.

NKF Summit Berlin: Die Brücke zwischen Corporates und Start-ups
Szene

Auf dem NKF Summit treffen etablierte Corporates auf junge Start-ups.