China legt Hand auf das Bitcoin-Marketing, nicht aber auf den Dienst der Blockchain-Unternehmen

Peking Beijing 2008 China

Nur wenige Stunden nach dem Treffen der Peoples Bank of China (PBoC) mit diversen Bitcoin-Börsen des Landes, kommen neue Details zu den Gesprächen hinter verschlossenen Türen ans Tageslicht.

Einem Bericht des chinesischen Magazins Caixin zufolge, soll über die Akquise neuer Bitcoin-Kunden gesprochen worden sein. Die chinesische Zentralbank reklamierte die Neukundengewinnung der Startups. Hier sollen die Unternehmen darin eingeschränkt werden die Abwertung des Yuan zu propagieren, um so neue Bitcoin-Kunden zu gewinnen.

Einige der involvierten Börsen, die eine solche Strategie verfolgt haben, sollen ihre geplanten Marketing-Aktivitäten bereits eingestellt haben.

In dem Artikel wird weiter erwähnt, dass die Unternehmen dazu aufgefordert wurden die Know Your Customer (KYC) und Antigeldwäsche-Gesetztn einzuhalten. Zudem sollen Abstand von automatisierten Trading-Bots, die das Handelsvolumen in die Höhe treiben, halten, so Eric Zhao, Übersetzer der Chinese Academy of Science.

Ein Mitarbeiter einer regionaler Börse, der namentlich nicht genannte werden wollte, sieht die News als “keinen großen Deal” und nicht als Resultat möglicher Ängste, dass Bitcoin als Wettbewerber zur lokalen Währung Yuan gesehen wird.

Ein weiterer Mitarbeiter, der ebenfalls unbekannt bleiben will, kritisierte die Berichterstattung. Er sagt es wurden teilweise Fakten veröffentlicht die nicht neu sind und unlängst bekannt waren.

Erst kürzlich gab die chinesische Staatsverwaltung für Devisenhandel (SAFE) bekannt, Bitcoin unter dem Mandat der gegenwärtigen Kapitalflucht genauer untersuchen zu wollen.

Keine Auswirkungen auf Blockchain-Unternehmen

Die oben genannten Maßnahmen sollen keine Auswirkung auf die Arbeit von Unternehmen haben, die in Projekten zur Erforschung der Blockchain-Technologie hinter Bitcoin und anderen Altcoins tätig sind.

DJ Quinn, CEO des Blockchain-as-a-Service Startups BitSE sagt z.B., dass die News keinen Einfluss auf Unternehmen nicht-monetärer Blockhain-Anwendungen haben. Ein Gerücht was ebenfalls Verbreitung fand.

Tong Li, CEO des Bitcoin und Blockchain Nachrichtendienstes Circle China zeigte sich ebenfalls unbeeindruckt von den Maßnahmen und sieht keine Einschränkungen für das Unternehmen.

Dennoch sollte man die Ankündigung der Regierunge “genauestens weiterverfolgen”, so Li.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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