China: Zentralbank diskutiert eigene digitale Währung

Yuan

Die chinesische Peoples Bank of China (PBoC), Chinas Zentralbank, überlegt eine eigene digitale Währung einzuführen.

In einer Pressemitteilung vom 20. Januar erklärte die Bank, dass sich bereits Vertreter in Peking getroffen haben um alle Möglichkeiten zu diskutieren. Unter den Teilnehmern waren der Zentralbankchef Zhou Xiaochuan und Vizegouverneur Fan Yifei, sowie eine Gruppe von Analysten, Forschungseinrichtungen, Finanzinstitutionen, Berater und Experten.

Bemerkenswerterweise hat die Zentralbank bereits im Jahr 2014 ein Team zur Untersuchung von digitalen Währungen zusammengestellt. Dies soll nun auch die Resultate des Meetings in Peking ausarbeiten.

Zusätzlich wurde die PBoC von der Citibank und Deloitte über eine eventuelle Ausgabe einer digitalen Währung beraten.

Einer nicht offiziellen Übersetzung zufolge soll die Peoples Bank of China das Forscherteam dazu aufgefordert haben, “aktiv die wichtigen Resultate zu absorbieren” und “die strategischen Ziele der Zentralbank mit der Ausgabe der digitalen Währung weiter zu definieren”. Zudem soll das Team Schlüsseltechnologien und Anwendung für die Einführung der digitalen Währung ausfindig machen.

Auch wenn die chinesische Zentralbank keinen genauen Termin für die Einführung der digitalen Währung nennen wollte, so gab sie wenige Informationen darüber bekannt, welche Faktoren die Entwicklung vorantreiben.

Das Design der digitalen Währung, so die Zentralbank, soll wirtschaftlich, komfortabel, sicher und kostengünstig sein. Außerdem sei die “breite Abdeckung” ein wichtiger Faktor.

BTC-Echo

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Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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3 Kommentare zu “China: Zentralbank diskutiert eigene digitale Währung

    1. ich lebe seit 4 Jahren in China und Bitcoin ist hier eine große Nummer (80% aller Trades weltweit werden durch 3 Börsen in China getätigt, die größeten Mining Pools sind hier). Die Regierung hat aber den Banken Bitcoin-Verbot verordnet. Die beiden größten Online-Handelshäuser alibaba und taobao (wie amazon und ebay, nur viel größer) hatten Bitcoin schon integriert, als das Verbot kam.

      Jetzt will China denen halt ermöglichen eine digitale Währung zu erstellen, aber natürlich wollen sie (wie alle Banken und Politiker) die Volle Kontrolle darüber. Damit wird die Währung als alternative Währung obsolet (wie Du schon sagst), aber China hat schon immer seinen Kontrollzwang darin ausgelebt, neue Technologien unter staatlicher Kontrolle “neu zu erfinden”.

      Die chinesischen Miner und Trader wird das wenig kümmern, die haben ganz andere Motivationen als bei Taobao einen Toaster mit digitaler Währung zu bezahlen. Das Ganze wird einfach ne Luftnummer.

      Siehe auch hier: http://www.jens-schendel.com/2016/01/28/nachgedacht-moegliche-folgen-fuer-den-bitcoin-druch-die-von-china-angekuendigte-eigene-digitale-waehrung/

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