Chile startet Blockchain-Pilotprojekt im Energiesektor

Quelle: SANTIAGO, CHILE – FEBRUARY 11, 2017: General view of Plaza de Armas in city center. Santiago, Chile via Shutterstock

Chile startet Blockchain-Pilotprojekt im Energiesektor

Die chilenische Energiebehörde CNE setzt zur Aufzeichnung des lokalen Energiemarkts zukünftig auf Blockchain-Anwendungen. Das Pilotprojekt startet noch im April. Die Technologie soll Vertrauen schaffen und Investoren mehr Sicherheit bieten.
Die Blockchain hilft Vertrauen zu schaffen

Die Blockchain hilft Vertrauen zu schaffen

Die Behörde hofft auf eine höhere Genauigkeit der Daten und mehr Transparenz für alle beteiligten Akteure. Jeder Bürger erhält die Möglichkeit über eine grafische Benutzeroberfläche seine Daten online einzusehen und zu überprüfen. Die nationale Energiebehörde erklärt in einer Pressemitteilung, „[wir] haben uns entschieden, Blockchain als digitalen Notar zu verwenden“. Dieser „Notar“ soll trotz der hohen Menge an Daten deren Authentizität garantieren. Die höhere Transparenz ist ein wichtiger Schritt, um Korruption zu reduzieren oder gar zu eliminieren. Schließlich setzt das Land auf externe Investoren und die bevorzugen einen effizienten und vertrauenswürdigen Markt. Zudem genießt Chile bereits jetzt einen guten Ruf und gilt als eines stabilsten Länder in Südamerika.

Wie Chile die Blockchain anwendet

Das Pilotprojekt symbolisiert einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Vollautomatisierung der Datenerfassung. Ganz vollautomatisch ist das Projekt allerdings nicht. Ein Mitarbeiter der CNE muss zunächst die Daten manuell aus der bestehenden Energie-Plattform „Open Energy“ übertragen. Ein Algorithmus validiert dann die Genauigkeit der Daten und bildet einen Hash-Wert. Dieser Hash wird zuletzt auf eine ethereum-basierte Blockchain geschrieben.

Der zunächst während des Pilotprojekts zwischengeschaltete Faktor Mensch erhöht das Potenzial für (Flüchtigkeits-)Fehler. In Zukunft sollen die Daten automatisch an der Quelle erfasst und auf die Blockchain geschrieben werden. Aufgezeichnet werden beispielsweise die Kapazität der Stromnetze, die Energieerzeugung der privaten Haushalte (bspw. Solarenergie) und die jeweiligen Marktpreise. Später möchte man diesen Datensatz erweitern.

Die Blockchain als Aufstiegschance

Eine Messung in Echtzeit ermöglicht Start-ups, neue Lösungen für den Strommarkt zu entwickeln. Die fortschreitende Dezentralisierung der Stromerzeugung stellt den Markt vor unbeantwortete Fragen. Der sonnige Norden und windige Süden könnte nur zeitweise viel erneuerbare Energie gewinnen, müssen dagegen zu anderen Zeiten auf alternativen Quellen setzen. Systeme in Echtzeit helfen dabei, die Allokation effizienter umzusetzen.


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Die Energiebranche findet neben der Finanzbranche besonders viele Einsatzmöglichkeiten für Blockchain-Anwendungen. Die Anzahl der Betreiber ist gering und die Anzahl der Datensätze enorm hoch. Ähnlich wie bei Finanztransaktionen ist eine verlässliche und transparente Erfassung des Stromhandels wichtig für eine erfolgreiche Dezentralisierung des Energiemarkts.

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