Chile setzt auf Blockchain zur Kontrolle des landesweiten Stromnetzes

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die chilenischen Netzbehörden wollen künftig Blockchain-Software bei der Kontrolle des landesweiten Stromnetzes nutzen. Dies kündigte die zuständige Energiekommission des Landes (CNE) vergangene Woche auf ihrer Website an. Mit der Neuerung zielt die Behörde vor allem darauf ab, das Vertrauen von Investoren in die heimischen Stromnetze zu stärken. Die wachsende Wirtschaft des Landes hat den größten Energiebedarf Südamerikas, benötigt allerdings den Rückhalt externer Geldgeber.

Es ist der erste Versuch der Blockchain-Implementierung durch Chiles öffentliche Behörden und er zielt ins Herz der heimischen Wirtschaft. Vergangene Woche kündigte die Comisión Nacional de Energía an, künftig bei der Kontrolle der landesweiten Stromnetze auf Blockchain-Technologie setzen zu wollen. Die CNE ist dem Energie-Ministerium unterstellt und verantwortlich für die technische Ausgestaltung und für die Übertragungsqualität des Stromnetzes.


Ab diesem Monat sollen im Land mit der größten Nord-Süd-Ausdehnung weltweit nicht nur alle Kosten sowie Strommarkt-, und Benzin-Preise mithilfe von Blockchain-Software überprüft werden. Die Energiekommission will zudem die Einhaltung der chilenischen Energiegesetze und damit den Umweltschutz im ständigen Abgleich halten, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

„Die Nationale Energie Kommission hat die Entscheidung getroffen, bei der innovativen Technologie einzusteigen und die Blockchain als digitalen Notar zu nutzen. Dies erlaubt uns gegenüber den Informationen, die wir in unserem Open Data Portal bereitstellen, zu gewährleisten, dass sie nicht geändert oder modifiziert werden“,

so der Exekutiv-Sekretär Andreas Romero in der Pressemitteilung.

Dabei soll die Blockchain-Nutzung einerseits gegenüber der chilenischen Öffentlichkeit das Vertrauen in die Stromversorgung stärken. Anderseits soll diese in erster Linie Investoren als Rückendeckung dienen.

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Sicheres Stromnetz für wachsende Wirtschaft, explodierenden Energiebedarf

Dass es in den Augen der Regierung einer solchen Versicherung externer Investitionen bedarf, lässt der Blick in die Wirtschaft erahnen. So musste sich der chilenische Energiesektor in den letzten Jahren mit enormen Herausforderungen bei der Versorgungssicherheit konfrontiert sehen. Denn mit dem starken Wirtschaftswachstum des Landes, wächst auch der Energiebedarf enorm. So rechnen Experten damit, dass sich die Nachfrage nach Strom, Gas und Öl bis 2020 verdoppelt.

Insgesamt ist Chile schon heute das Land mit den höchsten Energiekosten Südamerikas. Für die exportorientierte Wirtschaft ist dies gegenüber günstiger produzierenden Nachbarn eine große Wettbewerbshürde.

Daher gehen Experten weiterhin davon aus, dass für das Wirtschaftswachstum vor allem die Vertrauenspflege gegenüber ausländischen Investoren entscheidend sein wird. Hier scheint die Stromnetz-Implementierung der CNE ansetzen zu wollen.

Während die Blockchain im Buche der chilenischen Behörden bis dato noch Neuland darstellt, gibt es im privaten Sektor des Landes bereits erste Versuche der Technologie-Nutzung. Seit vergangenem Jahr etwa beteiligt sich die Börse des Landes, die Depósito Central de Valores, an der IBM-geführten CSD Working Group. Diese hat sich das Ziel gesetzt, in Synergie mit Börsen weltweit Distributed-Ledger-Technologien für Shareholder-Versammlungen zu entwickeln.

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