Chaos in Venezuela: Können der Petro und der „souveräne“ Bolivar die Wirtschaft retten?

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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In der vergangenen Woche kündigte Venezuelas Präsident Maduro eine Währungsumstellung an, die den Bolivar entlasten und den Petro aufwerten soll. Im Vorfeld des Inkrafttretens stürzt der Bolivar jedoch weiter in den Keller, während die Unsicherheit innerhalb der Volkswirtschaft steigt. Ist die Reform der Geldpolitik in Venezuela bereits jetzt gescheitert?

Wie BTC-ECHO am 17. August berichtete, kündigte Nicolas Maduro an, die Rolle des Petro innerhalb der venezolanischen Volkswirtschaft aufzuwerten. So soll die Kryptowährung den Rang einer offiziellen Landeswährung haben und eine offizielle Rechnungseinheit darstellen. Diese soll fest an den Ölpreis gekoppelt sein. Auch den Bolivar will er modernisieren, indem er fünf Nullen auf den Scheinen streichen lässt und unter dem Namen Bolivar soberano (souveräner Bolivar) neu ausgibt.

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Im Vorfeld der Währungsumstellung wurden nun auch genaue Zahlen bekannt gegeben. So wird der monatliche Mindestlohn für alle Venezolaner auf 0,5 Petro festgelegt. Daraus ergebe sich zum ersten Mal seit Monaten eine feste Marke, mit der die Bevölkerung kalkulieren kann. Da ein Petro dem Preis eines Barrels Öl entspricht, der derzeit für 60 US-Dollar gehandelt wird, steigt der Mindestlohn also auf knapp 30 US-Dollar an.

Aufwertung des Petros bindet auch den Bolivar an den Ölpreis

Gleichzeitig wird auch der neue Bolivar soberano an den Petro gebunden. So soll ein Petro fest 3.600 Bolivar soberano (de facto 360 Millionen alte Bolivar) kosten. Dank der Ölpreisbindung des Petros ist somit auch der Wechselkurs des Bolivars zum US-Dollar fixiert und beträgt damit 600:1. Entsprechend passt Venezuela den offiziellen Wechselkurs, der zuvor bei 248.832 Bolivar pro US-Dollar lag, an den inzwischen real gehandelten Wert an.

Damit wird zum ersten Mal eine Kryptowährung zur maßgebenden Referenzgröße einer ganzen Volkswirtschaft. Die Bindung an den Preis eines Barrels Öl soll eine hohe Fluktuation der Währung verhindern. Der neu ausgegebene Bolivar soberano hingegen existiert künftig lediglich in Abhängigkeit vom Petro. Im Grunde ist dies also ein Schritt, um die Landeswährung über einen Umweg an den Ölpreis zu binden und die Hyperinflation so in den Griff zu bekommen.

Bolivar stürzt weiter ab

Am Wochenende vor der angekündigten Währungsumstellung fiel der Preis des Bolivars jedoch weiter. So betrug der reale Wechselkurs für einen US-Dollar – gemessen in Bitcoin – am 17. August noch 6,7 Millionen Bolivar, einen Tag später war er auf 9,2 Millionen Bolivar angestiegen. Oder besser gesagt: gesunken. Darüber kann auch die Augenwischerei der Regierung Maduro nicht hinwegtäuschen, die mit der Streichung von fünf Nullen wieder Normalität suggerieren möchte.

Auch sollte man die Aufwertung des Petros nicht mit einem Schritt in Richtung Krypto-Adaption verwechseln. Die Festlegung der Wechselkurse Öl zu Petro und Petro zu Bolivar hat in erster Linie die Funktion, den Preis des Bolivars an den Ölpreis zu binden. Die „Kryptowährung“ ist somit eher Mittel zum Zweck als ein ernsthafter Versuch, eine nachhaltige Krypto-Ökonomie aufzubauen.

BTC-ECHO

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