Chainalysis will Verbrechen im Bitcoin-Protokoll aufdecken

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Crime scene investigation - collecting evidence via shutterstock

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Chainalysis, eine Sicherheitsfirma, die unter anderem auf Sicherheitsfragen rund um die Blockchain spezialisiert ist, hat offenbar Möglichkeiten gefunden, illegale Aktivitäten über die Blockchain ausfindig zu machen. Durch die Anwendung eines forensischen Verfahrens wollen sie über die Hash Keys zur Identität hinter „verdächtigen“ Accounts kommen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Will man Bitcoin und die Welt der Kryptowährungen kritisieren, erfolgt schnell der Griff in die Klischee-Kiste. Bitcoin unterstützt Geldwäsche, finanziert terroristische Organisationen und macht auch sonstige illegale Aktivitäten möglich. Die vermeintliche Anonymität, die Bitcoin suggeriert, ist hier jedoch oft irreführend. Schließlich ist es ein pseudonymes System, das keinesfalls unangreifbar ist. Wie es momentan aussieht, kommt in diesem Zusammenhang nun auch die Trendwende: Das System kann gegen sich selbst verwendet werden.

Denn wie ein aktueller Bericht von Fortune nun suggeriert, kann die Bitcoin-Blockchain nun dabei helfen, Verbrechen aufzudecken. So seien es gerade „verdächtige Accounts“, die man aufdecken könne. Dazu hat die Blockchain-Sicherheitsfirma Chainalysis offenbar ein Verfahren entwickelt, um kriminelle Aktivitäten auf der Blockchain aufzuspüren.

Chainalysis trackt nun die alphanumerischen Hash Keys und vergleicht sie mit „verdächtigen“ Accounts. Darauf aufbauend kann die Strafverfolgung online auf Spurensuche gehen und im „besten“ Fall die reale Person hinter den Accounts aufspüren.

Chainalysis feierte bereits Erfolge


Chainalysis trug bereits 2015 dazu bei, korrupte FBI-Agenten zu entdecken. Im legendären Fall von Silk Road hatten zwei Agenten Bitcoin entwendet und sich damit über Umwege an den Einnahmen des DarkNet-Schwarzmarktes bereichert, der Bitcoin unter anderem zur Popularität verholfen hatte.

Michael Gronager, CEO von Chainalysis, meinte, dass es bei auf Privatsphäre ausgerichteten Kryptowährungen wie ZCash oder Monero schon deutlich schwieriger sei, diese zurückzuverfolgen.

Eine vollkommene Anonymität ist jedoch bei Kryptowährungen selten gegeben. Wenn man selbst darauf achten sollte, diese zu wahren und es die gegenüberliegende Partei damit nicht so ernst meinen sollte, ist eine Enttarnung möglich.

BTC-ECHO


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