CFTC nimmt Bitstamp, Kraken, itBit und Coinbase ins Visier

Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Emblem at the U.S. Commodity Futures Trading Commission in Washington,

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Die US-amerikanische Regulierungsbehörde CFTC untersucht vier Kryptobörsen. Die Exchanges Bitstamp, Kraken, itBit und Coinbase stehen in Verdacht, Preismanipulation im Kryptobereich betrieben zu haben. Aus der Commission kommen allerdings auch freundliche Stimmen gegenüber Kryptowährungen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die Commodities Futures Trading Commission (CFTC), eine der zwei großen US-amerikanischen Behörden zur Regulierung des Finanzmarktes, hat die Exchanges Bitstamp, Kraken, itBit und Coinbase zu einer Untersuchung vorgeladen. Dabei will man herausfinden, ob die betroffenen Kryptobörsen an Preismanipulationen am Kryptomarkt beteiligt waren.

Unregelmäßigkeiten bei den Bitcoin-Futures


Im Zentrum stehen die Bitcoin-Futures, die die Chicagoer Terminbörse CME Group vor einem halben Jahr auf den Markt gebracht hatte. Diese Bitcoin-Handelsoptionen ziehen ihren Wert von Kursen, zu denen der Bitcoin auf den vier besagten Kryptobörsen gehandelt werden. Die CFTC hat die Exchanges daraufhin angehalten, umfängliche Handelsdaten auszuhändigen, um zu überprüfen, ob die Preise der Futures durch Bewegungen auf dem Kryptomarkt gezielt manipuliert werden.

Wie das Wall Street Journal berichtet, spielt das Thema Preismanipulation bei den Bitcoin-Futures schon lange eine Rolle. Letzten Dezember hatte die CME von den vier Exchanges jene Daten angefordert, die die Grundlage für den Bitcoin-Preis der Futures bilden. Bitstamp, Coinbase, itBit und Kraken kamen dieser Aufforderung jedoch nicht nach und gaben Datenschutz- und Sicherheitsbedenken vor.

Die CFTC wiederum reguliert den Futures-Handel in den USA. Damit fallen auch die Bitcoin-Futures der CME in den direkten Zuständigkeitsbereich der Behörde. Die CFTC möchte verhindern, dass Preismanipulationen im Kryptobereich ein staatlich reguliertes Finanzprodukt berühren.

Die Meldungen zum Verdacht der Preismanipulation sowie zur Vorladung der vier Exchanges wird auch einen Teil zum aktuellen Kurssturz des Bitcoin und der anderen Kryptowährugen beigetragen haben. Am Sonntag war der gesamte Kryptomarkt um mehr als 10 Prozent gefallen. Laut einer Studie hatte der Handel mit Bitcoin-Futures schon einmal Mitschuld an einem Kursverfall getragen. So hatten viele Trader auf einen fallenden Kurs spekuliert – und diesen so herbeigeführt.

Freundliche Stimmen aus beiden Behörden

Die CFTC hat in der vergangenen Woche auch ihr krypto-freundliches Gesicht gezeigt. Rostin Behnam, Commissioner der CFTC, sprach in einer Rede davon, dass „virtuelle Währungen in jedem Land ein Teil der Volkswirtschaft werden wird.“ Behnam glaubt, dass Kryptowährungen einen transformativen Effekt bei der Bereitstellung von Finanzdienstleistungen für Bevölkerungsgruppen ohne Bankkonto haben. So kann Korruption durch mehr finanzielle Transparenz untergraben werden.

Auch Jay Clayton, Chairman der anderen großen Regulierungsbehörde in den USA, SEC, äußerte sich letzte Woche. Er glaubt, dass Bitcoin kein Wertpapier (Security) ist, da er als Ersatz für Staatswährungen fungiert. Anders sehe das bei ICOs aus, die er weiterhin als Securities ansehe.

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