CBOE: “Bitcoin-ETF für Privatpersonen interessant”

Quelle: Crypto currency and bitcoin or digital money concept : Gold coin with B symbol and electronic circuit, US USD 50 dollar, Ulysses S. Grant. Bitcoin is popular, decentralized, limited, hard to control. via shutterstock

CBOE: “Bitcoin-ETF für Privatpersonen interessant”

Der amerikanische Börsenbetreiber CBOE Global Markets befürwortet gegenüber der SEC die Einführung von Exchange Traded Funds (ETFs) auf Bitcoins. Die Kryptowährungen seien liquide genug und geeignet für Finanzprodukte, schreibt der CBOE-Vorsitzende Chris Concannon in einem Brief an die Börsenaufsicht SEC. Das Schreiben ist aufschlussreich, da sich die SEC noch vor ein paar Tagen für eine deutlich stärkere Regulierung ausgesprochen hat. Bisherige Anträge auf Zulassung von ETFs hatte die Börsenaufsicht abgelehnt oder eine Entscheidung vertagt.

Die CBOE ist der Überzeugung, dass ETFs für Anleger und Privatpersonen ein interessantes Instrument sind. Der Handel würde über die klassischen Börsen laufen und sei entsprechend reguliert und sicher. Zudem ist der Kauf von ETFs vergleichsweise einfach und transparent. Die Auslastung einiger Krypto-Börsen erschwerte außerdem zu Jahresbeginn den Handel mit Kryptowährungen. Ein weiterer Aspekt ist die Verbreitung von ETFs: Im Vergleich dazu wirken die Schritte bis zum ersten Bitcoin für Einsteiger mitunter noch abschreckend. Somit seien ETFs laut CBOE ein geeignetes Instrument, um Bitcoin noch mehr Menschen zugänglich zu machen.

Die beiden amerikanischen Börsen CBOE und CME bieten professionellen Investoren bereits seit einigen Monaten erfolgreich Bitcoin-Futures an. Beide Unternehmen sammelten über die Futures bereits Erfahrungen mit Finanzprodukten auf Bitcoin. Chris Concannon sieht die Entwicklungen der vergangenen Monate als sehr positiv und verspricht sich Ähnliches von ETFs. Futures sind aufgrund der hohen Mindestbeträge von mehreren Tausend Euro jedoch professionellen Investoren vorbehalten. ETFs wären also das erste regulierte Finanzprodukt auf Kryptowährungen für den Massenmarkt.

Concannon sieht keine Gefahr für Manipulation

Concannon bekräftigt damit die Experten-Einschätzung aus einer Anhörung im Kongress. Die geladenen Vertreter sahen den bestehenden rechtlichen Rahmen als ausreichend an, um ETFs auf Kryptowährungen zu genehmigen. Der CBOE-Vorsitzende glaubt, dass Bitcoin sich sehr ähnlich verhält wie bestehende ETFs auf Rohstoffe. Eine stärkere Anfälligkeit für Marktmanipulationen sieht Concannon ausdrücklich nicht. Das Handelsvolumen von Bitcoin ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt auf einem sehr hohen Niveau. In einigen Fällen sind Bitcoins ähnlich liquide wie konventionelle Rohstoffe. Aus Sicht der Börsenbetreiber spricht also alles für eine Einführung von ETFs – für Blockchain-Unternehmen gibt es diese Finanzprodukte bereits.

BTC-ECHO

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