Bug im Smart Contract: OKEx nimmt vorübergehend keine ERC20-Token an

Quelle: Computer Bug via Shutterstock

Bug im Smart Contract: OKEx nimmt vorübergehend keine ERC20-Token an

Die Krypto-Exchange OKEx setzt mit sofortiger Wirkung alle Einzahlungen von ERC20-Token aus. Als Grund dafür gibt die Seite einen Bug an, den man in Smart Contracts entdeckt hat. Dies gab der Support der Exchange am Nachmittag des 25. Aprils bekannt.

Gemessen am Umsatz ist OKEx derzeit die drittgrößte Krypto-Exchange der Welt. Ehemals chinesisch, ist sie nun in Hongkong beheimatet. In einem Blog-Post gab der Support der Exchange nun bekannt, dass ein neuer Smart-Contract-Bug entdeckt wurde, der „BatchOverFlow“ genannt wird. OKEx richtete sich dabei direkt an seine Kunden und erklärte ihnen, dass man vorübergehend und mit sofortiger Wirkung das Einzahlen von ERC20-Token stoppt.

„Wir setzen die Annahme aller ERC-20-Tokens aufgrund der Entdeckung eines neuen Smart-Contract-Bugs BatchOverFlow aus. Wenn sie diesen Bug ausnützen, können Angreifer eine große Anzahl an Token generieren und sie an einer normalen Adresse ablegen. Dies macht viele der ERC-20-Token anfällig für Preismanipulationen der Angreifer.

Um das Interesse der Öffentlichkeit zu schützen, haben wir beschlossen, die Annahme aller ERC-20-Tokens bis zur Behebung des Fehlers auszusetzen. Außerdem haben wir die betroffenen Token-Teams kontaktiert, um Nachforschungen anzustellen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Angriff zu verhindern“,

heißt es in dem Statement.

Einlagen sind sicher

Zugleich entschuldigte sich OKEx für die Unannehmlichkeiten, die es seinen Kunden dadurch bereitete. Eine bereits in Auftrag gegebene Einzahlungsanfrage wird bearbeitet, sobald die Einzahlungssperre wieder aufgehoben ist. Um die betroffenen Token müssen sich die Besitzer also keine Sorgen machen.

Die Nachricht des Smart-Contract-Bugs kommt einen Tag nach der Phishing-Attacke auf MyEtherWallet. Auch am gestrigen Tag waren Einlagen von ERC20-Token in Gefahr, als unbekannte Angreifer die DNS der Seite gehackt hatten. Nutzer einer Google DNS waren davon betroffen und wurden auf eine Fake-Seite umgeleitet.

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