BTC-Kursanalyse KW 28 – Den Kurs zieht es in den Keller

Der Kurs ist die Woche über gefallen und steht aktuell auf meinem Wert von 1788,15 EUR (2050,53 USD), dem tiefsten Wert seit Ende Mai. 

Zusammenfassung

  • Der Bitcoin-Kurs ist die Woche über gefallen.
  • Zwischen 12. und 14. Juli wurde dieser Downtrend getestet, jedoch hielt diese Resistance.
  • Wichtigste Resistances stehen bei ungefähr 2.200 Euro (ungefähr 2.500 US-Dollar) und 2.000 Euro (ungefähr 2.300 US-Dollar); Wichtigster Support steht bei ungefähr 1.600 Euro (ungefähr 1.800 US-Dollar)

Die kommenden Netzwerk-Änderungen von Bitcoin verunsichern die Investoren, so dass der Kurs nach dem ohnehin sehr blutigen Montag seinen Abwärtstrend weiter fortgesetzt hat. Zwar versuchte der Kurs in den letzten Tagen diesen Trend zu durchbrechen, jedoch ist er an diesem mehrfach gescheitert. Schließlich ist gestern den Bullen die Luft ausgegangen, so dass der Kurs an dem Abwärtstrend stark abprallte und nun bei 1.788,15 EUR (2.050,53 USD) steht.

Der MACD (zweites Panel von oben) ist negativ. Die MACD-Linie (blau) liegt unter dem Signal (orange) und bestätigt die bearishen Signale von Kurs und Trend.

Mit 20 werden durch den RSI (drittes Panel von oben) diese bearishen Aussagen bestätigt; inzwischen ist der Indikator im überkauften Bereich.

Insgesamt sind die Anzeichen also eindeutig bearish. Ein wirklicher Support ist in diesem Zeitfenster nicht ausmachbar (Dass Bitcoin sich nun nicht im freien Fall befindet, wird sich bei der weiteren Kursbetrachtung zeigen). Die wichtigste Resistance, dessen Durchbrechen für eine Kurswende sprechen würde, wird durch den Abwärtstrend beschrieben und liegt aktuell bei 2.033,10 EUR (2.331,30 USD). Weitere wichtige Resistances auf dem Weg dorthin sind durch die gleitenden Mittelwerte beschrieben und liegen bei 1.931.69 EUR (2.215, 13 USD) und 1.985,53 EUR (2.276,87 USD) .

Die langfristige Kursentwicklung

Betrachten wir zur weiteren Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen als erstes den 240min-Chart:

Auch der 240min-Chart ist von einem Abwärtstrend geprägt, der jedoch nicht so steil wie der zuvor besprochene ist. Auch dieser wurde bisher mehrfach ohne wirklichen Erfolg getestet, was am Bloody-Monday zu einem massiven Kurssturz führte.

Der MACD ist weit im negativen Bereich, entsprechend liegt auch die MACD-Linie unter dem Signal. Der RSI ist mit 20 ebenso überverkauft wie im 60min-Chart. Mittelfristig ist die Situation also ebenso bearish wie im 60min-Chart. Auch hier kann noch kein eindeutiger Support benannt werden, Resistance liegt hier höher als im Fall vom 60min-Chart: Eine Trendwende wäre bei einem Durchbruch über 2.209,47 EUR (2.533,67 USD) erreicht, vor dieser wären ein Überwinden von EMA42 und EMA84 wichtige Meilensteine. Der EMA42 fällt diesbezüglich mit dem im 60min-Chart angesprochenen Trend zusammen , so dass die entsprechende Resistance bei 2.033,10 EUR (2.331,30 USD) liegt. Die durch den EMA84 beschriebene Resistance liegt schließlich bei 2.102,60 EUR (2.411,11 USD).

Betrachten wir zum Abschluss den 1D-Chart:

Eindeutig zu erkennen ist, dass der seit März beschrittene Aufwärtstrend endgültig durchbrochen ist – die Prognose hinsichtlich eines Head-and-Shoulder-Patterns vor einigen Wochen hat sich entsprechend bestätigt. Neben dem schon diskutierten Abwärtstrend und den seit März 2017 beziehungsweise Oktober 2016 beschrittenen Aufwärtstrends ist rot noch eine weitere Linie eingezeichnet, welche die Resistance, welche durch die ersten zwei Kursmaxima des Jahres gebildet wurde, darstellt. Wie es sich zeigt, fällt diese aktuell mit dem 50%-Fib-Retracement-Level bei 1.603,67 EUR (1.838,98 USD) zusammen und stellt somit einen wichtigen Support dar.

Der MACD nun sowohl bezüglich der MACD-Linie als auch bezüglich des Signals im negativen Bereich. Diese bearishe Sicht wird durch einen RSI, der 32 liegt, bestätigt.

Insgesamt ist die Prognose, was Bitcoin betrifft, sehr bearish. Für eine wirklich längerfristige Trendwende würde ein Überschreiten der genannten Resistances sprechen. Der genannte Support scheint ein recht starker zu sein, so dass man hoffen darf, dass der Kurs an diesem abprallt.

[maxbutton id=”4″]

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Bild auf Basis von Daten von coinbase.com

Über Philipp Giese

Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet nebenberuflich als Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Zudem engagiert er sich aktiv für die Krypto-Community – sowohl online als zentraler Ansprechpartner im Slack-Channel von BTC-ECHO als auch offline als Speaker und Interviewer pflegt er stets den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären. Der promovierte Physiker kann auf jahrelange Berufserfahrung als Projektleiter und technologischer Berater zurückgreifen. Philipp begeistert sich dabei seit vielen Jahren nicht nur für die technologische Dimension von Kryptowährungen, sondern auch für die dahinterliegende sozioökonomische Vision.

Bildquellen

Ledger Wallet schützt deine Bitcoins

2 Kommentare zu “BTC-Kursanalyse KW 28 – Den Kurs zieht es in den Keller

  1. Durch die erhöhten Angstverkäufe wird der Abwätstrend noch deutlich höher ausfallen . Das Ende der Abwärtsbewegung ist somit sicher noch nicht erreicht .

  2. Genau, die ganz oben eingestiegen sind, müssen sich jetzt ganz
    schnell mit Verlust wieder schleichen, – es amüsiert mich.

    Wie sagte kürzlich eine Oma Chinesin in einem anderen Zusammenhang, es gibt ein Recht auf Dummheit.

    Na, wenn das so ist, ich bin entspannt!

    Liebe Leute, diejenigen die verkaufen während das Blut in den
    Straßen steigt, sollten zum Arzt gehen und wer in der Mittel- bis
    Endphase des Höhenflugs gekauft hatte, der hat sein Recht auf
    Dummheit voll wahrgenommen und muss sich jetzt nicht beschweren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.