Brexit: Blockchain soll No-Deal-Szenario entschärfen

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Während der Brexit in greifbare Nähe rückt, wird eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland immer wahrscheinlicher. Ein Unternehmen hat nun einen Vorschlag zur Bewältigung des sich anbahnenden logistischen Albtraums unterbreitet, den die Einführung von Zollkontrollen an der irisch-nordirischen Grenze mit sich bringen wird. Die Blockchain-Technologie soll dem No-Deal-Szenario den Schrecken nehmen. Die Reaktionen fallen gemischt aus.

Der Brexit steht vor der Tür: Am 31. Oktober wird Großbritannien aller Voraussicht nach die Europäische Union verlassen. Dennoch ist offen, wie eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland vermieden werden kann. Aktuell brüten Brüssel, Dublin und Belfast über einen neuen Vorschlag des britischen Premierministers Boris Johnson: Nordirland soll zwar die europäische Zollunion verlassen, den EU-Binnenmarkt jedoch nicht vor 2024. Aus Dublin und Brüssel gibt es bereits Kritik. Die irische Ministerin für EU-Angelegenheiten Helen McEntee unterstellt Johnson Rosinenpickerei:

Es geht wieder darum, bestimmte Teile des Binnenmarkts auszuwählen, die in Nordirland angeglichen werden sollen. Es geht um eine Frist, die wiederum nicht akzeptabel ist,


so McEntee gegenüber dem Guardian.

Ein No-Deal-Brexit, mit dem Johnson nach eigenem Bekunden kein Problem hätte, wird damit immer wahrscheinlicher. Da an den EU-Außengrenzen Zollkontrollen obligatorisch sind, würde der „harte Brexit“ den freien Waren- und Personenverkehr zwischen Irland und Nordirland erheblich beeinträchtigen. Schätzungsweise 72 Millionen Fahrzeuge passieren jährlich die irisch-nordirische Grenze, über die sich auch Lieferketten von Unternehmen spannen. Durch die drohenden Grenzkontrollen bahnt sich eine logistische – und bürokratische – Mammutaufgabe an.

Brexit: No Deal, no Problem – dank Blockchain?

Ein britisches Unternehmen ist der Auffassung, dass der Einsatz der Blockchain-Technologie dabei helfen kann, den flüssigen Warenverkehr zwischen Irland und Nordirland aufrechtzuerhalten. Der Vorschlag der Firma Eland sieht ein blockchainbasiertes System für den Güterverkehr vor. Es beinhaltet computergesteuerte Container und ihre Verfolgung mittels GPS-Daten. Um Manipulationen zu unterbinden, soll die Aufzeichnung aller relevanten Daten über eine Blockchain erfolgen.

Im Wesentlichen handelt es sich um ein Zolllager auf Rädern, das den gordischen Knoten durchschneidet, wie das Vereinigte Königreich sowohl die EU verlassen als auch die im Karfreitagsabkommen festgelegten Garantien einhalten kann,

erklärt Eland CEO Charles Le Gallais gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, habe der Eland-Vorschlag gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während ein Vertreter der britischen Regierung sich dankbar für jeden Vorschlag zur Aufweichung einer harten Grenze zeigte, gibt sich ein Vertreter der nordirischen Industrie skeptisch.

Wenn dies eine tragfähige Idee wäre, würden die Grenzen zwischen Schweden und Norwegen, den USA und Kanada sie bereits nutzen, und beide sind weltweit führend in der Transporttechnik,

argumentiert Stephen Kelly, Chef des Branchenverbandes Manufacturing Northern Ireland. Er übersieht dabei, dass die Blockchain-Technologie gerade in der Logistik zunehmend zum Innovationsmotor wird.

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