Brave: Zwölfter Rang in Startup-Ranking

Quelle: KONSKIE, POLAND - JUNE 02, 2018: Brave Browser app on Google Play Store website displayed on smartphone hidden in jeans pocket via Shutterstock

Brave: Zwölfter Rang in Startup-Ranking

Vor zwei Jahren noch hagelte es Kritik an Brave, dem Browser von Mozilla-Gründer und Java-Script-Erfinder Brendan Eich. Der Vorwurf: Der integrierte Adblocker ruiniere das Geschäft mit der Werbung. Auch der Herausgeber des Wall Street Journal stimmte seinerzeit noch in den Jammerchor ein. Trotzdem: Am 12. Juni bescherte das WSJ Brave in seinem Ranking der 25 wichtigsten Tech-Startups den zwölften Platz. 

Brave verspricht seinen Benutzern vor allem eines: den Schutz ihrer Privatsphäre. Dazu gehört auch, dass der Browser keine persönlichen Daten abfischt. Deswegen sind Funktionen zum Blocken von Werbung und Ad-Tracking standardmäßig in den Browser integriert. Sehr zum Missfallen der Verleger: Diese warfen Brave-Chef Brendan Eich vor, sein Browser beraube sie ihrer Haupteinnahmequelle, der Werbung. In einem offenen Brief wurde Eich gar eine Unterlassungsklage angedroht. Zu den Unterschreibern des Briefes gehörte auch ein Vertreter von Dow Jones & Company, dem Herausgeber des Wall Street Journal.

Brave und Dow Jones

Der Groll scheint indes passé zu sein: Im April dieses Jahres wurde bekannt, dass Brave Software eine Partnerschaft mit Dow Jones eingehen wird; frei nach dem Motto „If you can’t beat them, join them“. Die neuen Freunde wollen mit ihrer Zusammenarbeit erreichen, dass Content-Produzenten auf ihre Kosten kommen, ohne dabei die Privatssphäre des Rezipienten zu verletzen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die von Brave in einem rekordverdächtigen ICO ins Leben gerufene Kryptowährung BAT. Die Benutzer können bei teilnehmenden Medien nun selbst darüber entscheiden, ob sie eine Werbung ansehen möchten oder nicht. Der Clou: Für jede angesehene Werbung erhält der User eine kleine Belohnung in Form von BAT. Die Token kann der Benutzer dann beispielsweise an Content-Produzenten spenden oder er erkauft sich mit ihnen den Zugang zu Premium-Inhalten.

Brave hat sich damit einer Problematik angenommen, die so alt ist wie die erste Pop-up-Werbung. Insofern kann die gute Platzierung des Browsers im WSJ-Ranking durchaus ihre Berechtigung haben. Nur eines sollte man eben im Hinterkopf behalten: Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt auch, was gespielt wird.


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