Brave nimmt Kampf gegen Google auf

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die Macher von Brave, dem auf Privatsphäre spezialisierten Internet-Browser, haben in Irland und Großbritannien Klage gegen den Branchenriesen Google eingelegt. Inhalt ist die vermutete Verletzung von Privatsphäre-Rechten gemäß der neuen DSGVO-Richtlinien durch das Unternehmen. In Deutschland und Frankreich lässt Brave Google gleich komplett fallen und steigt auf die Suchmaschine Qwant um.

Brave, bekannt für seinen Browser, der einen hohen Wert auf Privatsphäre legt und automatisch Werbung blockiert, hat Google den Kampf erklärt. Ausgehend von der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat Brave in Dublin und London Klage gegen den amerikanischen Internetkonzern eingelegt. Dabei geht es in erster Linie um den Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Jedoch wird auch die Marktmacht des Konzerns bei der Beschwerde eine Rolle spielen.

So richtet sich die Anklage offiziell gegen Google und andere „ad tech“-Unternehmen. Als Kläger treten Dr. Johnny Ryan von Brave, Jim Killock, Executive Director der Open Rights Group, und Michael Veale vom University College London auf. Sie wollen die europäischen Behörden auf “eine massive und andauernde Datenpanne“ aufmerksam machen, die „jeden Internet-Nutzer betreffe.“

Personalisierte Werbung als Zeichen für Datenmissbrauch

Diese Datenpanne wird durch personalisierte Werbung (sogenannte „behavioural“ ads) deutlich, die Nutzer beim Besuch verschiedener Websites präsentiert bekommen. Dies ist möglich, da sensible Daten an Unternehmen und Werbeträger weitergegeben werden. Diese Datenweitergabe verstößt laut der Klageschrift jedoch gegen die DSGVO-Richtlinien, da die Daten so nicht vor unautorisiertem Zugriff geschützt sind.


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Dazu wird Artikel 5 Absatz 1 der DSGVO herangezogen. Dort heißt es in Punkt f: Personenbezogene Daten müssen „in einer Weise verarbeitet werden, die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleistet, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen.“

Die Kläger räumen ein, dass Google und andere Unternehmen in der Online-Werbeindustrie die Sicherheit der weitergegebenen Daten eben nicht gewährleisten können. Gemäß DSGVO dürfte es diesen Unternehmen also gar nicht erst erlaubt sein, diese Daten überhaupt erst einzusammeln und zu erheben. Trotzdem habe Google bisher keine Schritte eingeleitet, auf die Gesetzgebung zu reagieren.

Von Google zu Qwant

In Deutschland und Frankreich geht Brave noch einen Schritt weiter. Künftig will man komplett ohne die Dienste des Suchmaschinen-Giganten Google auskommen. Dafür integriert das Unternehmen zukünftig die Alternative Qwant. Qwant ist eine Suchmaschine, die ähnlich wie Brave selbst den Schutz der Privatsphäre der Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Man kann bei der Kooperation von Brave und Qwant also durchaus von einer Art Liebesheirat sprechen.

BTC-ECHO

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