Braucht Bitcoin ein eigenes Silicon Valley?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Silicon Valley

Quelle: © Aaron Rohr, Fotolia

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Würde Bitcoin genauso von einer geografischen Nähe profitieren wie die Technologie-Branche? Der Silicon Valley Veteran und Investor Mark Andreessen widmete sich in einem Artikel unter dem Namen “Was benötigt es um ein neues Silicon Valley zu schaffen?”, genau diesem Thema.

h ein Junge war, suchte er den Namen “William Hewlett” im örtlichen Telefonbuch und es gelang ihm tatsächlich den Gründer Von Hawlett-Pack an das Telefon zu bekommen.  Der Technologe unterstützte den späteren Apple-Computer Erfinder indem er ihm einen Ferienjob anbot, ein paar Computerkomponenten schenkte und ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.


Würde Bitcoin genauso von einer geografischen Nähe profitieren wie die Technologie-Branche? Der Silicon Valley Veteran und Investor Mark Andreessen widmete sich in einem Artikel unter dem Namen “Was benötigt es um ein neues Silicon Valley zu schaffen?”, genau diesem Thema.

“Stellt euch doch z.B. ein Bitcoin Valley vor. Ein Ort in dem ein Land die digitalen Währungen für alle finanziellen Funktionen vollständig legalisiert.”

 
Venture-Kapitalist Tim Draper, der erst kürzlich 30.000 Bitcoin bei der Silk Road Auktion ersteigert hat, sagt er sehe innerhalb von Silicon Valley bereits eine sich formierendes Bitcoin Valley.

Bitcoin ist nicht High-Tech

Eine Konzentration von Talenten und der einfache Austausch von Ideen ist gut für eine jede aufstrebende Branche. Doch Bitcoin ist so anders als High-Tech, dass man nicht ganz genau sagen kann ob das, was für die ein Branche gut ist, auch gleichzeitig auf Bitcoin zutrifft.  Anders als Chip- und Komponenten-Hersteller die Silicon Valley ausmachen, benötigen Bitcoin-Unternehmen keine physischen Manufakturen oder R&D Labore um agieren zu können. Außerdem fühlt es sich irgendwie ironisch an den Hauptsitz einer global verteilten Branche geografisch festzunageln, deren größte Tugend die uneingeschränkte geografische Verteilung der Nutzer ist.

“Bitcoin Valley kann überall da sein wo du es gerade haben willst,” scherzte Draper in einer e-Mail.

Die meisten Bitcoin-Anhänger haben eine gespaltene Meinung gegenüber dem Silicon Valley Konzept. Auf der einen Seite sagen sie, es könnte ganz hilfreich sein, aber auf der anderen Seite fragen sie sich, ob es überhaupt notwendig ist.

“Das Internet existiert bereits und jeder kann mit jedem von jedem Ort der Welt kommunizieren,” so der Bitcoin Evangelist Roger Ver.

Der Talentpool lebt

Wenn es nach Hemant Taneja von General Catalyst Partners geht, müssen sich auch in einer weit zerstreuten Welt die Unternehmen danach richten, wo der Talentpool am tiefsten ist. Für Bitcoin kommen da gleich mehrere Städte in Frage.

“New York würde Silicon Valley in Sachen Geld den Laufpass geben,” so Taneja und verweist auf die Talenttiefe des Big Apples in der Finanzbranche.

Taneja weiter:

“Man kann die Talente von zwei Standpunkten aus betrachten. Wenn es darum geht Bitcoin verbraucherorientiert zu gestalten und die richtigen Unternehmen zu finden, ist Silicon Valley wahrscheinlich der richtige Ort. Wenn es jedoch um das Verständnis und die Wertschätzung der Regulierung und der Compliance der Finanzinstrumente geht, wage ich zu behaupten, dass New York genau den richtige Ort für den Talentpool bietet.”

Eine verteilte Branche

Meyer “Micky” Malka, Gründer von Ribbit Capital und Kapitalgeber von Coinbase und anderen Bitcoin-Unternehmen sieht eine eher verteilte Zukunft in der Bitcoin-Branche. Eine Zukunft in der Unternehmen da entstehen, wo sie benötigt werden.

Mit seinem Hintergundwissen aus internationalen Finanzunternehmen sieht Melka einige Schmerzpunkte in den Entwicklungsländern; für Unternehmen in Entwicklungsländern kann es etwas länger dauern bis sie finanzielle Unterstützung erhalten, aber es wird passieren:

“Auf der ganzen Welt sehen wir viele gute Ideen, aber das benötigte Kapital fließt derzeit noch sehr zentral in das Silicon Valley.”

Bitcoin Valley

Eigentlich kann jeder Ort seinen Hut als möglicher Bitcoin Valley Gastgeber in den Ring werfen. Bitcoin Insider beraten jetzt hoffnungsvoll lokale und nationale Behörden, um die traditionellen ersten Schritte wie finanzielle Anreize und R&D Zentren zu überspringen und ein Bitcoin freundliches, regulatorisches Klima für Bitcoin-Unternehmen zu schaffen.

Draper warnte:

“Unsere Regierung muss  Banken den Bitcoin-Handel erlauben, ansonsten werden wir das ganze Geschäft an andere Länder verlieren.”

Andere Länder konkurrieren mit der USA um das Bitcoin-Innovationszentrum mit innovativen Regulierungsansätzen.

“Wenn man dem Finanzsektor etwas mehr experimentellen Spielraum gestatten würde, könnten die Länder die über keine stabile Währung (geschweige denn Banken) verfügen, viel einfacher ihr Geld aufbewahren oder über Grenzen hinweg transferieren,” so Adreessen. “Orte wie diese würden durch Bitcoin regelrecht einen Inovationssprung machen.”

Ver sagt er sei gerade in einem karibischen Rechtssystem involviert, das eine Bitcoin freundliche Umgebung und damit ein Bitcoin-Hub schaffen soll.

Ver: “Ich selbst und viele andere Bitcoiner auf der Welt würden überall dahin ziehen, wo es gute Konditionen gibt.”

Teneja wies aber nochmals darauf hin, dass egal wie gut die lokalen Bedingungen auch sind, die Bitcoin Unternehmen werden sich immer in der Nähe der notwendigen Talente niederlassen. Wenn es jemals ein Bitcoin Valley geben wird, wird es wahrscheinlich an einem Ort geschaffen, der eine Mischung beider Vorteile bietet:

“Staaten mit den richtigen Talenten werden einen großen Vorteil haben, wenn sie eine Bitcoin freundliche Umgebung schaffen.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Carrie Kirby via Coindesk

Image Source: Fotolia

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