Bowhead Health: Blockchain in der Medizintechnik

Bowhead Health: Blockchain in der Medizintechnik

Die Blockchain-Technologie hat sich bisher nicht sehr groß in der Medizintechnik hervorgetan. Das Unternehmen Bowhead Health möchte dies mit ihrem neuen Konzept, einem biometrischen Testgerät mit Blockchain-Anbindung, ändern.



Die Ausgaben für Gesundheitskosten sind enorm und seit Jahren ansteigend. Gleichzeitig lässt sich ein Trend erkennen, der versucht den einzelnen Patienten stärker als bislang in den Vordergrund zu stellen, indem individuellere Medikationen und Behandlungen verschrieben werden. Kurz um: Aus immer mehr Daten und Analysemethoden wird versucht eine möglichst maßgeschneiderte Behandlung zu ermöglichen.

Mit dem Anwachsen der persönlichen Gesundheitsdaten stellt sich auch die Frage nach der Aufzeichnung und Sicherung, um die Privatsphäre des Einzelnen zu schützen. Genau hier versucht Bowhead Health anzusetzen, da ihr neues Produkt jedem ermöglicht seine Gesundheitsdaten anonym zu verwalten und für Analysezwecke zu nutzen.

Dem Nutzer steht es dabei frei, welche Daten er frei gibt und welche nicht. Der Patient behält also die Möglichkeit zu entscheiden, welche Daten er an die Öffentlichkeit, also vor allem Ärzte und Versicherungen, weitergibt und welche nicht. Über einen Smart Contract kann der Nutzer die Schnittstelle zwischen öffentlich und nicht öffentlich steuern.

Wie funktioniert das Bowhead Produkt?

Das Bowhead Endgerät verfügt über mehrere Schnittstellen und kann mit sämtlichen Informationen versorgt werden, um bessere Analysen zu ermöglichen. In der Anfangsphase geht es vor allem darum, auf Basis der hinterlegten bzw. verfügbaren Informationen, die optimale Dosierung von beispielsweise Nahrungsergänzungsmitteln zu finden.

Das Ganze wird über eine App (iOS oder Android) verwaltet und bedient, wo drüber der Nutzer die Möglichkeit hat mit Fachleuten zu interagieren, Daten zu checken und Gesundheitspläne aufzustellen.

Whitepaper und ICO

Um einen kommerziellen Rollout zu ermöglichen plant das Unternehmen ein ICO, wo 40 Millionen der insgesamt 100 Millionen Token verkauft werden sollen. Im Whitepaper wird auch von dem bestehenden Prototypen berichtet, dessen Entwicklung in den letzten anderthalb Jahren stattgefunden hat.

Inwiefern es sich hierbei um eine substanzielle, medizintechnische Lösung handelt, die einen wirklichen Mehrwert bietet, muss jeder selbst entscheiden. Wer sich mehr über das Produkt und den ICO informieren möchte, kann dies auf der Webseite von Bowhead Health tun.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Ähnliche Artikel

Bahamas planen eigene Kryptowährung

Vizepremierminister und Finanzminister K. Peter Turnquest gab am 20. Juni auf der Bahamas Blockchain and Cryptocurrency Conference bekannt, dass die Zentralbank der Bahamas plant, eine eigene Kryptowährung zu emittieren. Doch es soll nicht bei einer staatlichen Digitalwährung bleiben. Auch die Blockchain-Technologie soll in umfangreichem Maße zum Einsatz kommen und die Bahamas zum „digitalen Paradies“ erheben. Staatliche Kryptowährung […]

China: EOS dominiert Regierungsranking

Das regierungsnahe Centre for Information Industry Development (CCID) hat zum zweiten Mal Kryptowährungen und Blockchainprojekte miteinander verglichen. Dabei hat EOS den Gewinner des Vormonats, Ethereum, vom Thron gestoßen. Bitcoin rutscht von Rang 13 auf den 17. Platz.  Die Experten bewerteten 30 Ledgers anhand der Kriterien Technologie, Anwendbarkeit und Innovation. Mit den besten Bewertungen in den […]

Schweizer Zentralbank-Vertreter: Interesse an staatlichen Kryptowährungen schwindet

Thomas Moser von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sieht ein abnehmendes Interesse von Nationalstaaten an eigenen Kryptowährungen. So hätten viele ursprünglichen Interessenten Abstand von der Idee genommen, da sie zu viele Risiken bürge. Währenddessen bewegen sich auf den Bahamas Staat und Zentralbank in die Richtung eines Pilotprojekts. Eine Zeit lang hatte es so ausgesehen, als ob […]

Krypto-Mining: Nvidia bleibt auf seiner Hardware sitzen

Gute Zeiten für alle Käufer von Grafikkarten, schlechte für die Hersteller: Die Preise für Grafikkarten fallen, die Nachfrage befindet sich im Keller. Einer der führenden Erstausrüster aus Taiwan schickte 300.000 Chips an Nvidia zurück. Diese konnte man aufgrund der Verkaufseinbrüche nicht verbauen. Offenbar hat Nvidia sowohl die Nachfrage von Gamern als auch von Personen überschätzt, […]