Börse BTC-e nennt Ethereum Classic “Betrug”

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Die Welt der Kryptowährungen scheint seit Ethereum und Ethereum Classic ziemlich geteilt zu sein. Die Kryptowährungs-Plattform BTC-e ging sogar so weit Ethereum Classic als “Betrug” und “Schwindel” zu kennzeichnen. Sie selbst haben keine Pläne ETC zu unterstützen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Danny de Boer

Dennoch scheinen viele ETH Nutzer Ether für Anlagen zu bekommen, die vor dem Hard Fork gemacht worden sind. Wird das Unternehmen die Anlagen an ihre rechtmäßigen Besitzer zahlen, oder werden sie ETC behalten und den Profit einfahren?

BTC-e spielt ein sehr gefährliches Spiel

Persönliche Gefühle sollten niemals überhand über den allgemeinen Geschäftssinn bekommen, erst recht nicht in der Welt der Kryptowährungen. Die BTC-e Börse schießt sich mit der Aussage Ethereum Classic sei Betrug ins Knie. Diese Anschuldigungen verfolgen Unternehmen meist über eine lange Zeit. Ethereum Classic ist dasselbe wie die Ethereum Blockchain, aber ohne die Unterstützung des Hard Forks.

Soweit hat Ethereum Classic einen großen Support von Community Mitgliedern erhalten. Darüber hinaus arbeiten verschiedene Unternehmen an der Integration von ETC auf ihren Plattformen oder in ihren Produkten. Wäre dieses Projekt wirklich ein Schwindel, wie BTC-e behauptet, würden keine dieser Bestrebungen umgesetzt, geschweige denn geplant werden. Tatsächlich fußen diese Behauptungen lediglich auf persönliche Vorurteile.

“BTC-e’s offizieller Standpunkt zu den Umständen ist der folgende: Ethereum Classic in den jetzigen Umständen ist ein Schwindel. Die Ethereum Community entschied den Hard Fork, um auf eine neue Chain umzusteigen. Alle größeren Pools und Börsen (einschließlich BTC-e) haben das getan. Am zweiten Tag nach dem Start des ETC-Handels bekam BTC-e eine Benachrichtigung von Poloniex, wonach wir die ETCs in unserem ETH Wallet sichern sollten. Als diese Benachrichtigung eintraf wurden viele der Coins bereits von unseren Nutzern zu Poloniex geschickt. Im Grunde waren also fast keine dieser Coins mehr in unserem Wallet.”


Dies ist ein interessantes Statement, wobei BTC-e behauptet, dass die Nutzer ihre ETC-Anlagen zur Poloniex Börse geschickt haben. Und dennoch, das Unternehmen bietet keinerlei Beweise für diese Behauptungen. Diese Geschichte geht nicht auf. BTC-e behauptet sie können an der Situation nichts ändern, wobei aber einige ihre Anlagen zurück haben wollen.

Es bleibt interessant zu sehen wie sich das Szenario für BTC-e entwickelt, da sie nicht die einzige Börse ist die viel Gegenfeuer wegen Ethereum Classic bekommt. Coinbase verliert an allen Ecken und Kanten Anlagen zurzeit, da dort noch nicht das Problem mit Ethereum Käufen und Auszahlungen behoben wurde. Peter Todd erwähnte sogar auf Twitter, dass dies eine Börse relativ schnell in den Ruin treiben kann.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von JP Buntinx via newsbtc.com


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