Blockchain-Unternehmen – Gendergap noch größer als in anderen Techunternehmen

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Wie steht es um das weibliche Geschlecht in der Blockchain-Industrie? Dieser Frage hat sich die Plattform LongHash angenommen – und dabei Ernüchterndes in Bezug auf die Gendergap festgestellt. Die Untersuchungsmethoden haben allerdings noch Verbesserungspotential.

In Deutschland macht der weibliche Anteil aller Führungskräfte knapp ein Drittel aus – sagt die Statistik. Das ist natürlich ein Durchschnittswert und macht keine Aussagen über die Verhältnisse in den einzelnen Branchen. Wie die Geschlechterverteilung im Blockchain-Bereich aussieht, hat nun die Plattform LongHash untersucht. LongHash hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der Blockchain zu beschleunigen und das Verständnis für die Blockchain-Technologie zu fördern.

„Die Ergebnisse waren … entmutigend“


Die Untersuchung berücksichtigte 100 Blockchain-Start-ups, die auf der ICO-Tracking-Seite ICO-Rating als „upcoming“ klassifiziert wurden. Insgesamt hat LongHash 1.062 Teammitglieder gezählt, darunter 326 als Gründer oder Führungskräfte und 473 notierte Berater. Dabei wurden drei Untersuchungsschwerpunkte gesetzt: die Gendergap innerhalb des Teams, die Anzahl der Frauen auf der Führungsebene und die Anzahl der Frauen in Beiräten. Die ernüchternden Ergebnisse fasst LongHash wie folgt zusammen:

„Die Ergebnisse waren … entmutigend. Nur 14,5 Prozent der Mitglieder der Blockchain-Start-up-Teams waren Frauen. In Führungsrollen wurden die Zahlen schlechter. Nur 7 Prozent der von uns berücksichtigten Blockchain-Start-up-Manager waren Frauen, und bei den Beratern waren es nur 8 Prozent.“

Zudem hatten 78 der 100 untersuchten Start-ups keine einzige weibliche Führungskraft. Bei 75 von ihnen fehlten weibliche Berater und 37 hatten nicht einmal weibliche Angestellte im Team.

Drei mögliche Fehlerquellen

LongHash gibt allerdings zu bedenken, dass die Zahlen aufgrund der Untersuchungsmethode nicht zu 100 Prozent stimmen müssen. Die Zahlen zu den Teammitgliedern, Führungskräften und Beratern stammen von den Webseiten der Blockchain-Unternehmen und könnten veraltet und selektiv sein. Daher kann es keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben geben. Eine weitere Fehlerquelle kann darin bestehen, dass die Geschlechter bei der Betrachtung der Teammitglieder auf der jeweiligen Webseite nicht korrekt von LongHash zugeordnet wurden. Geschlechter übergreifende Namen wie Kim, Robin oder Luca in Kombination mit einem Bild, das nicht eindeutig Männlein oder Weiblein erkennen lässt, kann zu solchen Irrtümern führen. Auch die Angaben der Positionen könnten veraltet oder ungenau sein, sodass eventuell einige weibliche Führungskraft (noch) nicht als solche erkennbar waren.

Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass die Ergebnisse ohne diese Fehlerquellen eine entgegengesetzte Sprache gesprochen hätten. Technikbranchen sind nach wie vor männlich dominiert. Dennoch merkt LongHash an, dass die großen Technologieunternehmen im Silicon Valley mindestens 25 Prozent Frauen beschäftigen. Eine in 2017 von der Software-Plattform Carta durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass etwa 29 Prozent der Angestellten in kleinen Tech-Start-ups weiblich sind. Auch wenn das noch weit von einer gleichen Verteilung entfernt ist, sind das immerhin doppelt so viele Frauen wie bei Blockchain-Start-ups.

Obwohl man den Ergebnissen der Untersuchung von LongHash nicht hundertprozentig trauen kann, vermitteln sie doch den Eindruck, dass die Gendergap in der Blockchain-Branche sogar noch weiter klafft, als es bei anderen Technologieunternehmen der Fall ist. Interessant zu wissen, wäre jetzt nur noch, warum das so ist. Diese fehlende Untersuchung sollte dann allerdings weniger auf eigene Recherche als auf handfeste Fakten (z. B. aus einer Umfrage) setzen, um den Ergebnissen mehr Vertrauenswürdigkeit zu geben.

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