Blockchain-Startups haben mehr durch ICOs eingesammelt als durch VC-Investments

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

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Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: © Dani Simmonds - Fotolia.com

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Nick Tomaino von Runa Capital hat analysiert, dass Blockchain-Unternehmen über 2,4 mal soviel Kapital mit ICOs eingesammelt haben als über Wagniskapitalgeber (VC) und Early-Stage Investoren.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Insgesamt wurden durch ICOs (Initial Coin Offerings) über 331 Millionen US-Dollar in den letzten 12 Monaten eingesammelt. Durch VC und Early-Stage-Investoren kamen hingegen nur 140 Millionen US-Dollar zusammen.

Das Konzept eines ICOs ermöglicht es auf sehr kostengünstige und schnelle Art und Weise Gelder einzusammeln – ganz ohne Intermediäre wie Banken. Entsprechend gering sind die Hürden, sodass viele Blockchain-Startups auf den Zug aufspringen.

Verglichen mit einem IPO, also einem Börsengang durch Herausgabe von Aktien, ist ein ICO ein Kinderspiel. So erläutert die Mitbegründerin des Micropayments-Anbieters Lightning und ehemalige Stanford Professorin Elizabeth Stark:

“Das Problem mit ICOs: Jeder möchte Geld machen, aber niemand möchte die harte Arbeit machen. Ein IPO hingegen ist jahrelange harte Arbeit. Ein Markt wird erst einmal angetestet. Nur wenige bestehen, die meisten scheitern. Das gilt nicht mehr.”


Die Gefahr einer Blasenbildung und hoch bewerteter Unternehmen mit wenig Substanz steigt dadurch an. Ein Eindruck, der sich bestätigt, wenn man sich die vielen ICOs in letzter Zeit anschaut. Beim gegenwärtigen Hype ist es schwierig noch einen Überblick zu behalten.

Ein Beispiel, das den ICO-Hype veranschaulicht, ist Gnosis. Bei Gnosis handelt es sich um eine Prognoseplattform, die auf der Ethereum-Blockchain basiert. So haben die Einnahmen durch das ICO (12,5 Millionen US-Dollar) zu einer Bewertung von 300 Millionen US-Dollar geführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich um eine Plattform handelt, die noch nicht einmal in der Beta-Entwicklungsphase ist. Für eine Plattform ohne eine Beta-Testphase ist eine 300 Millionen US-Dollar-Bewertung schon sehr ambitioniert.

Auch die Zeiträume, die den Investoren zum Investieren bleiben, sind bei ICOs ziemlich kurz. So war der ICO bei Gnosis bereits nach 10 Minuten vorbei. Auch andere ICOs hatten oft schon in sehr kurzer Zeit ihr Investmentziel erreicht.

Ob Gnosis der Bewertung gerecht wird, wird die Zukunft zeigen.

BTC-ECHO

Englische Originalversion via Cointelegraph


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