Blockchain-Konferenz in Nordkorea

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Nordkorea ist nicht gerade als besonders gastfreundlich bekannt. Zudem wird das kommunistische Land in der Kryptowelt immer wieder als Urheber von Hacking-Attacken identifiziert. Dennoch soll dort im Oktober dieses Jahres eine internationale Blockchain-Konferenz stattfinden.

Wie das südkoreanische Newsportal Yonhap am 25. August berichtete, soll vom 1. bis 2. Oktober dieses Jahres eine internationale Blockchain-Konferenz in Nordkorea stattfinden. Die Nachrichtenseite beruft sich dabei auf einen Radiobericht des in der USA ansässigen Senders Radio Free Asia (RFA). Ein anonymer Sicherheitsexperte hatte hierzu Einblicke in die nordkoreanischen Pläne geliefert.

Ein Land will zeigen, was es kann


Nordkorea will Experten aus den Themengebieten Kryptowährungen und Blockchain aus der ganzen Welt mit Vertretern nordkoreanischer Unternehmen zusammenbringen. Hierfür ist die internationale Blockchain-Konferenz in Pjöngjang geplant. Dabei will die Regierung vor allem zeigen, dass auch der nördliche Staat auf der koreanischen Halbinsel in Sachen Krypto etwas zu bieten hat und notwendige Fähigkeiten für die Krypto-Adaption beherrscht. Gleichzeitig sollen sich die Teilnehmer der Konferenz auch mit Vertretern von nordkoreanischen staatlichen Einrichtungen treffen. Entsprechend hat man den 3. Oktober bereits für diese Zusammenkunft reserviert und sie geradezu zur Bedingung für die Teilnahme an der Konferenz erhoben.

Bislang ist Nordkorea im Zusammenhang mit Kryptowährungen eher negativ aufgefallen. Erst kürzlich wurden Indizien gefunden, dass die Hackergruppe Lazarus nordkoreanischen Ursprungs sein könnte. Im Mai dieses Jahres setzte die südkoreanische Kryptobörse Bithumb den Nachbarn auf die schwarze Liste. So wird Nordkorea mittlerweile bereits als „Hochrisikoland“, was Krypto-Hacking betrifft, geführt. Tatsächlich weisen einige der vergangenen Hacking-Angriffe Spuren bis ins von der Außenwelt größtenteils abgeschottete Nordkorea auf.

Diesem Ruf scheint Nordkorea nun mit der geplanten Konferenz entgegen wirken zu wollen.

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