Blockchain: Deutsche Bundesbank gibt Details bekannt

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © Thomas Reimer - Fotolia.com

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Für die Deutsche Bundesbank hat sich die Blockchain als vielversprechende – wenn auch komplizierte – Technologie herausgestellt.

Ende letzten Novembers kündigte die Deutsche Bundesbank die Zusammenarbeit mit dem Börsenbetreiber Deutsche Börse an. Die Zusammenarbeit umfasste eine Untersuchung zum Wertpapierhandel mittels Blockchain und digitalisierten Wertpapieren. Dabei sollte unter anderem auch die Buchführung der Trades überprüft werden. Zu diesem Zeitpunkt erklärte die Zentralbank, dass diese Tests völlig “konzeptionell” seien.


Neue Aussagen des Bundesbank Vorstandsmitglieds Carl-Ludwig Thiele werfen ein neues Licht auf die vorangegangenen Tests. Thiele sprach auf der G20 Konferenz zum Thema Finanztechnologie und Innovation. Dieses Event brachte auch wichtige Personen aus diesem Bereich zusammen, wie Bundesbank Präsident Jens Weidmann und Bank of England Leiter Mark Carney.

Während jeweils Weidmann und Carney etwas oberflächlicher über das Thema geredet haben, war es Thiele, der etwas tiefer in die Materie eintauchte und erklärte, dass die Bundesbank bereits an der Blockchain-Front forscht.

Laut Thiele “funktioniert” das System, doch soll es jemals kommerzielle Reife erreichen, so benötige es noch mehrere Abstimmungen und Korrekturen. Er beschrieb es als “weit entfernt von Marktreife”.

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Thiele erklärte den Anwesenden:

“Unsere konzeptionelle Studie zeigt, dass die Blockchain-Technologie in der Lage ist die Bedürfnisse und Anforderungen des Finanzsystems zu erfüllen. Der Prototyp funktioniert. Die Entwicklung für den großen Einsatz stellt uns jedoch vor weitere Herausforderungen.”

Aufgrund der bestehenden Herausforderungen stellt Thiele den Prototyp infrage. In der jetzigen Form bezweifelt er einen Einsatz auf einem größeren Markt, außerdem ist er sich nicht sicher, ob die Entwicklung langfristig zu mehr Effizienz führt.

Trotzdem wies Thiele darauf hin, dass die Bundesbank weiter an den Prototypen arbeitet und weitere Daten sammelt.

“Mit diesem Stand als Ausgangspunkt, werden wir einen technisch besseren Prototyp entwerfen, welcher in der Lage sein wird mehr Informationen über seine technische Performance Preis zu geben und uns somit erlaubt, einen besseren Vergleich zu unseren bestehenden Settlement-Strukturen anzustellen.”, sagte er.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk


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