Blockchain CEO Nic Gary: Banken sollten digitale Währungen mit einbeziehen

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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New York Ideas
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Der Blockchain Geschäftsführer Nic Cary hat am 6. Mai bei der “New York Idea” Konferenz mit führenden Köpfen der Geschäfts-, Finanz- und Technologiebranche an einer Fachdiskussion mit dem Titel “Cash, Credit oder Digital: Was ist mit meinem Geld passiert?”  teilgenommen. Die Konferenz wurde von dem Aspen Institut und The Atlantik veranstaltet. An der Diskussion haben neben Cary u.a. auch Pryor Cashman Partner Jeffrey Alberts und McKinsey & Company Direktor Philip Bruno teilgenommen. Moderiert wurde die Diskussion vom NPR “Planet Money” Korrespondent David Kestenbaum.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

siert?”  teilgenommen. Die Konferenz wurde von dem Aspen Institut und The Atlantik veranstaltet. An der Diskussion haben neben Cary u.a. auch Pryor Cashman Partner Jeffrey Alberts und McKinsey & Company Direktor Philip Bruno teilgenommen. Moderiert wurde die Diskussion vom NPR “Planet Money” Korrespondent David Kestenbaum.

Die Diskussion behandelte auch viele Themen die aktuell in der Bitcoin Szene debattiert werden. Dazu gehörten Themen wie: Sind digitale Währungen die beste  Zahlungsmethode, wie sollen Regierungen die Währungsindustrie regulieren und welche Möglichkeiten haben sie den Bitcoin und andere Währungen zu verbieten, wenn sie sich denn dagegen entscheiden.


Die bemerkenswertesten Kommentare kamen von Cary, als er gefragt wurde, ob er angesichts der “anti Bank Stimmung” innerhalb der Bitcoin Community eine Beteiligung traditioneller Banken wie z.B. der Bank of Amerika begrüßen würde.

Cary antwortete, dass “er es lieben würde, wenn sich die Bank of Amerika an der Bitcoin Industrie beteiligt “. Er würde es sehr begrüßen, wenn das Unternehmen neue Technologien akzeptieren würde, wie es auch bereits in anderen Industrien passiert:

“So denke ich z.B.  an die Digitalisierung von Dingen: Früher haben wir Briefe versandt, heute senden wir e-Mails, wir haben Bücher gekauft, heute bekommen wir sie auf Amazon.com. Wer immer noch denkt, dass  das Geld eines Tages nicht digitalisiert wird, ist naiv.”

Bitcoin als Zahlungssystem

Das Gespräch begann mit einem Beispiel von Kestenbaum, der versucht hat sein Frühstück mit Bitcoin zu bezahlen, jedoch bevor dem jüngsten Bitcoin Akzeptanzboom. Dies löste eine Debatte über den Bitcoin als alltägliches Zahlungsmittel aus.

Cary schilderte seine ganz eigenen Erfahrungen im täglichen Umgang mit dem Bitcoin als Zahlungsmittel und wurde prompt von Bruno unterbrochen. Er sagt, dass die spekulative Natur des Bitcoins sich negativ auf eine Massenverbreitung auswirken kann und es somit schwer für den Bitcoin werden kann, sich als Zahlungsmittel durchzusetzen.

Er glaubt die meisten Bitcoin Transaktionen haben einen spekulativen Hintergrund:

“Von hier aus zu etwas zu gelangen, was einen weniger spekulativen Beigeschmack hat, wird ein schwieriger Prozess.”

Alberts betrachtete die Sache aus einem anderen Blickwinkel: Auch wenn die spekulative, deflationäre Natur es dem Bitcoin schwer macht als gefestigte Währung anerkannt zu werden, wäre das nicht weiter tragisch. Der Bitcoin könnte sich weiterentwickeln und eine kostengünstige Alternative für Zahlungsanbieter werden.

Behörden zeigen Interesse am Bitcoin

Bruno hat das Thema der digitalen Währungen am meisten befeuert. Das deutet darauf hin, dass diese Institutionen von der Idee einer kostengünstigeren Zahlungsmethode fasziniert sind.

Bruno sagte:

“Behörden und Zentralbanken schauen ganz genau hin […] wie Zahlungsnetzwerke designt werden und was sie von der Technologie lernen können.”

In einem Schlüsselfaktor sehen diese Organisationen ein besonders großes Potential. Der soziale Einfluss der Technologie auf Menschen, die bisher kein Bankkonto besitzen oder Zugriff auf Finanzdienstleistungen haben. Bruno sagte auch, dass die großen Finanzinstitutionen den Bitcoin ganz genau analysieren, auch wenn sie sich zu der Technologie bisher noch nicht offiziell geäußert haben.

Alberts geht davon aus, dass das wachsende Interesse der Behörden ein Zeichen für eine gute Weiterentwicklung der Industrie ist. Cary hingegen sagt, dass man an den anfänglichen Reaktionen und einiger Restriktionen seitens der Behörden ganz deutlich sehen kann, dass noch ein großer Aufklärungsbedarf besteht.

Bitcoin als das neue Internet

Cary gab sein bestes die anti Stimmung gegen digitale Währungen, angesichts der weltweiten Entwicklung, als fehlgeleitet zu formulieren. Er sagt, dass diejenigen die weiterhin gegen digitale Währungen stimmen, “den Kopf in den Sand der finanziellen Zukunft stecken”.

Cary verglich den Bitcoin mit der e-Mail. Auch wenn die Menschen nicht verstehen wie es genau funktioniert, so werden sie schnell den Umgang lernen und einen Nutzen daraus ziehen können.

Angesicht dieser langfristigen Attraktivität sind digitale Währungen immer noch ein sehr attraktives Investment:

“Stellen Sie sich vor sie hätten die Möglichkeit in der e-Mail oder Internettechnologie zu investieren. Das ist es doch, was eine Investition heutzutage interessant macht. “

 

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via Coindesk.com

Image Source: The Atlantic


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