Bitwala wird zur Bank: Bankkonten angekündigt

Bitwala wird zur Bank: Bankkonten angekündigt

Bitwala hat angekündigt, ihren Kunden echte Bankkonten zur Verfügung zu stellen. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit einer Partnerbank ermöglicht. Mit Features wie einer IBAN oder einer Debitkarte wird damit ein wichtiger Schritt in Richtung Bitcoin-Adoption eingeleitet.



Wer in den letzten Wochen die Seite von Bitwala besucht hat, wird bemerkt haben, dass sie große Pläne haben: Von Blockchain-Banking ist die Rede, eine Version des Online-Bankings für die Blockchain, wird angekündigt und von einer Bitcoin-Debitkarte ist die Rede.

Beim Betrachten der Seite fällt ein Detail etwas unschön auf: Die angeführten Features sind bisher alle mit einer Fußnote versehen, die den Interessierten zur Geduld mahnt. Die beworbenen Produkte und Dienstleistungen sind entsprechend noch nicht verfügbar.

Wir erinnern uns daran, dass es Anfang des Jahres Schwierigkeiten mit den VISA-Karten von Bitwala gab: VISA hat der emittierenden Bank WaveCrest die Lizenz entzogen, sodass jene Prepaid ausgebenden Unternehmen, die mit WaveCrest zusammenarbeiteten, nun ebenfalls keine Karten mehr herausgeben konnten. Für BitWala wurden durch VISAs Entscheidung bezüglich WaveCrest einige Produkte vorerst nicht mehr realisierbar.

Bitwala – mit einer Partnerbank zur Bitcoin-Bank

An diesem Status scheint sich nun was zu ändern: Wie Bitwala BTC-ECHO mitteilte werden die beworbenen Services nun Realität. Gemeinsam mit einer Partnerbank wird Bitwala den Nutzern einen vollständigen, mit einer IBAN verknüpften Bankkonto und eine Karte auf MasterCard-Basis zur Verfügung stellen.  Diese soll eine Debitkarte sein, die direkt mit dem Konto verknüpft ist, sodass man sie wie eine reguläre EC-Karte nutzen kann. Außerdem soll den Kunden die Sicherheit, die man auch von regulären Banken kennt, einräumen. So werden Bitwala-Konten bis zu 100.000 Euro abgesichert sein. Damit diese Absicherung den Idealen der Kryptowährungen nicht im Weg steht, bleibt der einzelne Nutzer im Besitz seiner Private Keys. So kann er beispielsweise an jeder kommenden Bitcoin-Fork teilnehmen. Bezüglich der Verknüpfung mit einer IBAN-Nummer ist zu betonen, dass dies ein klassisches Handling ermöglicht, wie man es vom Online-Banking kennt – ein Feature, welches Revolut so nicht hat. Weitere Details können der jüngst erschienenen Pressemeldung entnommen werden.

Jörg von MinckWitz, der CEO von Bitwala sieht in dieser Entwicklung einen wichtigen und verdienten Meilenstein für das gesamte Unternehmen:

„Ich bin stolz auf das Team von Bitwala. Wir hatten einen wirklich schweren Start in das Jahr 2018, aber alle haben zusammengehalten und ihr Bestes gegeben. Unsere Bankkonten sind das Ergebnis von monatelanger schwerer und akribischer Arbeit des gesamten Teams.“

Das alles ist aktuell in Arbeit und wird Mitte des Jahres verfügbar sein. Dabei werden im ersten Schritt die Bestandskunden in den Genuss der neuen Features kommen, doch auch Interessierte können sich jetzt in einer Warteliste eintragen. Hier sollte man zügig sein, da zum aktuellen Zeitpunkt die Warteschlange schon über 8.000 Interessierte umfasst. Falls ihr also nach einem krypto-affinen Bankkonto mit eigener Karte schaut, könnt ihr euch hier eintragen!

BTC-ECHO

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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