Bitwala: Was tut sich bei der deutschen Bitcoin-Bank?

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Seit dem 18. Juli ist Bitwala Mitglied der European Fintech Alliance. Mit dieser Mitgliedschaft möchte das deutsche Start-up den Dialog mit Fintechs als auch mit Behörden verbessern. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Bitwala in wenigen Wochen regulierte Bankkonten anbieten kann. 

Die Schnittstelle zwischen Kryptowährungen und der realen Welt ist eine der größten Hürden für die Adaption von Bitcoin. Auch wenn der geneigte Techie kein Problem mit Mobile Wallets, Seeds und Private Keys hat, stellt das für Kryptoferne eine große Hürde dar. Kein Wunder also, dass Projekte wie Monaco, TenX, Revolut oder Bitwala die Kartenzahlung mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ermöglichen wollen.

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Anfang des Jahres kam es zu einer dramatischen Zäsur: VISA kündigte WaveCrest die Zusammenarbeit auf. WaveCrest war eine emittierende Bank, die für viele der genannten Krypto-Unternehmen die Nutzung des VISA-Netzwerks ermöglichte. Das Ende der Zusammenarbeit zwischen VISA und WaveCrest war ein entsprechender Stolperstein.

Die Szene hat jedoch nicht geschlafen: Vor einigen Wochen berichtete BTC-ECHO von den weiteren Entwicklungen bei TenX. Auch Bitwala arbeitete weiter daran, einen Ersatz für WaveCrest zu finden. Mit einer Partnerbank möchte man gemeinsam zu einer Bitcoin-Bank werden.

Als blockchainnutzendes Fintech-Unternehmen wahrnehmen

An diesem Anspruch erkennt man, dass Bitwala nicht mehr als reines Blockchain-Unternehmen wahrgenommen werden will, schließlich verschwimmen die Welten. Auf die Frage, ob die Grenze zwischen Blockchain-Start-ups und klassischen Fintech-Unternehmen verschwimme, sagte Jörg von Minckwitz, Co-Founder und CEO von Bitwala:

„Ja, ich denke, dass Blockchain-Start-ups mittlerweile im Mainstream angekommen sind und die Grenzen zwischen Blockchain und Fintech immer mehr verschwimmen. Für uns ist es eine durchweg positive Entwicklung, denn es geht weg vom ‚We are doing this but on the blockchain‘ hin zu von Use-Cases motivierten Start-ups. Es wird zunehmend wichtig sein, dass gewisse Teile der Blockchain-Technologie einfach vorausgesetzt werden und das die Start-ups nicht mehr per se hervorhebt. Start-ups müssen dann wie bei allem darstellen, was sie besser macht als ihre Konkurrenz. Nur weil das Start-up Blockchain im Backoffice benutzt, reicht das unserer Meinung nach nicht mehr aus. Für uns ist es daher ein logischer Schritt, uns immer mehr der Fintechwelt zugehörig zu fühlen […] [Ich denke], dass Blockchain-Firmen zunehmend von normalen Fintechs lernen müssen, aus der Nutzerperspektive zu denken.“

Zu diesem Zusammenwachsen zwischen Blockchain-Szene und Fintech-Community passt auch der Eintritt in die European Fintech Alliance (EFA). Bei der EFA handelt es sich um einen europaweiten Zusammenschluss an Fintech-Unternehmen unterschiedlicher Größe, welcher auch den Kontakt zu den europäischen Behörden sucht.

BitWala will die Kryptoszene in der EFA repräsentieren

Der Dialog mit Fintech-Unternehmen ist entsprechend nicht die einzige Motivation für Bitwala, sich der European Fintech Alliance anzuschließen. Ein Grund für den Eintritt ist, ein Sprachrohr für die Kryptocommunity auf der regulatorischen Ebene zu sein. Der Dialog ist auch notwendig: Unsicherheiten hinsichtlich Versteuerung, die Frage, wem die Daten auf der Blockchain gehören, etwaige Widersprüche zwischen der DSGVO und einer public Blockchain – die Liste an regulatorischen Herausforderungen ist lang. Das führt zu einer repressiven Haltung seitens der Zentralbanken und der Regierungsorgane, wodurch kryptorelevante technologische Innovation im Keim erstickt wird.

Der Dialog mit den Behörden ist BitWala nicht fremd. In ihrem Bemühen um eine lizenzierte Bank haben sie viel mit Vertretern der regulatorischen Organe diskutieren müssen. Das half Bitwala, auch die Seite der Behörden zu verstehen und die Verständnisprobleme zu benennen:

„Blockchain oder Token ist einfach etwas, das es in dieser Form nie gab. Für Regulatoren ist es daher sehr schwierig, das einzuordnen und zu entscheiden, womit man Token vergleicht, um sie dahingehend zu regulieren. Gott sei Dank will der deutsche Regulator Blockchain nicht überregulieren, daher dauert alles ein bisschen länger. Auch der Unterschied zwischen den Token selbst ist bis heute nicht geklärt. Wir haben Token, die eher Wertpapieren ähneln und welche, die eher Fiatwährungen ähneln. Die Herausforderung für die Regulierungsbehörden wird hier zunehmend größer.“

Bisher haben sich 30.000 Interessierte für einen Early-Access bei Bitwalas Bitcoin-Bank angemeldet. Das Unternehmen will diese in wenigen Wochen launchen. Eine Einlagensicherung bis 100.000 Euro wird Kontoinhabern garantiert. Mit diesem Bitwala-Konto soll eine Bitcoin-Wallet verbunden sein, mit der Kontoinhaber mit Bitcoin wie mit normalem Geld agieren können.

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