Bitwala: Entwicklungsländer holen in der Bitcoin-Nutzung stark auf

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: Bitwala

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Der Bitcoin-Zahlungsdienstleister Bitwala bietet auch Menschen ohne Kenntnisse über Kryptowährungen eine einfache Möglichkeit Geld ins Ausland zu überweisen. Das Berliner Startup konnte dabei feststellen, dass die Nachfrage aus den Schwellenländern stark zunimmt.

Das Problem ist bekannt: Banküberweisungen ins Ausland sind oftmals teuer und dauern ziemlich lange. Dies gilt insbesondere für Menschen, die kein Bankkonto haben und auf so genannte Remittance-Services, wie Western Union oder Money Gram, angewiesen sind. Gerade Menschen aus wirtschaftlich schwachen Regionen, ohne Zugang zu Bankdienstleistungen, sind so gezwungen hohe Gebühren zu entrichten, um Überweisungen vorzunehmen.


Entsprechend drängt sich für die ärmeren Regionen Asiens und Afrikas der Gedanke auf, verstärkt auf Bitcoin umzusteigen, um schnelle und günstige Überweisungen zu ermöglichen. Eine Hürde ist, wie aber auch in allen anderen Ländern auf dieser Erde, das Wissen und die Nutzungsbereitschaft in der Bevölkerung. Die Unsicherheit gegenüber Bitcoin ist vielerorts noch recht hoch, sodass es Lösungen bzw. Dienstleistungen braucht, die Hürden senken.

An genau dieser Stelle kommt nun das Startup Bitwala ins Spiel. Möchte beispielsweise der mexikanische Gastarbeiter Mexikanische Pesos in sein Heimatland zu seiner Familie schicken, dann kann er das durch den automatisierten Wechselservice von Bitwala schnell (unter einem Tag) und kostengünstig (0,5% Gebühr) erledigen. Dazu kauft dieser von seinem Geld Bitcoins, die wiederum von Bitwala nach Mexiko gesendet und dort automatisch in Mexikanische Pesos umgetauscht werden. Der Empfänger bekommt davon praktisch gar nichts mit, da Bitcoin hier nur als eine Art effizientes Transportvehikel genutzt wird.

Die Schwellenländer holen auf

Über 30% aller neuen Signups stammen von Menschen aus Entwicklungsländern. Das Kuchendiagramm zeigt aus welchen Regionen, die neuen Nutzer aus den Entwicklungsländern kommen.

Vor allem aus Nordafrika kommen viele neue Kunden. So sind z.B. 4,4% der Webseitenbesucher aus Algerien. Zum Vergleich: Aus der Schweiz kommen nur 3,7% aller Visitors von Bitwala. Kein Wunder schließlich verschlingt der Geldtransfer in Afrika über 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr, entsprechend groß ist hier das Einsparungspotential durch Kryptowährungen. Nirgends wo sonst sind die Transaktionsgebühren mit oftmals weit über 10% so hoch wie in Afrika.

Aber nicht nur Remittance-Services nehmen hohe Gebühren für internationale Auslandsüberweisungen. So ist vor kurzem herausgekommen, dass die große spanische Bankengruppe Santander 585 Millionen US-Dollar Ertrag mit Hilfe von Auslandsüberweisungen erwirtschaftet hat. Konkret sind das über 10% der gesamten Erträge der Bankengruppe. Viel Geld, das man sich größtenteils hätte sparen können.

BTC-ECHO

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