Trotz EU-Lizenz: Bitstamp steht vermutlich ein holpriger Weg bevor

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Bitstamp Lizenz Europa

Quelle: © Mopic - Fotolia.com

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Eine der weltweit größten Bitcoin-Börsen, Bitstamp, erfreut sich seit gestern einer offiziellen EU-Lizenz für den Handel von Bitcoin. In Luxemburg erhielt die Börse für digitale Währungen die Lizenz einer regulierten Institution für den Zahlungsverkehr (PI).

ielt die Börse für digitale Währungen die Lizenz einer regulierten Institution für den Zahlungsverkehr (PI).


In einem Statement propagiert Bitstamp mit der Lizenz ab sofort die erste “voll lizensierte” Bitcoin-Börse in Europa zu sein.

Auf die Nachricht über die bereits seit Wochen spekuliert wurde, gab es verschiedene Reaktionen aus dem Markt. Einige Beobachter sagen die Lizenz sei ein Boost für die Industrie und sie wäre ein gutes Mittel gegen den teilweise schlechten Ruf von Bitcoin mit Hinblick auf die kriminellen Machenschaften.

Auf der anderen Seite gibt es Experten die davon ausgehen, dass Bitstamp mit einem Serviceangebot in ganz Europa womöglich ein holpriger Weg bevorsteht.

Die positive Auswirkung wurde vom Gründer des Blockchain Venbture-Capital Unternehemns Chris Skinner sehr schön in Worte gefasst. Er geht davon aus, dass die generelle Akzeptanz der digitalen Währung mit der Lizenzierung ansteigen wird:

“Aufgrund der Tatsache, dass der EU Mitgliedsstaat Luxemburg die Lizenz an Bitstamp vergeben hat, eine Börse mit Sicherheitsproblemen in der Vergangenheit, ist ein klarer Beweis für das wachsende Vertrauen in die Bitcoin-Industrie.”

Die Ansicht teilte auch der Mangrove Capital Partner Michael Jackson. Er sagt die Neuigkeiten sollten als eine Art Validierung des Bitstamp Teams gesehen werden.

Dennoch gibt es Stimmen, die eine Akzeptanz der Bitstamp Lizenz aller anderen Mitgliedsstaaten in Frage stellen.

Adam Vaziri, Gründer der auf FinTech Unternehmen spezialisierten Beratungsgesellschaft sagt, dass einige Staaten die Lizenz als Zahlungsdienstelister nicht passend für das Bitstamp Geschäftsmodell ansehen könnten und dass möglicherweise noch weitere Verhandlungen zu führen sind.

Im gleichen Atemzug mit der Lizenz, führte Bitstamp erstmals den Handel BTC/EUR auf der Plattform ein. Bitstamp sagte die Lizenz werde ist am 01. Juli in Kraft treten.

Auswirkungen der Bitstamp Lizenz

In vielen Kommentaren wurde die Lizenz mit der e-Money Lizenz verglichen, die der Bitcoin-Zahlungsdienstleister Circle bereits zu Beginn des Monats erhalten hat. Beides sind traditionelle Zahlungsdienstrichtlinien die von dem europäischen Payment Services Directive (PSD) reguliert werden.

Ein großer Unterschied ist laut Blockchain-Rechtsexperte Jacek Czarnecki, dass Bitstamp kein eigenes elektronisches Geld ausgeben kann, aber dass sie genauso wie Circle die lokalen Aufsichtsbehörden benachrichtigen kann um den Wirkungskreis in den europäischen Wirtschaftsräumen weiter auszubauen.

Auch Compliance Experte Juan llabanos von Skry schloss sich Czarnecki an und sagte es gäbe keine Garantie, dass die übrigen EU-Staaten die Lizenz einfach 1:1 anerkennen werden:

“Jetzt beginnt der Prozess die Lizenz auch von anderen Mitgliedsstaaten anerkennen zu lassen. Das ist ein relativ unkomplizierter Prozess im Vergleich zur  Beantragung einer Lizenz. Dennoch Bitstamp muss damit rechnen, dass jedes Land das Unternehmen unterschiedlich bewertet und unterschiedliche Risikofaktoren untersucht. Letztendlich entscheiden die Länder selbst ob die Lizenz anerkannt wird oder nicht.”

“In machen Fällen verlangen die Gerichtsbarkeiten unterschiedliche Anforderungen,” so Llanos.

In einer Erklärung gegenüber CoinDesk bekräftige Bitstamp die Auffassung, dass die Plattform ab sofort in ganz Europa voll lizensiert agieren darf:

“Das EU Passporting-Regelwerk besagt eine automatische Lizenzierung in allen EU-Mitgliedsstaaten,” so ein Sprecher des Unternehmens.

Die Börse war bisher zu keiner Stellungnahme über den grezübergreifenden Passporting-Prozess  bereit.

Meinung des Autors (Mark): Ich sehe die Luxemburg Lizenz als Mitgliedsstaat der EU als einen großen Vertrauensbeweis in die Welt der digitalen Währungen. Einer muss den Anfang machen und auch dann werden die übrigen Staaten damit beginnen, sich einen Kopf über die weitere Lizensierung zu machen. Ob die Lizenz gleich in allen Staaten anerkannt wird, bleibt natürlich fraglich, aber der Startschuss ist gegeben und ich sehe die Lizenz als klares Signal, dass es auch in Europa im positiven Sinne weiter voran geht.”

BTC-Echo

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Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk

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