BitMEX Gründer: Grexit hätte keinen Einfluss auf Bitcoin-Kurs

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Grexit

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Es gibt Bedenken, dass Griechenland die Mittel nicht aufbringen kann und die Zahlungsunfähigkeit automatisch zu einem Grexit führen könnte. In einem Interview sagte Arthur Hayes, Gründer der Bitcoin Börse BitMEX:

Denn in diesem Monat muss Griechenland insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar in vier Raten an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück zahlen – die erste Rate von 300 Millionen Dollar ist am kommenden Freitag fällig.


Es gibt Bedenken, dass Griechenland die Mittel nicht aufbringen kann und die Zahlungsunfähigkeit automatisch zu einem Grexit führen könnte. In einem Interview sagte Arthur Hayes, Gründer der Bitcoin Börse BitMEX:

“Die Griechen beeilen sich, ihre Gelder außerhalb des Landes und in ein stabiles Bankensystem zu bringen. Die Reichen haben das schon längst getan und die Armen, genauso wie die Mittelschicht kämpfen ums nackte Überleben – da passt Bitcoin einfach nicht ins Bild.”

Diese Behauptung steht in einem starken Kontrast zu dem, was wir 2013 gesehen haben. Damals erhielt Zypern im Gegenzug für die Schließung der zweit größten Bank Zyperns ein 10 Mrd. Euro schweres Rettungspaket und der Bitcoin-Kurs schoss folglich extrem in die Höhe.

“Es wäre ein Kopfschuss”

Zu Beginn des Jahres schrieb der Xapo Mitgründer Wences Casares einen Artikel auf Techcrunch und sagte, Bitcoin habe es noch immer nicht geschafft, die wichtigste Frage des Landes anzugehen und fügte hinzu:


“Wenn der Euro das Problem ist, dann wäre der Wechsel zu Bitcoin wie der Versuch seine Kopfschmerzen mit einem Kopschuss zu heilen.”

Der Geschäftsmann sagt das Hauptproblem der Griechen sei der Kontrollverlust durch die EZB (Europäische Zentralbank). Das Land konnte den Druck und die Ausgabe von Euro nicht mehr selbst kontrollieren. Mit der EZB hatte das Land aber zumindest den Hauch einer Chance, die EZB davon zu überzeugen, mehr Euro-Währung auszugeben.

“Würden die Griechen jetzt zu Bitcoin wechseln, hätte das Land überhaupt keine Kontrolle mehr über die Währungsausgabe. Niemand könnte überredet werden mehr Geld (in diesem fall Bitcoin) auszugeben, weder die EZB oder sonst eine Zentralbank,” so Casares.

Die Spekulation über die bevorstehende Zahlungsunfähigkeit bleibt, aber spätestens am Freitag werden wir Gewissheit über den weiteren Verlauf haben.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Yessi Bello Perez via CoinDesk
Image Source: Fotolia


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