Bitmain-CEO dementiert Gerücht um heimliches Kryptomining

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: Top secret concept. Open the secret. Business man takes out secret documents from his hat. Confidential dossier information. Super important information. via Shutterstock

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Nachdem das Monero-Netzwerk am 6. April eine Hard Fork durchlief, konnte dennoch viel Aktivität auf der alten Chain beobachtet werden. Schnell geriet Bitmain in den Verdacht, die bislang noch nicht veröffentlichten ASIC-Miner bereits im großen Stil einzusetzen. Nun äußerte sich Bitmain-CEO Jihan Wu zu den Vorwürfen.

Der Ankündigung eines ASIC-Miners von Bitmain blickte man aus Monero-Kreisen äußerst skeptisch entgegen. So sah man dadurch die Dezentralisierung der Kryptowährung gefährdet. Wie BTC-ECHO berichtete, fand die Monero-Hard-Fork Anfang April statt, um dem angekündigten ASIC-Miner einen Strich durch die Rechnung zu machen. Da ASIC-Miner für einen bestimmten Proof of Work optimiert werden, hatte Monero mit der Hard Fork insbesondere eine Änderung im Proof-of-Work-Algorithmus bezweckt.


Im Nachgang der Hard Fork war auffällig, dass die Hash Rate von Monero dramatisch fiel und die alte Chain noch gemined wurde. Die Monero-Community erhob deshalb den Vorwurf, dass Bitmain schon vor Bekanntmachung dieser ASICs mit dieser neuen Technologie auf der Monero-Blockchain Mining betrieben hat.

In einem Interview mit Fortune dementierte der Bitmain-CEO Jihan Wu die Vorwürfe, das Unternehmen hätte seine neuen ASIC-Miner vor Veröffentlichung bereits selbst genutzt:

„Das machen wir nicht. Das ist nicht unsere Strategie.“

Bitmain: Schon vor Bekanntmachung der Monero-ASICs gemined?

Die Hashrate nach der Monero-Hard-Fork lässt etwas anderes vermuten. Im Nachgang der Hard Fork war auffällig, dass die Hash Rate von Monero dramatisch fiel. Parallel dazu wurde die alte Chain noch gemined. Daraus schloss man, dass diese Aktivitäten von Bitmains ASIC-Minern ausgehen müsse. Wu versteht diesen Schluss nicht:

„Es gibt eine Gruppe von Leuten, die den Großteil der Hashrate von Monero für eine lange Zeit kontrolliert haben. Ich möchte betonen, dass die Entwicklung einer solchen Art von ASIC keine Art von geheimer Fähigkeit ist, die nur Bitmain besitzt. Viele Leute können das tun. Große Unternehmen wie Bitmain und insbesondere ich selbst habe ich nicht einmal die Zeit, Aufmerksamkeit oder Ressourcen, um so etwas zu planen. Wenn wir Hardware entwickeln, veröffentlichen wir sie einfach und verkaufen sie auf dem Markt. Gleich nachdem wir Mustergeräte in Betrieb genommen haben, starten wir den Verkauf in den Markt.”

In der Tat machte Monero aufgrund unterschiedlichster Botsysteme, die die Kryptowährung im großen Stil schürften, unfreiwillig auf sich aufmerksam. Bitmain muss also nicht der einzige Verdächtige in diesem Fall sein. Aktuell steht es also Aussage gegen Aussage. Wir sind gespannt, ob dieses Rätsel eines Tages gelöst werden kann.

BTC-ECHO

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