Bitmain-CEO dementiert Gerücht um heimliches Kryptomining

Quelle: Top secret concept. Open the secret. Business man takes out secret documents from his hat. Confidential dossier information. Super important information. via Shutterstock

Bitmain-CEO dementiert Gerücht um heimliches Kryptomining

Nachdem das Monero-Netzwerk am 6. April eine Hard Fork durchlief, konnte dennoch viel Aktivität auf der alten Chain beobachtet werden. Schnell geriet Bitmain in den Verdacht, die bislang noch nicht veröffentlichten ASIC-Miner bereits im großen Stil einzusetzen. Nun äußerte sich Bitmain-CEO Jihan Wu zu den Vorwürfen.

Der Ankündigung eines ASIC-Miners von Bitmain blickte man aus Monero-Kreisen äußerst skeptisch entgegen. So sah man dadurch die Dezentralisierung der Kryptowährung gefährdet. Wie BTC-ECHO berichtete, fand die Monero-Hard-Fork Anfang April statt, um dem angekündigten ASIC-Miner einen Strich durch die Rechnung zu machen. Da ASIC-Miner für einen bestimmten Proof of Work optimiert werden, hatte Monero mit der Hard Fork insbesondere eine Änderung im Proof-of-Work-Algorithmus bezweckt.

Im Nachgang der Hard Fork war auffällig, dass die Hash Rate von Monero dramatisch fiel und die alte Chain noch gemined wurde. Die Monero-Community erhob deshalb den Vorwurf, dass Bitmain schon vor Bekanntmachung dieser ASICs mit dieser neuen Technologie auf der Monero-Blockchain Mining betrieben hat.

In einem Interview mit Fortune dementierte der Bitmain-CEO Jihan Wu die Vorwürfe, das Unternehmen hätte seine neuen ASIC-Miner vor Veröffentlichung bereits selbst genutzt:

„Das machen wir nicht. Das ist nicht unsere Strategie.“

Bitmain: Schon vor Bekanntmachung der Monero-ASICs gemined?

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Die Hashrate nach der Monero-Hard-Fork lässt etwas anderes vermuten. Im Nachgang der Hard Fork war auffällig, dass die Hash Rate von Monero dramatisch fiel. Parallel dazu wurde die alte Chain noch gemined. Daraus schloss man, dass diese Aktivitäten von Bitmains ASIC-Minern ausgehen müsse. Wu versteht diesen Schluss nicht:

„Es gibt eine Gruppe von Leuten, die den Großteil der Hashrate von Monero für eine lange Zeit kontrolliert haben. Ich möchte betonen, dass die Entwicklung einer solchen Art von ASIC keine Art von geheimer Fähigkeit ist, die nur Bitmain besitzt. Viele Leute können das tun. Große Unternehmen wie Bitmain und insbesondere ich selbst habe ich nicht einmal die Zeit, Aufmerksamkeit oder Ressourcen, um so etwas zu planen. Wenn wir Hardware entwickeln, veröffentlichen wir sie einfach und verkaufen sie auf dem Markt. Gleich nachdem wir Mustergeräte in Betrieb genommen haben, starten wir den Verkauf in den Markt.”

In der Tat machte Monero aufgrund unterschiedlichster Botsysteme, die die Kryptowährung im großen Stil schürften, unfreiwillig auf sich aufmerksam. Bitmain muss also nicht der einzige Verdächtige in diesem Fall sein. Aktuell steht es also Aussage gegen Aussage. Wir sind gespannt, ob dieses Rätsel eines Tages gelöst werden kann.

BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin Mining – Wie die Anreizstruktur im Netzwerk den Kurs bestimmt
Bitcoin Mining – Wie die Anreizstruktur im Netzwerk den Kurs bestimmt
Bitcoin

Der Zusammenhang von Bitcoin Mining und -Kurs wird gemeinhin unterschätzt. Welche Rolle spiel das Bitcoin Mining bei der Preisfindung? Wieso steigt in Erwartung einer anstehenden Halbierung des Block Reward der Bitcoin-Kurs historisch gesehen an? Und lohnt sich das Mining für den Einzelnen? Das sollten Anleger über das BTC Mining wissen.

Ethereum: Vitalik Buterin erwägt Erhöhung des Rewards für das Staking von Ether
Ethereum: Vitalik Buterin erwägt Erhöhung des Rewards für das Staking von Ether
Ethereum

Auch in der Ethereum-Community scheint sich wieder einiges zu bewegen. Gründer Vitalik Buterin gab kürzlich auf Github bekannt, den Staking Reward für den Einsatz des Proof-of-Stake-Algorithmus erhöhen zu wollen. Ziel ist es das Validieren von Transaktionen attraktiver zu gestalten.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
    TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
    Szene

    TenX-CEO Tobias Hoenisch stellt sich in einem sogenannten AMA (ask me anything, etwa „frag mich irgendetwas“) Fragen der Community. Zwischen PR-Sprech und Appeasement wird klar: Das Start-up aus Singapur steht vor gewaltigen Herausforderungen.

    Wie man mit Stable-Coin-Arbitrage Gewinne generiert
    Wie man mit Stable-Coin-Arbitrage Gewinne generiert
    Sponsored

    Stable Coins wie USDT, PAX, TUSD, USDC oder DAI Maker gelten beim Bitcoin-Trading als sicherere Häfen. Die Stable-Coin-Arbitrage bietet zudem eine Möglichkeit, mit dem Handel der „stabilen Münzen“ Gewinne zu generieren.

    TechCrunch-Gründer verkauft millionenschwere Immobilie über Blockchain
    TechCrunch-Gründer verkauft millionenschwere Immobilie über Blockchain
    Tech

    Die Blockchain-Technologie bringt frischen Wind in den Immobilienhandel. Auch Häuser können nun mithilfe von Distributed Ledger den Besitzer wechseln. Jüngst machte auch der Gründer der Newsseite TechCrunch von dieser Möglichkeit Gebrauch.

    Fisco: Japanische Finanzbehörde FSA straft Bitcoin-Börse ab
    Fisco: Japanische Finanzbehörde FSA straft Bitcoin-Börse ab
    Regulierung

    Japans Finanzbehörde FSA übt Kritik an Fisco. Bei Fisco handelt es sich um die Betreibergesellschaft der Bitcoin-Börse Zaif, die im September 2018 Ziel eines Hacking-Angriffs wurde. In einem Bericht ist die Rede von fehlender regulatorischer Compliance.

    Angesagt

    Zcash-Update soll Skalierung deutlich verbessern
    Altcoins

    Der Privacy Coin Zcash hat eine Lösung für die Skalierbarkeit angekündigt. Mit einem Sharding-Protokoll inklusive neuer Blockchain soll die Welt künftig bezahlen können.

    Bitcoin-Regulierung: Die Forderungen der FATF
    Regulierung

    Das Thema Bitcoin-Regulierung wird auf internationaler Ebene konkreter. Die Anti-Geldwäsche-Organisation Financial Action Task Force (FATF) sieht vor, dass Krypto-Exchanges Transaktionsinformationen über Empfänger und Absender speichern und bei Bedarf offenlegen sollen. Die neuen Richtlinien sollen sowohl Anbieter von Krypto-Services als auch Regierungen in die Pflicht nehmen.

    Bitcoin-Mining-Verbot in Iran: Stromverbrauch stark angestiegen
    Bitcoin

    Da der jährliche Stromverbrauch um sieben Prozent gestiegen ist, erklärt die iranische Elektrizitätsagentur das Bitcoin Mining für illegal. Damit steht eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Bitcoin-Beschaffung unter Strafe.

    BIZ warnt: Big-Techs könnten Stabilität gefährden
    Regulierung

    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt in ihrem jüngsten Bericht davor, dass sich weltweite Tech-Konzerne zu systemrelevanten Finanzakteuren entwickeln. Gleichzeitig jedoch besäßen Facebooks Libra & Co. mit Blick auf finanzielle Inklusion und Effizienz wegweisendes Potential für die Branche. Vonseiten der Gesetzgeber gelte es deshalb nun, entsprechende Bedenken gegenüber den ‚Big-Techs‘ – etwa in den Bereichen Datenschutz und Wettbewerbsrecht – auszuräumen.

    ×

    Du bist Anfänger und möchtest einfach in Bitcoin & Krypto investieren? Wir empfehlen eToro!

    CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 66% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln.