BitLicense: Bitcoin Entwickler und Miner sind nicht betroffen

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Benjamin Lawsky
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„Wir regulieren Finanzvermittler. Wir regulieren keine Softwareentwicklung,“ so Lawsky und fügte hinzu:

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

betroffen sein, so der Leiter des New York Departments für finanzielle Angelegenheiten (NYDFS) Benjamin Lawsky.

In einer Rede an der Benjamin N Cardozo School of Law in New York stellte Lawsky klar, dass viele Einzelpersonen und Unternehmen die im Bundesstaat New York in der Bitcoin-Welt tätig sind, keine regulatorische Zulassung oder eine „BitLicense“ (Bitcoin Lizenz) benötigen.

„Wir regulieren Finanzvermittler. Wir regulieren keine Softwareentwicklung,“ so Lawsky und fügte hinzu:

“Um das einmal klar zu stellen, wir zielen nicht darauf ab Software oder die Software Entwicklung zu regulieren. Wenn ein Softwareentwickler z.B. ein Wallet entwickelt und es den Menschen für den privaten Gebrauch zur Verfügung stellt, benötigt keine BitLincense. Diejenigen die innovativ sind und neue Plattformen für digitale Währungen entwickeln, werden keine BitLicense benötigen.“


Dennoch wies Lawsky darauf hin, dass Unternehmen oder Leute, die das Geld von Kunden verwalten nicht davon befreit sein werden: „Wir werden es nicht erlauben, dass jemand aus seiner Garage eine Bank betreibt.“

Banken und Technologien kollidieren

Lawsky ist der Meinung, dass der Bankensektor und die Technologiebranche langsam „kollidieren“, was die Regulierung vor neue Herausforderungen stellt.

Das NYDFS hat die Regulierungen für das versenden von Geld ausgearbeitet, als es weder Internet noch digitale Währungen gab. Dennoch ist das Department dafür verantwortlich auch heutzutage solche Unternehmen zu regulieren.

Ein positiver Hinweis nebenbei. Lawsky sagte, dass das NYDFS schnell das große Potential der Blockchain bemerkt hat:

„Als wir damit angefangen haben Bitcoin genauer unter die Lupe zu nehmen, konnten wir gleich sehen welche Macht in der Technologie, die hinter Bitcoin steckt, steckt.“

Die Technologie hat das Potential die Überweisungsgebühren drastisch zu senken, so Lawsky.

Die Einwohner von New York zahlen für Auslandsüberweisungen gewöhnlich 8-9%, mit Bitcoin jedoch könnten diese gebühren auf nur 1% gesenkt werden, betonte Lawsky. Zudem muss bei den digitalen Währungen niemand seine Kreditkarten-Daten bekannt geben und die Transaktionen erfolgen binnen Minuten, fügte er hinzu.

Lawsky erklärt die Bestimmungen

Das NYDFS hat nach dem Fall der Bitcoin-Börse Mt. Gox damit begonnen, den ersten Entwurf der BitLicense auszuarbeiten.

Die Kommentierungsfrist des ursprünglichen Entwurfs wurde auf Anfrage von führenden Mitgliedern aus der Bitcoin-Branche verlängert. Bei der überarbeiteten Version wurden die Kommentierungen berücksichtigt. Nach Veröffentlichung der neuen Version wird es erneut eine Kommentierungsfrist geben.

Lawsky machte auch klar, dass das NYDFS von den Unternehmen niemals mehr als eine Lizenz für digitale Währungen verlangen wird und in den meisten Fällen wird auch keine Geld-Sender-Lizenz von Nöten sein. Genauso wie die Entwickler, werden auch keine Einzelpersonen von der BitLicense betroffen sein.

Lawsky ging zudem auf einige Kritikpunkte des ersten Entwurfs ein und sagte, dass es sich dabei ganz klar um einige Missverständnisse gehandelt habe.

Ein Kritikpunkt war z.B., dass Banken den neuen regulatorischen Rechtsrahmen gar nicht erfüllen müssten, aber das trifft auch nur zu, wenn sie nicht mit digitalen Währungen arbeiten, so Lawsky.

Vorteile der Regulierung

Lawsky sagte auch etwas über die Haltung gegenüber dem Bitcoin-Mining:

„Mining wird per se nicht reguliert werden. Sollte ein Miner jedoch in anderen Bereichen wie z.B. dem Hosten von Wallets oder an Tauschbörsen aktiv werden, kann eine BitLicense für diese Aktivitäten fällig werden. Für das Minen an sich wird keine Lizenz verlangt werden.“

Um neue Startups gedeihen zu lassen, wird das NYDFS außerdem versuchen, die Compliance-Kosten so niedrig wie möglich zu halten.

In seiner Rede räumte Lawsky auch ein, dass Unternehmen selbst entscheiden können, ob sie mit Unternehmen aus unregulierten Ländern zusammen arbeiten um die Regulierung zu umgehen. Damit, so Lawsky, kann das Unternehmen am Ende jedoch die Wettbewerbsfähigkeit opfern.

Er erklärte:

“Unsere Hoffnung ist es, dass die Unternehmen, oder zumindest einige der Unternehmen verstehen, dass eine wirksame Regulierung das Vertrauen der Menschen und Investoren, die in der Branche tätig werden wollen, fördern wird. Das würde für einen Zirkel der Akzeptanz von digitalen Währungen sorgen.“

Es ist möglich neue Wege zu gehen, sich an die Regeln zu halten und Gewinne zu erwirtschaften, so Lawsky.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Nermin Hajdarbegovic via CoinDesk

Image Source: bbc.co.uk


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