Warum digitale Währungen in China weiter aufblühen

Max Kops

von Max Kops

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Yuan
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Die chinesischen Gesetze und die Landeswährung waren lange Zeit eine Katastrophe. Als es 1994 zur Einführung eines festen Wechselkurses kam, gelang erstmals ein Schritt in Richtung Regulierung.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Damit war der Kapitalfluss unter einen Hut gebracht und konnte von der Regierung kontrolliert werden, vor allem bei grenzüberschreitenden Transfers. Man wollte die Verbreitung des Yuan vorantreiben und möglichst weit kontrollieren. Deswegen beschloss man 2009 weitere Gesetze: Firmen, die nach China exportierten, sollten ihre Preise nicht mehr in Dollar, sondern in Yuan ausweisen. Man wollte den Yuan Verkehr möglichst innerhalb der Volksrepublik halten.

Chinesen freuen sich über Bitcoins

Einer der Gründe, warum gerade die chinesischen Menschen Bitcoins mögen, dürfte ihre Erfahrung damit sein: Seit 2002 gibt es in China die Währung Q Coins, die sehr weit verbreitet ist. Daher sind digitale Währungen an sich keine neue Idee und werden – anders als in den meisten anderen Ländern – weniger skeptisch betrachtet. Q Coins werden von einem Messenger Dienst ausgegeben. Wie ein Journalist auf Coindesk schrieb, hatten in der Regel vier von zehn Personen, die er nach ihrer Email gefragt hatte, ihr Email-Konto bei dem Anbieter QQ, der auch die digitale Währung ins Leben rief.


Ein wichtiger Vorteil von Bitcoins ist für die Chinesen auch die Möglichkeit, Geldtransfers über die Grenzen hinweg durchführen zu können. Gerade für größere Firmen oder Kunden ist dies interessant, da gesetzlich nicht mehr als 350.000 Yuan (ca. 50.000 US-Dollar) über die Grenze hinweg transferiert werden dürfen.

Bitcoins sind eher Geschäftssache

Der Experte für Finanztechnologien und Inhaber einer Beratungsfirma, Zennon Kapron, teilte in einem Interview von CoinDesk mit, dass China in Sachen Bitcoins eher bei der Entwicklung von Mining Hardware und dem Trading verwickelt sei. Demnach hält er es für unwahrscheinlich, dass Bitcoins eine finanzielle Revolution auslösen könnten, da der Fokus nicht auf der Währung selbst, sondern den beiden Bereichen Trading und Miningentwicklung liegt.

Obwohl sehr viele Chinesen Bitcoins bereits benutzen, dürfte die Durchsetzung schwierig werden. Die Transfergebühren für Überweisungen sind anteilsmäßig generell deutlich günstiger als in der westlichen Welt. Gleichzeitig wird der Payment Markt von Plattformen wie Alipay (ein Angebot des Marktplatzes Alibaba) und WeChat umkämpft, die ähnliche Vorteile wie Bitcoins mit herkömmlichen Geld bieten.

Die chinesische Regulierung: Eine Hürde

Eine Hürde für den Bitcoin Durchbruch ist auch die Regulierung in der Volksrepublik. Vergangene Geschehnisse wecken Misstrauen unter den Menschen. Zum Beispiel hatte die volksgenossenschaftliche Bank im Dezember 2013 verkündet, dass es Finanzinstitutionen und Zahlungsabwicklern ab sofort verboten sei, Geschäfte mit Bitcoins durchzuführen. Als der Bitcoin zu diesem Zeitpunkt seinen Höchstwert von ca. 1100 US-Dollar erreicht hatte, brach er kurz nach dieser Mitteilung weltweit um 20 Prozent ein.

Ein solcher Schritt war jedoch aus Sicht vieler Menschen zu erwarten, da die chinesische Regierung vermutlich keine Praktiken zulassen würde, die das Wachstum der eigenen Volkswirtschaft untergraben könnten.

So bleiben Bitcoins in China ein Thema von starkem Interesse, das jedoch durch die Angst vor einer Regulierung gebremst wird. Für Chinesen ergeben sich eventuelle Risiken, die durch eine spätere Regulierung von digitalen Währungen entstehen könnten. Bisher scheinen die Verantwortlichen die Kryptowährungen nur zu beobachten, ohne direkt zu intervenieren. Ob dies bei einem Durchbruch auch so bleibt, ist fraglich.

Quelle: Why Bitcoin Can Flourish in China via Coindesk
Image Source: Fotolia


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