BTC: Eine Währung, Geld oder ein Handelsgut?

Max Kops

von Max Kops

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Bitcoins: Die Bedeutung der Technologie ist für die Nutzer sehr eindeutig. Wenn es allerdings um Staaten geht, driften die Meinungen weit auseinander. Was Bitcoins nun wirklich sind, ein Handelsgut, eine Währung oder doch Geld, haben wir versucht herauszufinden. Wichtig ist die Klassifizierung von Bitcoins vor allem für die steuerrechtliche Behandlung.
Unstimmigkeiten in den Vereinigten Staaten

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Unstimmigkeiten in den Vereinigten Staaten

Gerade in den vereinigten Staaten herrschen viele unterschiedliche Auffassungen von Bitcoin. Jeder Staat legt eigene Gesetze fest und versteht Bitcoins aus einer anderen Perspektive. Gleichzeitig möchte jeder die Kontrolle und den Einfluss auf die Kryptotechnologie erhalten. (Wir sprechen nun bewusst von Kryptotechnologie und nicht von Kryptowährung, da Bitcoins nicht aus der Sicht aller Staaten wirklich eine Währung sind).

Untersucht man einige Institutionen, ergibt sich folgendes Bild von den Bitcoin Vorstellungen:


FinCEN sieht Bitcoins als Währung (currency) an, während man sie im SEC als Geld (money) behandelt.  Beim IRS wiederum sind sie als Wert (property) gelistet, auf der anderen Seite sieht das CFTC sie als Handelsgut (commodity) an.

Debatte um Bitcoins als Handelsgut

Vor allem die Betitelung als Handelsgut, wie das CFTC vorgeschlagen hatte, erregte in der Bitcoin Gemeinschaft großes Aufsehen und löste eine Debatte aus. Würde man Bitcoins tatsächlich als so Besitztum behandeln, hätte das möglicherweise negative Konsequenzen für die Besitzer.

Ausgelöst hatte die Debatte vor allem der folgende Satz des Verantwortlichen für die Durchführung im CFTC, Aitan Goelman:

“Auch wenn die Aufregung um Bitcoins und andere digitale Währungen zur Zeit sehr stark ist, rechtfertigt eine Innovation nicht, dass sie nicht den üblichen Gesetzen und Regeln folgen muss, wie es auch alle anderen Teilnehmer am Handelsmarkt tun müssen.”

Von anderen US-Bürgern heißt es, die Staaten versuchten alle, mehr Kontrolle über Bitcoins und digitale Währungen zu erlangen. Die Klassifizierung sei nur ein Mittel zum Zweck, um dies zu erreichen. Je nachdem, welche Stellung Bitcoins nach dem Gesetz haben, ist es den Regierungen möglich, unterschiedlich stark in die Regulierung einzugreifen.

Bitcoins: Was sind sie wirklich?

Man wird diese Frage nie gänzlich beantworten und ein Ultimatum setzen können, aber man kann sich der Lösung durchaus annähern. Schließlich ändert die Klassifizierung von Bitcoins nichts an der Funktion oder dem Gebrauch, sondern dient ausschließlich rechtlichen Zwecken wie z.B. der Behandlung in Steuerangelegenheiten. Um Bitcoins genauere zu verstehen, sollte man sich die verschiedenen Sichtweisen der US-Regierungen ansehen:
1. Eine Währung oder Geld

Dieser Punkt wird hier vereinfacht zusammengefasst. Für diese Argumentation sprechen würde die Tatsache, dass Bitcoins wie eine übliche Fiatwährung zum Austausch von Gütern dienen. Sie basiert letztendlich auf Vertrauen, auch am nächsten Tag noch einen entsprechenden Gegenwert zu besitzen. Einziger Unterschied: Sie kann nicht wirklich reguliert werden, die maximale Menge an Bitcoins ist mathematisch festgelegt und Transfers werden kollektiv durch andere Teilnehmer durchgeführt.
2. Ein Wert (engl. property)

Der Wert bedeutet, dass man sich an einem Vergleichsobjekt orientiert. X Bitcoins haben den Wert von Y Waren, was in diesem Kontext bedeutet: Bitcoins sind keine wirkliche Währung, sie orientieren sich bspw. an Fiatwährungen und sind nur eine Alternative beziehungsweise ein Komplementär, nicht aber eine eigenständige Währung selbst.

3. Ein Handelsgut

Die Erklärung als Handelsgut liegt den meisten Bitcoin Nutzern wahrscheinlich am Fernsten. Mit Handelsgut gemeint ist zunächst einmal eine Ware bzw. ein Gut. Das bedeutet: Es kann gekauft, benutzt und gehandelt werden. Es dient nicht dazu, selbst eine Währung zu sein, sondern nur für den Eigennutz und den Handel benutzt zu werden. Damit gelte es als Besitztum. Beispiel: Wenn man seine Euros in Bitcoins tauscht, wird dies nicht als Tausch angesehen, sondern als Kauf, da man für das Geld (Euro) eine Ware (Bitcoins) erwirbt.

Fazit

Ein Fazit zu dieser Frage ist unerlässlich subjektiv, was nicht zuletzt durch die Verschiedenheit der Meinungen in US-Staaten gezeigt wird. Eine ultimative Antwort darauf wird man nicht geben können, jedoch sprechen einige Argumente für die Sichtweise der Währung:

Bitcoins werden nicht gekauft, um sie (wie beispielsweise ein Eigentumshaus) zu benutzen. Aus diesem Grund ist die Behandlung als Ware / Handelsgut nicht plausibel. Hauptsächlich dienen Bitcoins dem Austausch, also dem Kauf und Verkauf von anderen Waren. Demnach wären sie eine Währung. Dafür sprechen würde ebenfalls, dass es sich bei Bitcoins um ein kollektives Ökosystem handelt, dass auf dem Vertrauen der anderen Nutzer beruht und den Austausch regelt.

BTC-Echo

Quelle: Bitcoin as a Commodity, Seriously?
Alle geschilderten Informationen sind lediglich subjektive Wahrnehmungen und nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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