Bitcoin zwischen Verbot und ETF: Das Regulierungs-ECHO

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Bitcoin zwischen Verbot und ETF: Das Regulierungs-ECHO

Was die Regulierung von Bitcoin, Ripple & Co. angeht, zeigte die letzte Woche gespaltene Ansätze: Zwischen Verbotsansätzen und einem neuen Antrag auf einen BTC ETF. Außerdem plant Belfast eine eigene Währung. Das Regulierungs-ECHO.

Während der Bitcoin-Kurs in der vergangenen Woche starke Zuwächse verbuchen konnte, tat sich auch an der Regulierungs-Front einiges.

Deutschland wird die Lastschrift zur Last – Zeit für Bitcoin?

Immer weniger Deutsche bezahlen im Einzelhandel mit Bargeld. Wie aus einer aktuellen Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI hervorgeht, lag der Umsatzanteil von Bargeldzahlungen im Jahr 2018 mit 48,3 Prozent erstmals unter dem bargeldlos erzielten Umsatz (48,6 Prozent). Dabei sinkt vor allem die Bezahlung per SEPA-Lastschriftverfahren in der Gunst der Kunden. Eine gute Möglichkeit, um sich Kryptowährungen näher anzuschauen.

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Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz fordert wieder Verbot von Kryptowährungen

Eine Negativmeldung, die die Community bisher weniger tangierte: Der gefeierte US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz bezieht klar Stellung gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen. So seien regulierte digitale Währungen aufgrund ihrer Intransparenz ein Quell für Geldwäsche und Kriminalität. Zudem würde ein Verbot von Bitcoin & Co. bei gleichzeitiger Weiterentwicklung US-Dollar-basierter elektronischer Zahlungen die US-Volkswirtschaft stabilisieren. Seine Rechnung hat der Wissenschaftler jedoch ohne das Volk gemacht.

US-Justiz verhaftet Betreiber von Darknet-Webseite Deep Dot Web

Die dunkle Seite von Kryptowährungen zeigt indes die folgende Nachricht aus Übersee: US-Justiz-Behörden verhafteten am 7. Mai zwei Betreiber der Onion-Website Deep Dot Web. Die beiden israelischen Staatsbürger sollen über die Vermittlung zu Darknet-Marktplätzen über 15 Millionen US-Dollar verdient haben. Der Vorwurf: Sie sollen den Zugang zu Online-Schwarzmärkten erheblich vereinfacht haben.

Malta schafft erstes Handelsregister mit Blockchain-Technologie

Im öffentlichen Sektor gibt es für die Blockchain-Technologie indes zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten: Verschiedene Länder erforschen bereits die Möglichkeiten dezentraler Datenverwaltungen und arbeiten an Pilotprojekten. Bereiche wie Grundbücher, Handelsregister oder Abstimmungssysteme bieten sich hier an. Malta macht derzeit einen Vorstoß mit der Anwendung der Blockchain für sein Handelsregister.

Nordirische Hauptstadt plant eigene Währung – Aufschwung dank Belfast Coin?

Im Zuge einer internationalen Förderinitiative will die nordirische Hauptstadt Belfast noch in diesem Jahr eine eigene Kryptowährung herausgeben. Mit dieser will die Stadt Bürger für vorbildliches Verhalten wie Recycling belohnen. Übergeordnetes Ziel des Belfast-Coin soll es also sein, die stagnierende Wirtschaft in der ehemaligen Industriestadt anzukurbeln. Diese muss mit Blick auf den anstehenden Brexit und das Szenario einer harten Grenze auf der irischen Insel indes um ihre Zukunft bangen.

Bitcoin und Ether als ETF? SEC erhält neuen Antrag

Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Die SEC hat einen weiteren Antrag für einen Bitcoin- und Ether-ETF erhalten. Der Fonds soll an die Entwicklung von Bitcoin und Ether gekoppelt sein. Die Zulassungsentscheidung steht – man mag es bereits ahnen – noch aus. Börsengehandelte Fonds für Bitcoin & Co. könnten jedoch bald Wirklichkeit werden.

USA: Kongressmitglied will Kryptowährungen verbieten

Der kalifornische Abgeordnete Brad Sherman will ein Verbot von Bitcoin erreichen. In einer Sitzung rief der US-Demokrat am 9. Mai seine Amtskollegen zur Unterstützung im Kampf gegen Kryptowährungen auf. Dabei äußerste sich Sherman nicht zum ersten Mal derart Bitcoin-kritisch. Neben den üblichen Vorurteilen wie Begünstigung von Kriminalität sieht er im Bitcoin zudem eine ernsthafte Bedrohung für Staat und Bürger.

FinCEN veröffentlicht Richtlinien

Die Ermittlungsbehörde des US-amerikanischen Finanzministeriums, FinCEN, hat Richtlinien zur Einstufung von Zahlungsdienstleistern im Krypto-Sektor veröffentlicht. Das Papier enthält keine neuen Bestimmungen, sondern fasst vielmehr den regulatorischen Status quo zusammen. Demnach fällt jeder gewerbsmäßige Umgang mit Bitcoin & Co. unter das Bankengesetz von 1970 und ist mit strengen Auflagen verbunden – ein Hemmschuh für die Weiterentwicklung des Krypt0-Ökosystems.

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