Bitcoin zwischen Jahreshoch und Reorg-Debatte – Das Meinungs-ECHO

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Shutterstock

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Der Binance-Hack von vergangener Woche erschütterte die Krypto-Gemeinde mehr als den Bitcoin-Kurs. Während erstere sich insbesondere über das Gedankenspiel einer Reorganisierung der Bitcoin-Blockchain mokierte, setzte letzterer gelassen seine Reise über die 6.000-US-Dollar-Marke fort – von FUD keine Spur. Das BTC-Jahreshoch gibt Wasser auf die Mühlen der Bitcoin-Bullen – ruft jedoch auch altbekannte Krypto-Kritiker auf den Plan. Das Meinungs-ECHO.

Was sind schon 7.000 Bitcoin? Nicht genug, um ernsthaft eine Reorganisierung der Blockchain zu rechtfertigen. Dass Binance-Chef Changpeng Zhao eine solche überhaupt in Erwägung gezogen hat, schockierte weite Teile der Krypto-Gemeinde mehr als der Verlust der Bitcoin-Einlagen im Gegenwert von knapp 38 Millionen Euro, den die Bitcoin-Börse in der vergangenen Woche zu verkraften hatte. Das Meinungs-ECHO.

„Wait, what?“ – Binance schockt mit Gedankenexperiment

Untätigkeit konnte man  Changpeng Zhao angesichts des Börsenhacks beim besten Willen nicht unterstellen. Allerdings trieb sein Aktionismus den Börsen-Chef in gefährliche Gewässer. So teilte er auf Twitter mit:

Nach Gesprächen mit verschiedenen Parteien, darunter @JeremyRubin, @_prestwich, @bcmakes, @hasufl, @JihanWu und andere haben wir uns entschieden, den Reorg[anisierungs]-Ansatz NICHT zu verfolgen. […]

– Changpeng Zhao

Damit stach „CZ“ in ein Wespennest: Schließlich bedürfte es für die Reorganisierung der Bitcoin Blockchain unter anderem, eine Mehrheit der Miner hinter sich zu versammeln. Das stinkt nach Zentralisierung und stößt naturgemäß auf wenig Gegenliebe seitens der getriggerten Bitcoin-Gemeinde. Da half auch nicht, dass Zhao seine Beweggründe gleich mitzwischerte – das Kind war bereits in den Brunnen gefallen und Zhao fand sich im Auge eines Shitstorms wieder.


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Auch bei Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin stieß Zhaos Tweet buchstäblich auf wenig Verständnis:

Moment, wie bitte?

– Vitalik Buterin

https://twitter.com/VitalikButerin/status/1126089052816416769

Zhao sah sich infolge der Reaktionen zu einer weiteren Klarstellung veranlasst. Die Idee sei nicht auf seinem Mist gewachsen; ferner sei es wohl nicht verwerflich, etwas Neues zu lernen:

Ich wusste nicht einmal, dass es möglich war, bis jemand es erwähnte, nichts Falsches daran, etwas zu erfahren, was ich vorher nicht wusste.

– Changpeng Zhao

Entgegen der schlimmsten Befürchtungen hat der Bitcoin-Kurs auf die schlechten Nachrichten von Binance mehr als gelassen reagiert und am Mittwoch ein neues Jahreshoch erreicht. Daraufhin ließ Zhao sich zu einem Buterin-Zitat hinreißen:

Moment, wie bitte?

-Changpeng Zhao

Bitcoin in 18 Monaten bei 20.000 US-Dollar, meint Mike Novogratz

Was sind schon 6.000 US-Dollar, fragt indes Mike Novogratz. Bitcoin ist auf dem Weg, sein Allzeithoch von rund 20.000 US-Dollar – die älteren werden sich erinnern – wieder zu erreichen. Gegenüber dem US-amerikanischen Wirtschaftsnachrichtensender FOX Business äußerte sich der Chef von Galaxy Digital Holdings gewohnt bullish:

Er [der Bitcoin-Kurs] wird in sechs Monaten oder einem Jahr deutlich höher sein. Er wird zuerst auf 10.000 zurückgehen, und es wird wieder auf 20.000 US-Dollar zurückgehen – es würde mich nicht überraschen, wenn wir in 18 Monaten wieder die 20.000 US-Dollar sehen.

Doch nicht nur im US-Fernsehen rührte Novogratz seine abgewetzte Bitcoin-Werbetrommel. Auf der Konferenz SALT 2019 in Las Vegas untermauerte er seinen Claim, dass bei 6.000 US-Dollar das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sei. Sollte der Bitcoin-Kurs zur Weihnachtszeit nicht über 6.000 US-Dollar liegen, werde er ein T-Shirt mit der Aufschrift „Nouriel hatte recht“ tragen. Damit wandte er sich an keinen anderen als den Bitcoin-Hassprediger Nouriel „Dr. Doom“ Roubini, der ebenfalls an der Diskussion teilnahm. Im Gegenzug solle Roubini ein „I love Bitcoin“-Shirt tragen, wenn der BTC-Kurs an Weihnachten jenseits der 6.000 US-Dollar liegt. Roubini reagierte auf den Vorschlag eiskalt. Es sei ihm egal, was aus Bitcoin werde, begegnete Dr. Doom der Novogratz-Wette laut einem Bericht von CNBC.

Bitcoin sollte abgeschafft werden

Mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat Roubini einen prominenten Bruder im Geiste gefunden. Stiglitz wetterte auf CNBC gegen Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen:

Die Aufmerksamkeit für Kryptowährungen beunruhigt mich enorm, weil diese die Dinge von einer transparenten Plattform hin zu einer dunklen Plattform verschieben.

– Joseph E. Stiglitz

Deshalb fordert Stiglitz ein „Verbot“ von Bitcoin & Co.

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