Bitcoin Wochenrückblick: 2014 schließt mit einem Bärenmarkt

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © alswart, Fotolia

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Auch das Handelsvolumen ist im Vergleich zur Woche zuvor um 24% gefallen, dazu beigetragen haben aber sicherlich auch die Weihnachtsfeiertage.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

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Zu Beginn der Woche stand der Bitcoin-Preis bei 330,67 USD und schloss mit 316,80 USD die Woche ab, Tendenz: fallend. Der Verlust der vergangenen Woche lag somit bei 13,87 USD oder 4,2%.
Ein Hoch mit 335,88 USD erreichte der Bitcoin am 23. Dezember und fiel vier Tage später auf ein 312,40 US Tief.
Der Bitcoin-Preis war somit in diesem Monat alles andere als bullish. Noch im November erreichte der Bitcoin wieder “Spitzenwerte” von über 400 USD, seit Anfang Dezember befindet er sich jedoch wieder in einer Abwärtsspirale.

Auch das Handelsvolumen ist im Vergleich zur Woche zuvor um 24% gefallen, dazu beigetragen haben aber sicherlich auch die Weihnachtsfeiertage.

Die chinesischen Börsen OKCoin und BTC China verzeichneten einen Volumenverlust von je 18 bzw. 17 Prozent. Bei anderen Börsen sah es sogar noch etwas schlimmer aus. Bei Bitstamp sank das Handelsvolumen um 56% und bei Bitfinex um 54%.

Volumen gesamt:

 

Druck durch steuerliche Verkaufsverluste

Ein Marktbeochbachter hatte im Dezember gesagt, dass die weit verbreiteten Steuersenkungsmaßnahme zu der Preistalfahrt beigetragen haben. An den US-Wertpapiermärkten haben vielen Investoren ihre Wertpapiere oder andere Vermögenswerte die einen Verlust eingefahren abgestoßen um so kurzfristig Kapitalertragssteuer zu sparen. Diese Vorgehen hat die Märkte so stark beeinflusst, dass diese Handelsstrategien die Schwankungen erzeugt haben.

Dieses “Tax-Loss Selling” kann den Bitcoin-Preis in den Keller getrieben haben, so Harry Yeh, Managing Partner bei Binary Financial. Spekulanten die mit Bitcoin spekuliert haben und einen Verlust eingefahren haben, konnten somit ihre Verluste mindern indem sie Bitcoin verkauften, bevor die neue Steuerperiode beginnt.

Mit einem Tief von fast 300 US-Dollar hat Bitcoin den Boden erreicht und ist dazu verdammt sich im kommenden Jahr zu erholen, so Yeh.

Yeh sagt, dass ein potentieller Katalysator, der Bitcoin in Schwung bringen könnte die Einführung von Derivate ist.

Da es bereits viele neue Verträge in den Bitcoin-Welt angekündigt wurden, haben Zahlungsabwickler, Miner und Spekulanten die Möglichkeit ihr Bitcoin-Vermögen besser abzusichern, so Yeh. Das sollte Investoren dazu animieren, auch größere Summen von Bitcoin zu halten.

Der Nasdaq Spezialist Martin Tillier stimmt dem zu.

Große Hoffnung in 2015

Große Händler die seit 2014 Bitcoin akzeptieren haben einen großen Verkaufsdruck auf Bitcoin ausgeübt da sie keine Bitcoin-Bestände halten, sondern ihre BTC direkt in Fiat-Währungen tauschen, so Tillier.

Im kommenden Jahr werden aber einige große Händler dazu wechseln ihre BTC behalten anstatt sie direkt einzutauschen. Wenn sie dann damit beginnen sich gegenseitig in Bitcoin zu bezahlen, wird die Nachfrage für Bitcoin stetig steigen und den Preis wieder in die Höhe treiben, da ist sich Tillier sicher.

Wenn wir uns einmal die Makrofaktoren anschauen kann es immer wieder dazu kommen, dass eine Fiat-Währung einen so großen Wertverlust erleidet, dass Bitcoin als “sicherer Himmel” gesehen wird.

Der russische Rubel hat zum ein Drittel des Wertes in diesem Jahr verloren. Das Handelsvolumen BTC/Rubel konnte sich an den Bitcoin Börsen BTC-e und Local Bitcoins sehen lassen. Hier stieg das Handelsvolumen wie bei sonst bei keiner anderen Währung.

Bitcoin hat in 2014 viele Tiefs getestet und es scheint als hätten die Bären dieses Jahr gewonnen. Bitcoin Bullen hoffen, dass das neue Jahr neue Hoffnung bringt und den Preis wieder kräftig nach oben treibt.

BTC-Echo
Englische Originalfassung via CoinDesk
Image Source: Fotolia
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