Bitcoin-Unternehmen & EU-Banken arbeiten an Lohndienstleistung

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Der Zahlungsdienstleister Bitwage ist ein Unternehmen aus dem Silicon Valley. Nun hat sich Bitwage mit Banken in der EU zusammengeschlossen, um eine Lösung zu finden, wie Löhne in Echtzeit ausgezahlt werden können.
Ungewöhnliche Fortschritte

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Ungewöhnliche Fortschritte

In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen an, zwei große Fortschritte gemacht zu haben: Verfolgung von Transaktionen in Echtzeit und eine Dispo-Lösung. Alle Mitarbeiter aus EU-Unternehmen könnten somit sehen, dass sie ihr Gehalt von Bitwage erhalten haben, ohne darauf warten zu müssen, dass die ganze Gehaltsliste abgearbeitet werden muss.

Zuvor hat Bitwage gefordert, dass Gehälter mit unklarer Herkunft eine zusätzliche Überprüfung benötigen. Diese Überprüfung sollte sicherstellen, dass die verschickten Gehälter wirklich zum genannten Empfänger gehören.

Mit individuellen IBANs ist es in der EU nicht mehr notwendig eine solche Überprüfung vorzunehmen. Beschreibungen zum Zahlungsvorgang sind für eine Transaktion damit obsolet.

Externe Unterstützung


Laut dem Bitwage-Präsidenten, Jonathan Chester, soll dieser Service erst durch die BPIFrance grant möglich gemacht worden sein.

Chester sagt:

“Wir stellen mit Freuden fest, dass wir individuelle IBAN-Nummern für Gehaltszahlungen in der EU einsetzen können. EU-Nutzer können nun eine direkte Einzahlung auf ihr bevorzugtes Wallet anfordern. Dies wurde uns durch eine neue Partnerschaft mit einer Bank ermöglicht.”

Ein flexibleres System

Für Chester war diese Situation etwas fremd. Er erklärte Cointelegraph, dass man in der EU sein Gehalt meist vollständig auf ein Bankkonto überweisen lässt, aber dass es in den USA nicht ungewöhnlich ist sein Gehalt auf zwei Konten aufzuteilen.

Im letzten Jahr fügte Bitwage eine neue Funktion für das Aufteilen eines Gehalts ein. Nutzer können seitdem ihr gesamtes Gehalt über Bitwage beziehen und noch auf der Plattform selbst in digitale oder lokale Währungen wie Euro, US-Dollar oder GBP wechseln.

Bitwages neuste Lösung sieht die Implementation einzigartiger IBAN-Nummern für alle Lohnbezieher in der EU vor. Die Nutzer in der EU können nun direkte Einzahlungen in jegliches Wallet vornehmen. Sollte das monatliche Transaktionsvolumen 1.999 EUR übersteigen, so muss man ebenfalls eine EU-IBAN anfordern.

Chester erklärte:

“Bitwage ist die bekannteste Gehalts- und Rechnungslösung auf Basis von Bitcoin. Wir hoffen, dass wir innovative Lösungen von den USA auf den europäischen Markt transferieren können, damit man auch dort sein Gehalt in digitalen Währungen beziehen kann. Schnellere, günstigere und grenzenlose Zahlungen sind hier die Vorteile. Den Anfang auf dem europäischen Markt sehen wir bei Freelancern und Gastarbeitern aus Ländern mit schwacher Finanzinfrastruktur, wie z.B. Venezuela, Brasilien, Marokko und Ländern in Osteuropa.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Iyke Aru via cointelegraph


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