Bitcoin und traditionelle Märkte – Trotz temporärer Flaute weiter an der Spitze

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Vor dem Wochenende zeigte der Bitcoin-Kurs etwas Schwäche, wodurch seine Performance temporär auf das Niveau der Vergleichsassets sank. Dennoch überragt die kumulierte Performance seit August 2018 wieder die der Vergleichsassets.

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017.

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Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten. Zum einen wäre es interessant zu sehen, ob und wie stark Bitcoin zu traditionellen Märkten gekoppelt ist. Zum anderen ist ein stabiles Asset für ein langfristiges Investment attraktiv. Die Volatilität des Assets muss zwar nicht extrem gering sein. Sie sollte aber wenigstens über einen längeren Zeitraum eine gewisse Konstanz aufweisen.

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation, eine gleitende Volatilität und eine gleitende Performance. Die drei letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage berechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und Dax sowie Öl und Gold.

Bevor wir uns die Daten anschauen, gibt es vorab eine wichtige Info: Die Analyse wurde auf Basis der Kursentwicklungen bis zum 14. Juni erstellt. Da am Wochenende kein Handel an klassischen Börsen stattfindet, existieren für jene Werte keine Daten. Ein kurzer Blick zeigt jedoch, dass die Grundaussagen weiterhin trotz der jüngsten Kursrallye, die Bitcoin über 9.000 US-Dollar trieb, gilt.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Wie man es im Krypto-Sektor kennt: Die Kryptowährungen sind extrem stark miteinander korreliert. Die einzigen zwei wirklich nennenswerten Ausnahmen sind weiterhin der Binance-Coin-Kurs und der Kurs von Bitcoin SV. Ansonsten liegen die Korrelationen mindestens bei 50 Prozent:

 

Kommen wir zum Vergleich zwischen Bitcoin und den traditionellen Märkten: Bis auf Gold sind alle Vergleichsassets zu Bitcoin negativ korreliert, wobei der Nikkei-Index und Öl nur eine schwache Kopplung besitzen.

Zwischenzeitlich versuchten die drei Indizes der steigenden Korrelation von Gold zu folgen, jedoch fiel die Kopplung zu Bitcoin wieder zurück ins Negative:

Insgesamt liegt die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten bei 16 Prozent und ist damit das unabhängigste Asset in unserem Marktvergleich. Unter Berücksichtigung von Kompensationseffekten durch etwaige Antikorrelationen erhält man eine negative Korrelation von drei Prozent. Gold ist zum übrigen Markt ebenfalls negativ korreliert, jedoch ist die Kopplung zu den übrigen Märkten mit acht Prozent etwas stärker. Bitcoin ist also auch unter Betrachtung von Kompensationseffekten aktuell das unabhängigste Asset.

Die Volatilität ist wieder etwas gefallen und bewegt sich aktuell über vier Prozent. Während die Volatilität des übrigen Markts weiterhin unter einem Prozent liegt und sich kaum bewegt, ist die von Öl nun auf über zwei Prozent gestiegen:

Performance von Bitcoin leicht unter der von Gold

Bis zum Wochenende schwächelte die Performance von Bitcoin. Zwar liegt die mittlere monatliche Performance weiterhin über der der Vergleichsassets, aber der Abstand ist ziemlich geschrumpft. Dafür konnten die Performances der Indizes S&P 500, Dax und Nikkei immerhin wieder aus dem negativen Bereich ansteigen. Sie liegen aber weiterhin unter der Performance von Gold. Öl schließlich hat eine negative Performance von 0,5 Prozent:

Mit der schwächelnden Performance ist die von Bitcoin aktuell unter die der Indizes S&P 500 und Nikkei gefallen. Auch der DAX performt aktuell fast so gut wie der Bitcoin-Kurs. Lediglich Gold und Öl sind weit abgeschlagen und tänzeln um die Null:

Für die kumulierte Performance seit August 2018 ist das jedoch nicht so dramatisch. Nach einem kurzen Dip von Anfang Juni konnte Bitcoin wieder über Gold steigen. Seit August 2018 kann Bitcoin trotz des Bärenmarkts Ende 2018 auf einen Gewinn von 20 Prozent blicken. Ein Hodler, der am 1. August eingestiegen wäre, hätte also bis heute einen Gewinn von 20 Prozent erzielt. Für Gold läge dieser bei knappen zehn Prozent, für den S&P 500 hätte er wenigstens keine Verluste einfahren müssen und für Öl hätte er über 20 Prozent seines Depotwerts verloren:

Es gilt also weiterhin, dass sich Bitcoin als gute Ergänzung zu klassischen Portfolios zeigt. Die Korrelation ist nach wie vor sehr gering und auch die Performance ist, vor allem langfristig betrachtet, äußerst attraktiv. Einzig die hohe Volatilität könnte Investoren abschrecken.

Daten am 14. Juni von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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