Was Bitcoin und die Massenakzeptanz voneinander trennt

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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“Jeder denkt Bitcoin sei die Währung der Kriminellen.”

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Alasdair Rambaud, dem Präsidenten eines führenden Unternehmen für Zahlungsabwicklung (CardinalCommerce) zufolge ist das der einzige Grund, warum sich Bitcoin in der breiten Masse noch nicht etablieren konnte.

Rambaud glaubt, dass die meisten “großen Händler” in den USA darüber nachdenken, Bitcoin als Zahlungsmittel zu integrieren und die Gründe dafür gehen weitaus tiefer, als dass wohlmöglich nur ein breiteres Publikum erreicht werden kann:


Rambaud:

“Ich sehe keine weiteren Gründe außer das schlechte Image der digitalen Währung, die gegen eine Akzeptanz von Bitcoin sprechen. Bitcoin ist einfach zu nutzen, Bitcoin ist super transparent und als Unternehmen ist man heutzutage keinen Risiken mehr ausgesetzt.”

Nicht zuletzt aus diesen Gründen hat sich sein Unternehmen am 25. März für eine Partnerschaft mit Bitnet entschlossen. Durch die Partnerschaft hat jeder CardinalCommerce Händler die Möglichkeit, Bitcoin durch den OneConnection-Service zu akzeptieren.

Cardinal selbst positioniert sich als ein Unternehmen, was die digitalen Zahlungsmethoden stärker fördern will und basiert die Entscheidung der Bitcoin-Akzeptanz auf die starke Kundennachfrage:

“Wir haben eine Umfrage gestartet und uns erkundigt, ob die Unternehmen eine Bitcoin-Integration wünschen. Die Resonanz war durchweg positiv und die Unternehmen fanden die Idee höchst interessant.”

Der Wettbewerb

Rambaud ist der Meinung, dass internationale e-Commerce Unternehmen durch ein Bitcoin-Akzeptanz deutlich an Fahrt gewinnen und sich von dem Wettbewerb absetzen können:

“Wenn Unternehmen eine Bestellung aus Nigeria erhalten und eine Kreditkartenzahung erwünscht ist, wird die Bestellung nicht all zu selten abgelehnt,” erklärt Rambaud. “Mit Bitcoin sieht die Sache jedoch anders aus, denn das Unternehmen erhält durch die digitalen Währungen gleichzeitig eine Zahlungsgarantie.”

Rambaud erklärt weiter, dass den Unternehmen heutzutage sehr viel daran gelegen ist, eine Lösung mit niedrigen Transaktionskosten zu finden. Dies sei ein weiterer Schmerzpunkt der das Interesse der Unternehmen an Bitcoin weckt.

“Unternehmen suchen nach einer Möglichkeit die Transaktionskosten zu senken. Bitcoin bietet die Lösung.”

Bitcoin als revolutionäre Zahlungsmethode

Rambaud sieht Bitcoin von den anderen alternativen Zahlungsmethoden davon ziehen und lobt besonders die Einsparung von Kreditkartengebühren und den Wegfall der Währungsumrechnung.

“Wenn man sich Google Wallet, MasterPass und die vielen anderen alternativen Zahlungsmethoden anschaut, spart das Unternehmen nicht einen Cent,” so Rambaud. “Alle diese Zahlungsmethoden ändern das Geschäftsmodell in keinster Weise.”

Rambaud sagt  die einfache Handhabung dieser Zahlungsmethoden habe sich nicht erwiesen und dass die Ähnlichkeit zu traditionellen Zahlungsoptionen zu groß sei.

Ein Grund dafür, warum sich sein Unternehmen für Bitcoin entschieden hat, seien die hohen Kreditkartengebühren für seine Reisen von Amerika nach Europa:

“Ich bin ein französischer US-Staatsbürger was mich oftmals dazu zwingt, den Dollar und den Euro zu nutzen,” so Rambaud. “Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass die Kosten in den traditionellen Zahlungsmethoden sehr gut versteckt sind, aber glücklicherweise habe ich einen finanziellen Hintergrund und ich war in der Lage, alle Kosten aufzudecken. Ich war nicht glücklich mit dem, was ich gesehen habe.”

Heute nutzt Rambaud zwei Bitcoin Wallets – Ein Wallet ist mit einem amerikanischen Bankkonto und eins mit einem europäischen Bankkonto verbunden.

Integration der Händler und Geschäfte

Der Schlüssel zur Senkung der Kosten ist erstens die Integration von Bitcoin seitens der Händler und zweitens das gleichzeitige setzen von diversen Anreizen (Rabatten), wenn die Kunden in Bitcoin zahlen. In etwa so wie es Rakuten im Rahmen der Bitcoin-Integration durch eine Partnerschaft mit Bitnet getan hat.

Diese Rabatte, so Rambaud, sind ein effektiver Weg eine Win-Win Situation für beide Seiten zu erzeugen. Sowohl für den Händler als auch für den Kunden, der vielleicht noch immer denkt, dass Kreditkarten Payback-Punkte das Nonplusultra sind.

“Klar gibt es Punkte Junkies, aber wenn mir gesagt wird, dass ich für 2% Transaktionsgebühr 100 Punkte bekomme, bevorzuge ich doch lieber die 2% Rabatt die ich bekomme, wenn ich mit Bitcoin zahle. Das nenne ich einen klaren Mehrwert,” so Rambaud.

Rambaud könnte noch weitere Vorteile der Bitcoin-Akzeptanz herunterzählen, aber das überlässt er lieber seinem neuen Partner Bitnet, der genauso wie alle anderen Zahlungsabwickler der beste Ansprechpartner für eine Bitcoin-Integration ist.

Abschließend sagte Rimbaud, dass die gesamte Bitcoin-Branche an einem Strang ziehen muss und sich immer ein gemeinsames Ziel vor Augen halten soll:

“Jeder, der mit Bitcoin mit Bitcoin zu tun hat, sollte an dem Image der digitalen Währung arbeiten.”

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk

Image Source: CoinDesk


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