Bitcoin unbeeindruckt von Gebühren an Chinas Börsen

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen.

Quelle: TradingView

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Die chinesischen Bitcoin-Exchanges führen Gebühren ein – und bisher interessiert das den Kurs wie der sprichwörtliche Reissack ebenda.

Bisher zeigt sich der Kurs recht unbeeindruckt und nimmt bestenfalls schwach ab. Die Einführung von Trading-Gebühren an drei der größten Kryptobörsen ließ anderes befürchten.


BTCC, Huobi und OKCoin haben eine Gebühr von 0.2% für Käufe und Verkäufe eingeführt. Diese Entscheidung wird, wie auch die jüngst verhangene Ende für Margin-Trading, letztlich auf Chinas Zentralbank zurückgeführt – das Stop für Margin-Trading geht ja sogar auf eine Bitte der Zentralbank zurück.

Offizieller Grund für die Gebühren scheint zu sein, dass man so eine Marktmanipulation erschweren und damit die Volatilität verringern will.

Auch wenn wie oben gesagt die Gebühren keinen Einfluss auf den Preis hatten: Gemäß einigen Marktdaten haben alle drei genannten Börsen Einbußen bezüglich Handelsvolumen hinnehmen müssen.

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Gemäß Daten von Bitcoinity gab es auf OKCoin zwischen 23 Uhr und Mitternacht (Eastern Standard Time) 4800 Trades – was innerhalb von einer Stunde auf 1000 Trades fiel. Das Volumen fiel also um über 80%.

Ähnliches lässt sich über BTCChina sagen:

Nach 37000 Trades zwischen 19 und 20 Uhr (EST) brach das Volumen auf 1000 Trades zwischen Mitternacht und ein Uhr herunter.

Für Huobi ergibt ein Blick auf CryptoWatch, dass das tägliche Volumen an Trades von 120000 bis 150000 in den letzten Tagen mit den Gebühren auf unter 40000 Trades gefallen ist.

So weit zu den Volumeneinbußen. Die sind übel, keine Frage. Bisher blieb der dramatische Effekt auf den Kurs jedoch aus.

Gemäß Daten von Coinbase ist der Kurs in den letzten zwei Tagen um einen Prozent gefallen. Märkte, die CNY-dominiert sind, sind sogar um 6% angestiegen.

Volumeneinbruch – ein Grund zur Hoffnung?

Da die Einführung der Tradinggebühren bekanng war haben die Trader größtenteils optimistische Töne angestimmt. So nennt Kong Gao, der Marketingmanager des Trading-Büros Richfunx, das neue Volumen “organischer als vorher”. Langfristig sieht er die Entwicklung für das Bitcoin-Ökosystem positiv, auch wenn sich der Markt an die neuen Hürden gewöhnen muss.

In ein ähnliches Horn bläst Zhao Dong: die neuen Volumen auf den Exchanges zeigen seiner Einschätzung nach das Ende der High-Frequency Traders. Dieses Ende hätte wiederum einen Einfluß auf reine Spekulierer, was seiner Meinung nach die aktuell größte Nutzergruppe der Digitalwährung ist.

“Letztlich ist ein Trading Volumen von 10000-20000 realistisch – das würde jenen entsprechen, die wirklich Bitcoin nutzen. Die Zahlen, die oft eineGrößenordnung höher sind, hängen eher mit kurzfristigen Spekulationen zsammen. “

Seiner Meinung nach wird es deshalb auf den chinesischen Börsen weitere Änderungen geben.

“Glaubt mir, das Trading Volumen wird noch weiter fallen.”

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Pete Rizzo und Stan Higgins via CoinDesk


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