Wie funktioniert eigentlich eine Bitcoin Transaktion?

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Quelle: © Gorgsenegger, Fotolia

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Bitcoin Transaktionen sind durch digitale Signaturen gesichert und werden von und nach elektronischen Bitcoin Wallets geschickt. Jeder in dem Netzwerk weiß über eine Transaktion Bescheid, und die Geschichte einer Transaktion kann bis zu dem Zeitpunkt zurückgeführt werden, an dem die Bitcoins produziert wurden.

s ist eine Aufzeichnung darüber, welche Sender-Adresse zuvor Alice diese Bitcoins geschickt hat (sie hat sie von ihrer Freundin Eve erhalten).
Eine Menge: Dies ist die Menge an Bitcoins die Alice Bob schickt.
Ein Output: Dies ist die Bitcoin Adresse von Bob (Empfängeradresse).

Wie werden Bitcoins gesendet?


Um Bitcoins zu versenden braucht man zwei Dinge: Eine Bitcoin Adresse und einen privaten Schlüssel. Eine Bitcoin Adresse wird zufällig generiert und ist einfach eine Reihenfolge aus Buchstaben und Zahlen. Der private Schlüssel ist eine andere Folge aus Buchstaben und Zahlen, doch anders als die Bitcoin Adresse wird dieser geheim gehalten.

Die Bitcoin Adresse kann man wie ein Schließfach mit einer gläsernen Seite vorstellen. Jeder weiß was sich darin befindet, aber nur der private Schlüssel kann es aufschließen und Dinge hineinlegen oder herausnehmen.

Wenn Alice Bitcoins an Bob senden will, nutzt sie ihren privaten Schlüssel um eine Nachricht mit dem Input (die vorhergegangene Transaktion der Coins), der Menge und dem Output (Bobs Adresse) zu signieren.

Dann versendet sie ihre Bitcoins von ihrem Wallet an das breite Bitcoin Netzwerk. Dort verifizieren Bitcoin Miner die Transaktion, setzen sie in den Transaktionsblock und lösen sie eventuell auf.

Warum muss ich manchmal darauf warten, dass meine Transaktion bestätigt wird?

Da eine Transaktion von Minern bestätigt werden muss, ist man manchmal dazu gezwungen zu warten bis sie fertig mit dem Schürfen (Minen) sind. Das Bitcoin Protokoll ist so eingestellt, dass jeder Block etwa 10 Minuten braucht um geschürft zu werden.

Manche Händler lassen jemanden warten bis dieser Block bestätigt wurde, was bedeutet, dass man sich in der Zwischenzeit ruhig einen Kaffee machen und nach einer kurzen Weile zurückkommen kann, um die digitalen Waren oder Dienstleistungen anzunehmen.

Andersherum gibt es einige Händler die nicht warten bis die Transaktion bestätigt wurde. Sie gehen das Risiko ein und nehmen an, dass man nicht unbedingt versucht seine Bitcoins für andere Dinge auszugeben, bevor die Transaktion bestätigt wurde. Dies ist bei niedrigen Transaktionen verbreitet, bei denen das Risiko eines Betrugs nicht so hoch ist (Micropayment). Jeder Empfänger kann selbst entscheiden wie viele Bestätigungen er verlangt. Je mehr desto sicherer, aber desto länger dauert auch die Transaktion.

Was ist wenn die Input und Output Menge nicht gleich sind?

Da Bitcoin nur als Aufzeichnungen der Transaktionen existieren, können viele verschiedene Transaktionen an eine spezielle Bitcoin Adresse gebunden sein. Vielleicht hat Jane Alice zwei Bitcoin geschickt, Philip hat ihr einen Bitcoin gesendet und Eve nur einen, alle als getrennte Transaktionen zu separaten Uhrzeiten.

Sie werden nicht automatisch in Alice Wallet zu sechs bestehenden Bitcoins in einer Datei umgewandelt. Sie sind lediglich als verschiedene Transaktionsaufzeichungen vorhanden.

Wenn Alice Bob Bitcoins senden will, wird ihr Wallet versuchen Transaktionsaufzeichungen mit verschiedenen Mengen zu nutzen, die sich zu der Menge an Bitcoins addieren, die sie Bob schicken wollte.

Es besteht die Möglichkeit, dass Alice nicht die genaue Menge an Bitcoins von ihren Transaktionen haben wird, wenn sie an Bob versendet. Vielleicht möchte sie nur 1,5 BTC an Bob versenden.

Keine der Transaktionen die sie in ihrem Wallet hat ist für diese Menge ausgelegt, bzw. ergeben zusammen die gewünschte Menge. Alice kann nicht einfach eine Transaktion in kleinere Transaktionen aufteilen. Man kann nur den ganzen Output einer Transaktion ausgeben, als ihn in kleinere Mengen aufzuteilen.

Stattdessen verschickt sie eine der eingehenden Transaktionen und der Rest der Bitcoins wird an sie als Wechselgeld zurückgegeben.

Alice schickt die zwei Bitcoins die sie von Jane bekommen hat an Bob. Jane ist der Input und Bob ist der Output. Aber die Menge ist 1.5 BTC, da sie nur so viel senden will. Also erstellt ihr Wallet automatisch zwei Outputs für ihre Transaktion: 1.5 BTC an Bob und 0.5 BTC an eine neue Adresse, die erstellt wurde um das Wechselgeld von Bob für Alice zu halten.

Gibt es irgendwelche Transaktionsgebühren?

Manchmal, aber nicht immer.

Transaktionsgebühren werden durch verschiedene Faktoren berechnet. Bei manchen Wallets lassen sich Transaktionsgebühren manuell setzen. Je höher die Gebühr, desto schneller wird die Transaktion abgewickelt. Jeder Anteil einer Transaktion der nicht vom Empfänger oder als Wechselgeld aufgenommen wurde wird als Gebühr gesehen. Dieses geht dann Bonus an den Miner der glücklich genug war diesen Transaktionsblock zu lösen.

Zurzeit verarbeiten viele Miner Transaktionen ohne Gebühren. Da die Blockbelohnung für Bitcoins niedriger wird, wird das in Zukunft unwahrscheinlicher sein.

Ein frustrierender Sache über Transaktionsgebühren in der Vergangenheit war es, dass die Berechnung dieser Gebühren sehr komplex und obskur waren. Es war das Ergebnis einiger Updates des Protokolls und hat sich seitdem dynamisch weiterentwickelt.

Statt eine Minimumgebühr anzunehmen, haben Updates der Kernsoftware eine Veränderung zur Art und Weise mit sich gebracht wie Transaktionsgebühren berechnet werden.

Bekomme ich einen Beleg?

Bitcoin wurde nicht wirklich für Belege gemacht. Doch es wird Veränderungen mit Version 0.9 geben welche die Funktionsweise von Zahlungen ändern und sie damit weitaus benutzerfreundlicher und ausgereifter machen.

Zahlungsabwickler wie BitPay bieten außerdem fortgeschrittene Features wie Belege und Kaufbestätigungen von Webseiten an, die man nicht mit einer normalen Bitcoin Transaktion bekommen würde.

Was ist wenn ich nur einen Teil eines Bitcoins senden will?

Bitcoin Transaktionen sind teilbar. Ein Satoshi sind ein Hundert Millionstel Bitcoin, und es ist möglich eine Transaktion einer Menge von 5430 Satoshi (derzeit rund 0,0125 EUR) im Bitcoin Netzwerk durchzuführen.

BTC-Echo

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