Bitcoin SV: Doch keine Dreifaltigkeit der Ketten?

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Bitcoin SV: Doch keine Dreifaltigkeit der Ketten?

Bitcoin SV dementiert Meldungen, nach denen die Blockchain gleich dreimal geforkt hätte. Das Ganze sei ein Missverständnis und lediglich auf veraltete Node-Hardware zurückzuführen, schreibt Bitcoin SV Lead Developer Daniel Connolly. Doch der Vorfall zeigt eines ganz deutlich: Große Blöcke können zu erheblichen Problemen führen.

BitMEX Research hatte am 3. August die Meldung lanciert, dass Bitcoin SV im Nachgang zur Quasar Hard Fork vom 24. Juli eine dreifache Fork erlebt habe. Dieser Sichtweise widerspricht Bitcoin SV in einem Blog-Post.

Demnach sei es im Zuge des Protokoll-Updates zwar zu Komplikationen gekommen. Es könne aber keinesfalls die Rede davon sein, dass nun drei Bitcoin-SV-Blockchains parallel existieren. Vielmehr gebe es eine „richtige“ Bitcoin SV Chain, mit der 2-GB-Blöcke möglich sind, sowie eine parallel verlaufende Blockchain, welche die alten Protokollregeln implementiert hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine Reihe von Knotenpunktbetreibern das Node-Update nicht installiert hat. Die Konsensregeln der beiden Blockchains sind inkompatibel – ergo Hard Fork.

So weit, so gut: Das erklärt zumindest, wieso es zwei Bitcoin SV Chains gibt. Doch wo kommt die dritte her?

Protokoll kommt zum Erliegen

Daniel Connolly, seines Zeichens Lead Developer bei Bitcoin SV, formuliert es so:

Am 3. August hat ein Mitglied der chinesischen Bitcoin-SV-Community das Netzwerk einem Stresstest unterzogen. Über zwei Millionen Transaktionen wurden auf das Netzwerk abgefeuert. Dabei sind zwei große Blocks entstanden: Ein 210-MB-Block, der 808.633 Transaktionen beinhaltet, und ein 183-MB-Block mit 702.999 Transaktionen. Leider läuft eine Reihe der Full Nodes auf unzureichenden Systemen, welche die Menge der Transaktionen nicht verarbeiten können. Das Netzwerk hat keine dritte Fork geschaffen, es hat schlicht aufgehört zu funktionieren.


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Zwischen den Zeilen ist diese Erklärung ein wahrer Offenbarungseid. Schließlich ist mit den Wirren um das Protokoll-Update genau das eingetreten, was „Small Blocker“ um Bitcoin (BTC) an Bitcoin Forks wie Satoshi Vision immer wieder bemängeln: Die Dezentralität leidet unter großen Blöcken. Nicht nur, dass die Anzahl der BSV-Knotenpunkte (Anzahl Full Nodes: 4.359) im Vergleich zu BTC Full Nodes (Anzahl Full Nodes: 9.597) deutlich geringer ist. Die wenigen Full Nodes, die das Netzwerk derzeit absichern, scheinen überdies mit den exorbitanten Blockgrößen hoffnungslos überfordert zu sein.

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