Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat

Quelle: Shutterstock

Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat

Der deutsche Bundesrat wird aufgefordert, zu einer Änderung der Geldwäscherichlinie Stellung zu nehmen. Dabei kommen auch Bitcoin & Co. zur Sprache. 

In einem Positionspapier, das BTC-ECHO vorliegt, fordern vier Ausschüsse den Bundesrat zu mehr Klarheit beim Thema Bitcoin-Regulierung auf. Finanzausschuss, Ausschuss für Innere Angelegenheiten, der Rechtsausschuss und der Wirtschaftsausschuss wollen damit eine Stärkung des Standorts Deutschland erreichen.

Bitcoin & Co. brauchen rechtlichen Rahmen

Es soll, so heißt es im Papier, ein finanzmarkt- und geldwäscherechtlicher Rahmen für „Kryptowerte“ in Deutschland entstehen. Der Begriff der Kryptowerte ist hier bewusst gewählt, er soll über den Begriff „virtuelle Währungen“ hinausgehen und alle möglichen Verwendungszwecke umfassen. Es geht hier also um Utility Token, Security Token, Crypto Token – letztlich alle „Kryptowerte“, die das Bitcoin-Ökosystem hervorbringt.

Orientierung an FATF

Der aktuelle Gesetzesentwurf zur Änderung der Geldwäscherichtlinie orientiert sich an den Forderungen der Financial Task Action Force (FATF). Ein gesetzlicher Rahmen soll also auch in Anlehnung an internationales Vorgehen entstehen.



Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat

So fordern die Ausschüsse eine genauere Unterscheidung der Kryptowerte. So heißt es im Papier:

Handelt es sich um die Verwahrung eines Kryptowerts, der gleichzeitig ein Wertpapier ist, so soll dies nach dem gesetzgeberischen Willen […] im Gegensatz zur Verwahrung von übrigen Kryptowerten (Finanzdienstleistung) als Bankgeschäft gelten und die strengeren Regeln des Depotgesetzes für die Verwahrung Anwendung finden.

Anders gesagt: Alle Kryptowerte benötigen eine Definition, die sich an ihrer Verwendung ausrichtet. Außerdem fordern die Ausschüsse vom Bundesrat verständliche Regelungen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland soll auch für ausländische Unternehmen attraktiv werden.

Anders gesagt: Die aktuellen Gesetzeslücken zum Handel mit Bitcoin & Co. sollten geschlossen werden.



Dr. Sven Hildebrandt von der Distributed Ledger GmbH sieht im aktuellen Vorgehen einen positiven Aspekt für die Krypto-Ökonomie in Deutschland:

Die Lobbyarbeit der Konzerne hat augenscheinlich Wirkung gezeigt – so schnell wollten sich die etablierten Player die Butter der Kryptoassetverwahrung dann wohl doch nicht vom Brot nehmen lassen. Welche Auswirkungen es auf die Preise haben wird, wenn Bitcoin & Co. bei jeder Hausbank gekauft und verwahrt werden können, bleibt allerdings abzuwarten. In der Tat aber sicherlich wieder eine gute Nachricht für das Ökosystem in Deutschland.

Deutschland baut seine Vorreiterrolle in Sachen Bitcoin-Regulierung weiter aus, indem man an einem sicheren rechtlichen Rahmen für Blockchain-Unternehmen, Krypto-Verwahrstellen und ähnlichem arbeitet.

Mehr zum Thema:

Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
5 Bitcoin Lightning Games, die du kennen solltest
Bitcoin

Bitcoins Second-Layer-Lösung Lightning wächst weiter. Ein Teil des Wachstums ist Anwendungen wie Blockchain Minigames geschuldet. Hier sind fünf Lightning Games, die du kennen solltest.

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
CME-Börse eröffnet Handel mit Bitcoin-Optionen
Bitcoin

Bitcoin erreicht den börslichen Handel. Künftig können Investoren an der CME-Börse Bitcoin-Optionsscheine handeln, die ihren Basiswert aus Futures beziehen. Dies könnte das riskante Wettgeschäft auf sinkende Bitcoin-Kurse beflügeln und zu einer hohen Volatilität der Kryptowährung führen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Bitcoin-Börse Huobi greift nach dem großen Geld
Unternehmen

Huobi Group, Mutterkonzern der Bitcoin-Börse Huobi, hat während des Weltwirtschaftsforum in Davos die Veröffentlichung einer Broker-Plattform verkündet. Damit hat es das Unternehmen auf das große Geld abgesehen.

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Verbrennt Binance willkürlich BNB-Token?
Altcoins

Krypto-Börse Binance hat im vergangenen Jahr Korrekturen am White Paper vorgenommen und verbrennt seitdem BNB Coins. Die Zahlen aus dem letzten Quartal 2019 werfen jedoch einige Fragen auf.

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Buchgeld-Tokenisierung: Neuer Wind im Geldsegment
Unternehmen

Algorand und Monerium arbeiten gemeinsam an der Tokenisierung von Buchgeld. Das gaben die beiden Unternehmen jüngst in einer Pressemitteilung bekannt.

Bitcoin, Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Blitzschnell Richtung Mainstream
Szene

Square Crypto arbeitet derzeit an einem Entwickler-Tool-Kit für das Bitcoin-Lightning-Netzwerk. Dieses soll es Entwicklern vereinfachen, die Second-Layer-Lösung für Bitcoin zu integrieren.

Angesagt

Der 30-Millionen-US-Dollar-Betrug
Regulierung

Ein ehemaliger Profiteur des Bitcoin-Booms muss sich vor Gericht verantworten. Unter der Vortäuschung falscher Identitäten soll er Investoren mittels Initial Coin Offering (ICO) um 30 Millionen US-Dollar erleichtert haben.

Budweiser-Mutterkonzern unterstützt afrikanische Bauern per Blockchain
Blockchain

Die Staaten des afrikanischen Kontinents werden im Allgemeinen zu den Verlierern der Globalisierung gezählt. Die Armutsrate ist hoch und westliche Konzerne betrachten den Kontinent oftmals als ein plünderbares Rohstoffdepot. Dieser Trend setzt sich im Wesentlichen ungebrochen fort. Allerdings werden zumindest punktuell Ansätze eines Umdenkens erkennbar. Umso erfreulicher, dass auch der Blockchain-Technologie hierbei eine Rolle zukommt.

Britische Steuerbehörde plant Tracking Tool von Bitcoin-Transaktionen
Steuer

Diejenigen, die ihr Vermögen in vermeintlich anonymer Krypto-Form an den wachsamen Dienern Eurer Majestät vorbeimanövrieren wollen, könnten schon bald eines Besseren belehrt werden. Denn die britische Steuerbehörde rüstet im Bitcoin-Tracking technisch auf.

Größer, besser, Bitcoin SV?
Kolumne

Craig Wright und sein Team versuchen mit aller Gewalt, ihre Vision durchzusetzen. Dabei haben sie den Anspruch, Bitcoin in seiner Reinform zu vertreten. Obendrein will Wright der wahre Satoshi Nakamoto sein. Von Konsens keine Spur. Die Lage am Mittwoch.

Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat