Bitcoin oder Handgranaten: Erpressung in den Niederlanden

Bitcoin oder Handgranaten: Erpressung in den Niederlanden

Bitcoin-Adaption mal anders: In der niederländischen Großstadt Amsterdam bekamen mehrere Geschäftsinhaber Bombendrohungen. Die Forderungen der Erpresser: Sie sollen Bitcoin bezahlen, andererseits werden die Geschäfte in die Luft gejagt.

Amsterdam ist bekannt für seine Grachten, zahlreiche Museen und als beliebte Anlaufstelle für Touristen. Doch die Stadt hat auch ihre dunklen Seiten. Dahingehend entschlossen sich Kriminelle offenbar dazu, einige Geschäftsinhaber zu erpressen. Die Forderung: Sie sollten Bitcoin bezahlen, sonst drohe eine Sprengung mit Handgranaten.

Die Forderungen

So sollte man Bitcoin nicht adaptieren. Per E-Mail forderten bisher Unbekannte Geschäftsinhaber dazu auf, 50.000 Euro in Bitcoin zu bezahlen oder die Gefahr einzugehen, mit Handgranaten angegriffen zu werden. Wie die niederländische NL-Times berichtet, hat die ortsansässige Polizei mehrere der Erpressungsmails vorliegen. Wie das Blatt weiter berichtet, seien es mindestens drei Coffeeshops sowie ein Club, die die bedrohlichen Mails erhalten haben:

„Ihr habt sicherlich mitbekommen, wie einige Unternehmer in letzter Zeit ihre Türen schließen mussten. Damit ihr nicht die nächsten seid, müsst ihr umgehend handeln.“

In diesem Zusammenhang sollen die Erpressten einen Account bei coinbase.com oder coinmama.com erstellen, 50.000 Euro an Bitcoin kaufen und diese an die Wallet-Adresse der Erpresser überweisen:

„Danach werdet ihr nie wieder etwas von uns hören“,

heißt es in der Mail laut NL-Times weiter. Die Fristen setzen die Erpresser dabei recht eng. Wenn die Zahlungen nicht innerhalb einer Woche eingehen, werde der Betrag verdoppelt.

Geschäftsinhaber geben sich unbeeindruckt

Danach wird es brenzlig:

„Wenn wir die 100.000 nicht innerhalb von fünf Tagen bekommen, sorgen wir dafür, dass ihr eure Türen schließen müsst. Entweder jagen wir eine Kugel durch eure Fassade oder binden eine Handgranate an die Tür. Wenn wir herausfinden, dass ihr es [der Polizei] gemeldet oder diese Nachricht mit jemand anderem geteilt habt, werden wir sofort dafür sorgen, dass ihr eure Türen für mindestens drei Monate schließen müsst. Wenn ihr dann die Genehmigung bekommt, eure Türen wieder zu öffnen, kommen wir wieder, außer ihr zahlt 200.000 [Euro].“

Wie man aus der öffentlichen Nachricht und Aussagen gegenüber der Polizei jedoch schließen kann, geben sich die Inhaber der jeweiligen Örtlichkeiten kaum beeindruckt. Die Logik der Drohungen geht darauf zurück, dass die Verwaltung von Amsterdam kürzlich beschloss, Geschäfte nach Anschlägen vorläufig zu schließen.

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