Bitcoin-Netzwerk besteht unangekündigten Stresstest

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Quelle: © Gorgsenegger, Fotolia

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Das Bitcoin-Netzwerk hat einen unangekündigten Stresstest ohne größere Zwischenfälle unversehrt überstanden, auch wenn das für den Stresstest verantwortliche Unternehmen nur 15% des ursprünglich geplanten Transaktions-Volumen versenden konnte.

Hinter dem Stresstest stecke die Bitcoin-Plattform CoinWallet.eu die am 22. Juni um 13:00 GMT dem Bitcoin-Netzwerk eigentlich eine 100 Block umfassende Bewährungsprobe stellen wollte. CoinWallet hatte versucht 20 BTC, aufgeteilt auf insgesamt 200 MB, durch das Netzwerk zu versenden.


Mit dem Stresstest wollte das Unternehmen herausfinden, ob die derzeit 1 MB große Blockgröße einen solchen Datenfluss bewältigen kann und ob sich das Netzwerk wieder schnell erholt. CoinWallet ist eigenen Angaben zufolge der Meinung, dass die Blockgröße von 1MB nicht ausreichend ist wenn es Bitcoin an die Massenakzeptanz schaffen sollte und sich die digitale Währung als mehr als nur ein kostspieliges wissenschaftliches Projekt entpuppt.

Zehn Bitcoin-Server sollten jede Sekunde zwei Transaktionen mit einer Größe von je 3KB an 10-20 Adressen senden.

Die Testbedingungen

Das geplante Volumen wurde jedoch nicht erreicht, da die Server des Unternehmens versagt haben und nicht das geplante Volumen freisetzen konnten.

CoinWallet schreib auf Reddit:

“Um 07:00 GMT sind unsere Bitcoin Server abgestürzt. Die Server wurden zwar neu gestartet, konnten aber dennoch nicht das geplante Volumen an das Netzwerk senden. Der maximale Backlog lag bei 15MB, also weit entfernt von den ursprünglich geplanten 200MB. Rund 15% des geplanten Transaktionsvolumen konnten realisiert werden.”

CoinWallet teilte mit den Test in sieben Tagen wiederholen zu wollen.

Reaktionen auf den Stresstest

CoinWallet bekam einige Kritik dafür, den Stresstest live und unerwartet durchgeführt zu haben und manche betitelten den Test sogar als eine “Attacke” auf das Bitcoin-Netzwerk.

Bitcoin-Entwickler Peter Todd hingegen fand es spannend zu sehen, wie sich der Test auf das Netzwerk auswirkt und veröffentlichte eine Anleitung, wie die User unter solchen Bedingungen ihre Transaktionen weiterhin uneingeschränkt durchführen können.

Für die meisten Nutzer ist der Stresstest ohne weitere Zwischenfälle verlaufen. Einige anekdotische User berichteten zwar von Verzögerungen, aber ob diese auf den Stresstest zurückzuführen sind ist unklar.

Höhere Transaktionskosten

CoinWallet verwendete verschiedene Gebühren für den Stresstest um zu sehen, ob sich die Bitcoin-Transaktionen verzögern. Manche Gebühren sollen sogar die 10.000 Satoshi-Marke (0,0001 BTC) pro KB überschritten haben.

Der Bitcoin-Wallet Anbieter MultiBit berichtet davon, dass Transaktionen mit einer Transaktionsgebühr von nur 1.000 Satoshi während des Tests teilweise verspätet ausgeführt wurden. Manchen sollen gar 87 Blocks für eine Bestätigung benötigt haben.

Das MultiBit HD Wallet hat eine voreingestellte Transaktionsgebühr von 3.000 Satoshi pro KB. Die Gebühr kann jedoch von dem Nutzer auf 1.000 bis 10.000 Satoshi beliebig angepasst werden.

Transaktionen mit einer Gebühr von 3.000 Satoshi benötigten 11-80 Blocks für eine Bestätigung wohingegen Transaktionen mit einer Gebühr von 10.000 Satoshi nur rund 9 Blocks benötigten.

Das Team schlussfolgerte aus dem Test, dass “LowCost” Transaktionen bei einem solchen Stresstest länger für eine Bestätigung brauchen.

Derzeit wird heiß darüber diskutiert, ob die Blockgröße auf 8 oder sogar 20MB angehoben werden soll und es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner für eine solche Veränderung.

Der BitTorrent Entwickler Bram Cohen schreib in einem Blogpost, dass er eine Blockgröße von 1MB bevorzugt. Dies sorge für einen größeren Wettbewerb der letztendlich den Minern zu Gute kommt – denn sie sind schließlich diejenigen, die für ein sicheres Bitcoin-Netzwerk verantwortlich sind.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von John Southorts via CoinDesk
Image Source: Fotolia

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