Bitcoin Mining Pools: Die Dominanz weniger

Bitcoin Mining Pools: Die Dominanz weniger

Die Bitcoin Community hat nur selten Bedenken über die zunehmende Zentralisierung des Bitcoin Netzwerkes geäußert. Seitdem die hocheffiziente ASICs-Hardware (steht für: Application-specific integrated circuit) die Norm beim Bitcoin Mining darstellt, ist es praktisch unmöglich geworden für Individuen und kleine Gruppen wirtschaftlich profitables Bitcoin Mining zu betreiben.



Ein kürzlich im Business Insider erschienener Artikel offenbart einen deutlichen Eindruck über die Verteilung der Hashing-Power zwischen den großen Mining Pools, die das Netzwerk der digitalen Währungen beherrschen. Die Veröffentlichung listet 18 verschiedene Mining Pools mit ihrem entsprechenden Anteil am Bitcoin Netzwerk auf, welcher in den letzten Jahren kontinuierlich stark gewachsen ist. Gemäß der verfügbaren Daten ist die Anzahl der Nutzer von Blockchain.info auf nahezu 8 Millionen ebenfalls deutlich angestiegen. Ursprünglich hatte man mit lediglich 5 Millionen Usern bis Ende 2019 gerechnet.

Die 18 führenden Mining Pools sind entsprechend ihrer Gewichtung an der Hashing Power unten aufgelistet:

PositionMining PoolProzentanteil (%)
1DiscusFish/F2Pool22,06
2AntPool16,82
3BW Pool15,33
4BTCC14,34
5BitFury8,61
6BitClub Network4,15
7Slush4,15
8HaoBTC3,66
9KnCMiner3,26
10Kano CKPool2,77
11Unknown Pool2,37
121hash0,79
13Telco 2140,69
14GHash.io0,3
15Eligius0,3
16BitMinter0,2
17Eobot0,1
18P2Pool.Org0,1
 Total100

Chinesische Mining Pools dominieren

Geht man nach den Daten von Blocktrail, ein Unternehmen zur Bitcoin Netzwerk- und Blockanalyse, so werden fast 100 % aller neuen Blocks von den 18 Mining Pools gefunden. Die Top 3 dieser Player sind allesamt chinesische Mining Pools und kontrollieren zusammen 53 % des Bitcoin Netzwerkes, was ihnen einen enormen Einfluss auf die Infrastruktur digitaler Währungen gibt.

Die Verteilung und geographische Lage dieser Mining Pools bestärkt die Bedenken der Bitcoin Community bezüglich einer Netzwerk Zentralisierung. Eine Zusammenarbeit zwischen einigen führenden Mining Pools würde ausreichen, um wieder ausreichend Kontrolle über das Bitcoin Netzwerk zu erhalten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass mit dem bevorstehenden Halving einige Veränderungen auf die Verteilung der Hashing Power eintreten könnten. Sollte der Anstieg des Bitcoin Kurses nicht ausreichen, um die sinkenden Mining Erträge zu kompensieren, so ist es wahrscheinlich, dass einige Miner aus dem Rennen geworfen werden könnten, da sie die steigenden Energie- und Hardwarekosten nicht mehr bedienen können.

BTC-Echo

Englische Originalversion von Gautham via NewsBtc

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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