Bitcoin-Mining: Die etablierten Miner sind im Vorteil

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Bitcoin-Mining: Die etablierten Miner sind im Vorteil

Neue Untersuchungen haben ergeben, dass ohne einen stärkeren Bitcoin-Preisanstieg nur wenig Platz für neue Miner ist.

In dem Paper “Minting Money With Megawatts” von Sveinn Valfells (Flux Ltd.) und Jón Helgi Egilsson (University of Iceland) führen die beiden eine breite Analyse zur Transaktionsverarbeitung auf der Public Blockchain durch. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass sich das Netzwerk verstärkt auf eine Konsolidierung und Zentralisierung hin bewegt.

Ziel der Studie war es zu bestimmen, inwiefern sich die Profitabilität des Bitcoin-Minings nach dem Halving im Juli entwickelt hat. Schließlich führte die Änderung im Netzwerk dazu, dass sich die Belohnung pro Block von 25 BTC auf 12,5 BTC halbiert hat.

Laut den Studienergebnissen ist es für neue Miner nur lohnenswert mit dem Mining zu beginnen, wenn der Preis über 600 US-Dollar liegt. Sie kamen auf den Wert, indem sie untersucht haben, ab wann eine neue Mining-Operation Gewinne erwirtschaften kann.

Mangelnde Profitabilität

Ein Problem besteht darin, dass mit dem Hinzufügen neuer Hashrate es immer schwieriger wird neue Gewinne zu generieren. Entsprechend haben die beiden untersucht, wie viel Hashrate dem Netzwerk nachhaltig zugeführt werden kann.

Sie kamen zu dem Schluss, dass maximal 16 % an Hashleistung hinzugefügt werden kann, bevor ein Anstieg des Schwierigkeitslevels die Operation unprofitabel machen würde. Dies ist insofern beunruhigend, da der schmale Grad an Profitabilität alteingesessene Miner längst nicht so stark gefährdet, wie neue Miner.

Die Autoren erklären, dass die etablierten Miner bereits ihre Kapitalinvestitionen unternommen haben, um Mining zu betreiben. Folglich haben diese bei einer Reduzierung der Erträge nur dann ein Problem, wenn die operativen Kosten höher sind als die Erträge durch das Mining.

So schreiben sie:

“Bereits bestehende Miner haben auch nach dem Block-Halving auf 12,5 BTC keinen Grund ihr Equipment vom Netz zu nehmen…ältere Miner genießen einen deutlichen Vorteil gegenüber Neulingen.”

Im Gegensatz zu etablierten Minern müssen neue Miner darauf achten nicht nur ihre operativen Kosten, sondern auch die Hardwarekosten zu decken. Dieser Vorteil ermöglicht es etablierten Minern zu geringeren Grenzkosten zu arbeiten als es bei Mining-Neuinvestments der Fall ist.

Das Gespenst der Bitcoin-Mining-Zentralisierung

Vor diesem Hintergrund betrachten die Autoren die gegenwärtigen Entwicklungen mit Sorge, da diese zu einer weiteren Konsolidierung und Machtausweitung der etablierten Miner führen könne.

Wenn neue Miner nicht am Netzwerk partizipieren können hat dies zur Folge, dass die größeren Miner einen immer stärkeren Einfluss auf das gesamte Netzwerk ausüben werden. Die Gefahr eines Machtmissbrauchs würde dadurch steigen.

Allerdings glauben die Autoren, dass das Mooresche Gesetz eine Lösung für dieses Problem parat hat. Schließlich machen die Energiekosten den größten Teil der Gesamtkosten für Bitcoin-Miner aus. Wenn sich nun die Hardwareleistung alle drei Jahre verdoppelt könnte dies dazu führen, dass der Mindestpreis zum profitablen Minen auf 530 US-Dollar fallen kann.

Die Leistungssteigerung könnte es zudem ermöglichen, dass eine Erhöhung der Hashleistung von 25 % (anstatt 16 %) denkbar wäre, ohne, dass ein steigender Schwierigkeitsgrad das Minen für neue Miner unprofitabel machen würde.

Sollte sich das Mooresche Gesetz weiter fortsetzen, so ist es denkbar, dass es in Zukunft auch einen Markt für Neulinge geben kann.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Jacob Donnelly via CoinDesk

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